Rettungsgassen-Chaos auf A1

16. April 2018 17:56; Akt: 16.04.2018 20:01 Print

Einsatzkräfte mussten zu Geisterfahrern werden

Gegen 18 Uhr sorgte ein Lkw-Unfall auf der A1 bei Linz für einen 20 Kilometer langen Stau. Schon zuvor gab es bereits Probleme durch einen Tunnel-Crash.

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Schwerer Unfall Montagabend auf der A1 bei Ebelsberg in Fahrtrichtung Salzburg. Bei einem schweren Crash mit mehreren Autos wurden laut ersten Informationen bis zu fünf Personen eingeklemmt.

Laut ÖAMTC sind im Bereich zwischen Asten und St. Florian alle drei Spuren gesperrt. Bei Kilometer 169,050 steht ein Lastwagen quer. Kurz vor 18.30 Uhr konnte ein Fahrstreifen wieder freigegeben werden.

Die Rettungsgasse funktionierte aber leider überhaupt nicht. Die Einsatzkräfte mussten als Geisterfahrer zum Unfallort anrücken. Ein Mann wurde bei dem Crash mittelschwer und ein weiterer leicht verletzt. Die Rettung brachte sie ins Linzer Unfallkrankenhaus.
Webcam-Bilder zeigten unmittelbar nach dem Unfall bereits Stau auf der Autobahn, nichts ging mehr.

Die Autofahrer mussten auch in weiterer Folge viel Geduld beweisen. Denn auch noch um kurz nach 19 Uhr, während die Aufräumarbeiten in vollem Gang waren, betrug der Rückstau laut Autobahnpolizei Haid (Bez. Linz-Land) immer noch 20 Kilometer.


Zuvor bereits Stau

Zuvor hatte es bereits wegen eines anderen Unfalls Stau gegeben.

Ursache war ein Auffahrunfall mit drei Fahrzeugen im Bindermichl-Tunnel.

Eine 20-Jährige Lenkerin aus Linz musste abrupt abbremsen. Eine hinter ihr fahrende 53-Jährige aus Schnarrndorf (Bez. Wels-Land) konnte ihr Auto noch rechtzeitig anhalten – ganz im Gegensatz zu dem nachkommenden 20-Jährigen aus Wallsee.

Er krachte in das Fahrzeug der 53-Jährigen. Durch den Aufprall wurde das Auto der Welserin auf den Pkw des 20-Jährigen geschoben.

Drei Insassen wurden dabei unbestimmten Grades verletzt und mussten in das UKH Linz gebracht werden.


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(cru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kreereiwa am 16.04.2018 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    Polizeimotorrad

    Warum ist man eigentlich nicht in der Lage bei derartigen Unfällen ein Polizeimotorrad loszuschicken, dass die unbelehrbaren Rettungsgassenversteller aufnimmt um diese dann gnadenlos und saftig zu bestrafen.

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  • Kerstin am 16.04.2018 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Rettungsgasse Strafe

    Ich bin heute selbst genau zu diesem Zeitpunkt im Stau gestanden und muss sagen echt eine Schande für die Menschheit, was ich da alles gesehen habe schrecklich. Man ist lieber Egoist und behindert dadurch diese freiwilligen Helfer. Ist es denn zuviel verlangt das man diese wichtige Rettungsgasse bildet? Und ich wäre stark dafür das diese Menschen die sich NICHT daran halten eine saftige Strafe erhalten.

  • rudi am 16.04.2018 20:49 Report Diesen Beitrag melden

    rettungsgasse

    ich sah noch nie dass das klappt , aber wir mussten ja andere nachäffen die keine teuren pannenstreifen haben , und wo kein pannenstreifen dann wäre 1. spur am geeignetsten , nur warum einfach wenn kompliziert auch (nicht ) geht ?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Maria am 17.04.2018 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Fremdschämen

    Rettungsgasse funktioniert nicht, eine Schande in diesem Land, es ist dass Allerallerletzte, wenn man nicht Rücksicht auf Verkehrsopfer nimmt. In jedem anderen Land, ich konnte mich schon selbst überzeugen, klappt die Rettungsgasse hervorragend.

  • J.R. am 17.04.2018 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    J.r.

    Nur gut, dass die, die keine Rettungsgasse gebildet haben auch dafür länger im Stau gestanden sind. Arm sind nur die Opfer!! Leider wird zu wenig gestraft, und viel zu wenig bei Strafe bezahlt.

  • Paul am 17.04.2018 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemeint, funktioniert aber nicht

    Wenn ein Pannenstreifen vorhanden ist, macht es sowieso keinen Sinn. Daher bitte die Rettungsgasse wieder abschaffen.

  • Hannes L. am 17.04.2018 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Nur weil viele Leute zu blöd sind,

    eine Rettungsgasse zu bilden, heißt das noch lange nicht, dass Rettungsgassen schwachsinnig oder unsinnig sind. Da Aufklärung anscheinend nichts bringt, müssen eben Strafen her. Der Österreicher lernt halt immer erst dann, wenn ihm ans Portemonnaie geht.

  • rotneindanke am 17.04.2018 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Rettungsgasse = EU-Schwachsinn,

    die älteren Semester werden sich erinnern wie es vor dieser Idiotenregelung war. Genauso wie diese Regelung mit der durchgehenden Halten&Parken-Verbotslinie die in Südländern wo es keinen Schnee gibt sinnvoll sein mag aber bei uns zumindest im Winter totaler Schwachsinn ist.