Mindestens 13 Coups

13. Dezember 2018 16:03; Akt: 13.12.2018 16:03 Print

Sieben Täter! Polizei ging Bankomat-Bande ins Netz

Riesen-Erfolg für die Ermittler des OÖ-Landeskriminalamts: Den Beamten gelang es eine rumänische Bankomat-Bande auszuforschen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Insgesamt sieben Täter gingen der Polizei ins Netz. Ein Teil der Beschuldigten wurde bereits in die Justizanstalt Garsten überstellt. Die anderen befinden sich noch im Polizei-Anhaltezentrum, werden weiter befragt. "Sie zeigen sich teilweise geständig", so LKA-Chefinspektor Roland Frühwirth zu "Heute".

Der Ermittler blickt auf eine turbulente, aber äußerst erfolgreiche Woche zurück. Denn die zahlreichen Bankomat-Diebstähle im heurigen Jahr (wir berichteten) dürften nun endlich ein Ende haben.

Gleich zwei Coups, einer in Asten (Bez. Linz-Land) und einer in Buchkirchen (Bez. Wels-Land), konnten von der Polizei verhindert werden, brachten die Ermittler in den vergangenen Tagen auf die Spur einer rumänischen Bande.
Der Ablauf, bis letztlich die Handschellen klickten, glich Szenen aus einem Actionfilm.

Die Chronologie

In der Nacht auf vergangenen Dienstag (2.15 Uhr) wurde bei der Sparkassen-Filiale in Asten der Alarm ausgelöst. Nur eine halbe Stunde später das selbe Szenario bei einer Bank in Buchkirchen. Frühwirth: "Wir haben damit gerechnet, dass sie in dieser Nacht zuschlagen. Aber dass es gleich zwei Bankomaten in einer Nacht werden, hatte uns überrascht."

Die Bande hatte die Automaten mittels eines an einem gestohlenen Auto befestigten Schwerlastgurts aus der Verankerung gerissen und danach in den Wagen eingeladen.

Sofort rückten mehrere Sektoreinheiten, Cobra-Beamten und Hundestaffeln aus, um sich an die Bankomat-Bande zu heften. Und tatsächlich: Schon wenige Zeit danach konnten die Fluchtfahrzeuge ausgeforscht werden.

Wilde Verfolgungsjagd

Die Tätergruppe aus Asten (zwischen 24 und 31 Jahre alt) war mit dem Bankomaten auf der Ladefläche des Kleinbusses unterwegs. Nach einer wilden Verfolgungsjagd blieben die Täter stehen und flüchteten zu Fuß weiter.

Die Beschuldigten (37 bis 41 Jahre) des Buchkirchen-Coups waren schon etwas weiter, als sie überrascht wurden. Sie hatten den Bankomaten zum Großteil aufgeschnitten. Doch auch sie konnten zunächst flüchten.

Noch in der selben Nacht, kurz nach 5.30 Uhr, gelang es der Polizei ein Mitglied der Bande zu fassen. Bis Mittwochnachmittag gingen den Beamten dann sechs weitere Verdächtige ins Netz. "Sie hatten einen Mittelsmann, der von einer Wohnung in Linz aus alles organisiert hatte. In der Nähe konnten weitere Personen verhaftet werden", so Frühwirth.
Für drei andere Mitglieder klickten im Raum Nettingsdorf (Bez. Linz-Land) die Handschellen.

Vermutlich zwei Mitglieder noch auf der Flucht

Die Beamten haben bei den Ermittlungen aber weiter alle Hände voll zu tun. Denn laut Frühwirth sind wohl ein bis zwei weitere Mitglieder noch auf der Flucht.

Insgesamt kam es im heurigen Jahr bereits zu 19 Bankomat-Diebstählen bzw. Versuchen. Zum Vergleich: 2017 waren es nur neun.

Bei sieben Delikten blieb es im heurigen Jahr beim Versuch, sieben Taten wurden vollendet. Fünf Mal wurde lediglich die Eingangstür zum Bankfoyer aufgezwängt oder der Automat gesprengt.

Bei den 14 Diebstahlsversuchen dürfte es sich um die gleiche Tätergruppe handeln. Drei Taten konnten der aktuellen Bande bereits sicher zugewiesen werden.

Nach weiteren Befragungen werden vermutlich weitere Erfolgsmeldungen folgen.

Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(mip)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eberhard Ultra am 13.12.2018 23:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zielland für Kriminelle

    Freier Zugang und Minimalstrafen machen Österreich zum bevorzugten Zielland für Kriminelle.

  • Angela am 13.12.2018 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    lasst diese Rumänen mal ein bisschen

    Härte spüren, sie waren auch nicht lieb !

  • Wachmann am 13.12.2018 20:17 Report Diesen Beitrag melden

    Schade um die Arbeitslager der Russen

    und zur Belohnung bekommen jetzt alle 3 mal täglich Essen, Trinken den ganzen Tag, TV und gratis Anwälte und kosten uns die nächsten Jahre ein kleines Vermögen, findet wer die Fehler wenn ja darf er sie behalten.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • joe viev am 16.12.2018 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Bankomatbande

    Und sie leben unauffällig unter uns. Ein tausendfaches Hoch der Polizei. Endlich sind wieder einige Gfraster aus dem Verkehr gezogen.

  • Eberhard Ultra am 13.12.2018 23:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zielland für Kriminelle

    Freier Zugang und Minimalstrafen machen Österreich zum bevorzugten Zielland für Kriminelle.

  • Wachmann am 13.12.2018 20:17 Report Diesen Beitrag melden

    Schade um die Arbeitslager der Russen

    und zur Belohnung bekommen jetzt alle 3 mal täglich Essen, Trinken den ganzen Tag, TV und gratis Anwälte und kosten uns die nächsten Jahre ein kleines Vermögen, findet wer die Fehler wenn ja darf er sie behalten.

  • Angela am 13.12.2018 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    lasst diese Rumänen mal ein bisschen

    Härte spüren, sie waren auch nicht lieb !