Verdächtige Postings

28. Dezember 2018 18:00; Akt: 28.12.2018 18:17 Print

Mord an Irene P. wurde zuvor im Netz angekündigt

Irene P. (20) wurde im Oktober in Zell am See erschossen. Der Tatverdächtige postete zuvor im Netz verdächtige Äußerungen.

 (Bild: Franz Neumayr, privat)

(Bild: Franz Neumayr, privat)

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Im "echten" Leben und auch im Internet ermittelte die Polizei nach dem Mord an einer 20-jährigen Frau in Zell am See auf Hochtouren. Irene P., die mit mehreren Schüssen in die Brust getötet wurde, hätte als Kronzeugin in einem Drogen-Prozess aussagen sollen.

Am Donnerstag dann ein Durchbruch: Der 17-jährige Österreicher David S. wurde verhaftet. Bereitwillig übergab er den Beamten mehrere seiner Schreckschusspistolen, die zu echten Waffen umgebaut worden waren. Eine von ihnen könnte die Tatwaffe sein.

Verdächtige Postings im Netz
Die Internet-Aktivitäten des Opfers Irene P. und ein Hinweis der deutschen Polizei lenkten die Ermittler auf die Spur des Tatverdächtigen.

Der ebenfalls aus dem Pinzgau stammende David S. soll im Zuge eines Online-Spiels gegenüber einem anderen User verdächtige Äußerungen zu einer Gewalttat gepostet haben. Der User verständigte seine Eltern, die schließlich zur Polizei gingen.

"Uns wurde diese Korrespondenz von den deutschen Kollegen mitgeteilt", sagt Hans Wolfgruber, Sprecher der Salzburger Polizei.

Aussage erst im Jänner
Silvester verbringt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Er wird erst am 9. Jänner der Haftrichterin vorgeführt. Da wird er sich wohl auch zum ersten Mal zu den Vorwürfen äußern.

Der Verdächtige wird von Anwalt Michael Ringl vertreten. Sein Mandant sei bisher unbescholten, betont er. Die Schreckschusswaffen, die er besaß, sind aber erst am 18 Jahren erhältlich. Die Polizei will nun herausfinden, von wem er sie bekommen hat.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Metatron am 28.12.2018 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Darknet

    Von schießenden Smartphone / Kugelschreiber bis Handgranaten alles gibts zum kaufen !

  • Southpaw am 28.12.2018 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die Polizei will...

    ...herausfinden von wem er sie bekommen hat? Als ich 20 war hätte ich eine Kalaschnikov um 5000 Euro kaufen können. Das waren die Kriegsheimkehrer aus dem Serbienkrieg. Die haben das Kübelweise hereingebracht. Siehe Schweden. Und nein. Ich bin nicht bei einer Mafia. Ich habe damals mit Serben gearbeitet. Ich war damals Schlosser auf einer Baustelle. Nach dem Krieg, ging das Kriegsmaterial nach Europa. Man braucht den Leuten nur richtig zuhören.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Metatron am 28.12.2018 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Darknet

    Von schießenden Smartphone / Kugelschreiber bis Handgranaten alles gibts zum kaufen !

  • Southpaw am 28.12.2018 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die Polizei will...

    ...herausfinden von wem er sie bekommen hat? Als ich 20 war hätte ich eine Kalaschnikov um 5000 Euro kaufen können. Das waren die Kriegsheimkehrer aus dem Serbienkrieg. Die haben das Kübelweise hereingebracht. Siehe Schweden. Und nein. Ich bin nicht bei einer Mafia. Ich habe damals mit Serben gearbeitet. Ich war damals Schlosser auf einer Baustelle. Nach dem Krieg, ging das Kriegsmaterial nach Europa. Man braucht den Leuten nur richtig zuhören.

    • Penelope am 28.12.2018 18:45 Report Diesen Beitrag melden

      @Southpaw

      Schreckschusspistolen kann man sowieso frei ab 18 kaufen, daher wird es auch für einen 17-Jährigen nicht allzu schwer sein eine zu bekommen (klappt ja bei Zigaretten auch). Schreckschusspistolen können aber keine Projektile abfeuern - es sei denn man bohrt sie auf, dann benötigt man aber zumindest eine WBK, sonst illegaler Waffenbesitz. Frei ab 18 erwerbbare Gasdruckpistolen oder auch Langwaffen können aber schon von Haus aus Projektile verschießen und benötigen keine WBK.

    • Meister am 28.12.2018 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Penelope

      Fraglich ob eine augebohrte Schreckschusswaffe überhaupt schießt und nich in der Hand explodiert da am Lauf sollbruchstellen sind und ob die Pistole überhaupt die Patronen annimmt da scharfe 9mm zb 1,5mm kürzere Hülsen haben als die knalldinger. Und selbst wenn benötigt man dafür auch keine wbk da diese illegalen Dinger sowieso nicht registrierbar sind weil eben nicht als solche Waffen hergestellt wurden. Ergo sowieso illegal! Mit freundlichen Grüßen ein Schützenkollege

    • Knut Randauch am 29.12.2018 00:29 Report Diesen Beitrag melden

      Das waren wohl Schilling?

      5000 Euro für eine AK47? 24 Karat vergoldet?

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