In Wels

19. April 2019 13:39; Akt: 19.04.2019 14:34 Print

Stadt feuert Mitarbeiter, der Nazi-Sachen verkaufte

Die Stadt Wels zieht Konsequenzen: Ein Mitarbeiter, der Nazi-Devotionalien verkauft haben soll, gab den Vorfall zu. Daraufhin wurde er gefeuert.

Ein Mitarbeiter der Welser Ordnungswache soll Nazi-Utensilien verkauft haben. (Bild: Matthias Lauber)

Ein Mitarbeiter der Welser Ordnungswache soll Nazi-Utensilien verkauft haben. (Bild: Matthias Lauber)

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Ein Mitarbeiter der Welser Ordnungswache muss seinen Hut nehmen. Das gab die Stadt am Freitag bekannt.

Wie berichtet stand der Vorwurf im Raum, dass der Mann in seiner Freizeit auf einem Flohmarkt mit Nazidevotionalien gehandelt haben soll.

Der Mann, der laut ORF auch für die freiheitliche Gewerkschaft AUF kandidiert haben soll, wurde zu einem persönlichen Gespräch mit Vorgesetzten geladen.

Persönliches Gespräch

"Nachdem der Mitarbeiter den Vorfall in einem persönlichen Gespräch mit den Vorgesetzten zugegeben hat, sprach die Stadt Wels umgehend die Entlassung aus", so die Stadt in einer Aussendung.

Und weiter: "Das Dienstverhältnis mit einer weiteren Mitarbeiterin der Ordnungswache, die in einem anonymen Schreiben an die Stadt Wels ebenfalls mit Vorwürfen konfrontiert wurde, wird aufgelöst."

"Extremismus hat keinen Platz"

„Extremismus hat in Wels keinen Platz – schon gar nicht bei den städtischen Mitarbeitern. Der Ordnungswache-Mitarbeiter wurde deshalb umgehend entlassen, beziehungsweise wird sein Dienstverhältnis aufgelöst“, erklärt der für die Ordnungswache zuständige Referent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß (FPÖ).

Kroiß betonte in der Aussendung, dass die Mitarbeiter eingestellt wurden, bevor FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl im Amt war. "Er hatte mit diesen Personalentscheidungen nichts zu tun".

Keine Auflösung

Der Forderung der Grünen nach einer Auflösung der Stadtwache erteilt Kroiß eine klare Absage: "Die Rückmeldungen der Bevölkerung zeigen uns, dass die vor zehn Jahren eingeführte Ordnungswache einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit, Ordnung, Ruhe und Sauberkeit leistet.“

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(rep)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wissen wollen am 19.04.2019 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie sieht die gesetzliche Lage aus?

    Meines Wissens nach ist der Handel mit Devotionalien nicht verboten. Aufgrund welcher gesetzlichen Grundlage wurden diese Mitarbeiter jetzt gekündigt?

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  • Wm am 20.04.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Wie schaut eigentlich die rechtliche Lage aus wenn der Opa stirbt hat diesen Krempel Fahnen und co vom Krieg. Darf man den Müll verkaufen (z. B. Museum) oder sollte man ihn besser gleich wegwerfen. Bitte nur qualifizierte Antworten, nicht z. B. "selber aufhängen oder so)"

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  • Moon am 20.04.2019 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Shadow

    In Wels hat Extremismus keinen Platz. Das ich nicht lache. Das ist eine der Hochburgen. Man schaue bei Flohmärkten unter die Tische. Da findet sich so einiges.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Moon am 20.04.2019 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Shadow

    In Wels hat Extremismus keinen Platz. Das ich nicht lache. Das ist eine der Hochburgen. Man schaue bei Flohmärkten unter die Tische. Da findet sich so einiges.

  • SPÖ Wähler am 20.04.2019 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Viele von euch werden in Zukunft dran g.

    Die fpö Wähler haben das nicht kapiert, dass die fpö denen nicht hilft und auch nicht helfen kann und diese Beweis ist eindeutig: von fpö Bürgermeister raus geschmissen und noch was, die Ausländer werden immer da sein, die fpö kann auch nix machen. Die 12Std/Tg-60 Std Woche Arbeit könnten bei der nächsten Wahlen verschwinden.

  • Wm am 20.04.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Wie schaut eigentlich die rechtliche Lage aus wenn der Opa stirbt hat diesen Krempel Fahnen und co vom Krieg. Darf man den Müll verkaufen (z. B. Museum) oder sollte man ihn besser gleich wegwerfen. Bitte nur qualifizierte Antworten, nicht z. B. "selber aufhängen oder so)"

    • Magister am 20.04.2019 12:15 Report Diesen Beitrag melden

      Geltendes Recht

      Eben deswegen (beim Großvater gefunden, geerbt,......) ist der Besitz nicht strafbar. Für alles andere, verkaufen, zeigen, usw., siehe meine Antwort an einen anderen User, weiter unten. Auch wenn das offensichtlich einigen nicht gefällt, ändert das nichts an geltenden Recht.

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  • gegen sämtliche Nationalisten am 19.04.2019 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    @ Wissen wollen

    Der ist Gut, schon einmal etwas vom Gesetz mit dem Namen "Wiederbetätigung" gehört oder auch ansatzweise gelesen.

    • Sucher am 22.04.2019 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @gegen sämtliche Nationalisten

      hab aber noch nie gelesen oder gesehen daß sich eine Fahne oder Nummertafel selbstständig gemacht haben und jemanden bedroht haben. Ausser in den Märchenbüchern , das werden die Linken lesen , deswegen die Angst vor allem.

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  • Wissen wollen am 19.04.2019 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie sieht die gesetzliche Lage aus?

    Meines Wissens nach ist der Handel mit Devotionalien nicht verboten. Aufgrund welcher gesetzlichen Grundlage wurden diese Mitarbeiter jetzt gekündigt?

    • Magister am 19.04.2019 16:15 Report Diesen Beitrag melden

      So sieht die gesetzliche Lage aus.

      Das zeigt das es mit Ihrem "Wissen" nicht weit her ist! Das Abzeichengesetz (AbzG) stellt das Zeigen aller NS-Symbole unter Strafe, die Gesetzeslage und Judikatur dazu ist eindeutig. Zeigen ist in diesem Zusammenhang umfassend als öffentliches Tragen, Zurschaustellen, Darstellen, Verbreiten und Verkaufen zu verstehen. Umfasst davon sind ohne Ausnahme alle Symbole, die bekannten und die unbekannten, die von verbrecherischen Einheiten als auch die von unauffälligeren NS-Organisationen. Dabei ist zu beachten, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

    • Magister am 19.04.2019 17:18 Report Diesen Beitrag melden

      So schaut's aus

      Das Abzeichengesetz (AbzG) stellt das Zeigen aller NS-Symbole unter Strafe, die Gesetzeslage und Judikatur dazu ist eindeutig. Zeigen ist in diesem Zusammenhang umfassend als öffentliches Tragen, Zurschaustellen, Darstellen, Verbreiten und Verkaufen zu verstehen. Umfasst davon sind ohne Ausnahme alle Symbole, die bekannten und die unbekannten, die von verbrecherischen Einheiten als auch die von unauffälligeren NS-Organisationen.

    • Sucher am 22.04.2019 13:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wissen wollen

      und der Staat verkauft Waffen ins Ausland , da sagt keiner was dagegen. Na klar bringt ja gutes Geld.

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