Muss in Therapie

29. Juni 2012 17:59; Akt: 29.06.2012 18:13 Print

Frau prügelte in Kirche auf Nonne und Pfarrer ein

Eine bereits amtsbekannte Krankenschwester soll bereits 2011 in der Kajetanerkirche in der Stadt Salzburg geschrien, einen Pater und eine Ordensfrau verletzt sowie Kircheninventar beschädigt haben. Sie musste sich deshalb vor Gericht verantworten und ihr wurde eine Psychotherapie verordnet.

 (Bild: JJ55)

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Anfang März soll die Krankenschwester während eines Gottesdienstes in die Kirche gekommen sein und einen lautstarken Konflikt mit einer Nonne angefangen haben. Die Angeklagte habe die Geistliche zu Boden geschmissen und ihr den Schleier vom Kopf gerissen. Nachdem sie der Kirche verwiesen worden war, ist es laut Anklage vor dem Gotteshaus zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen ihr und einem Priester gekommen, wobei sie diesen so stark am Ohr gezogen haben soll, dass dieser zu bluten begann.

Ein Passant, der die Situation beobachtete, rief die Polizei. Die Angeklagte beteuerte vor Gericht wiederholt, niemanden verletzt zu haben. Mitte März soll es jedoch zu einem weiteren Vorfall gekommen sein, wobei die Angeklagte die Kirche während einer Messe schreiend betreten und Buttermilch auf Vorhänge und Kirchenbänke gespritzt habe. Auch dazu bekannte sich die Krankenschwester nicht schuldig. "Sie terrorisiert uns jetzt schon seit zwei Jahren, es wird immer schlimmer. Immer wieder beschimpft sie uns als Gesindel", so der damals verletzte Geistliche vor Gericht.

"Fühle mich geistig gesund"

 "Ich fühle mich geistig gesund, bin durch die Ereignisse aber seelisch und psychisch geknickt", sagte die 39-Jährige vor Gericht. Sie habe die Kirche nur aufgesucht, um die Ordensfrau wegen einer Falschaussage, die diese vergangenes Jahr in einem Prozess wegen versuchter Körperverletzung gemacht haben soll, zur Rede zu stellen. "Ich habe sie nicht gezogen und habe sie in normaler Lautstärke angesprochen. Plötzlich ist sie ohnmächtig zu Boden gefallen", so die Angeklagte. Ein Zeuge widersprach dieser Aussage.

Ein Gerichtsgutachter nannte die Krankenschwester nicht zurechnungsfähig, berichtet der ORF. Im Prozess wurde der Frau eine Psychotherapie verordnet, die Ergebnisse müssen dem Gericht mitgeteilt werden. Sollte die Frau sich nicht an die Auflagen halten, droht ihr die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

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