Salzburg

07. März 2019 22:33; Akt: 07.03.2019 22:34 Print

Sozialwohnung auf Airbnb – Stadt wirft Mieter raus

Die Stadt Salzburg macht ernst: Ein Mieter hatte seine Sozialwohnung über Airbnb angeboten. Jetzt wurde ihm gekündigt.

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Beschwerden von Nachbarn haben den Fall laut Angaben der Stadt Salzburg ins Rollen gebracht: Seit drei Jahren schon soll der Mieter einer stadteigenen günstigen Wohnung über Airbnb zumindest einen Raum seiner Wohnung Touristen als Unterkunft angeboten haben.

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Pro Gast und Nacht soll der Mieter 29 Euro plus 10 Euro Reinigungs-Pauschale verrechnet haben. Das würde bei einer "Vollbelegung theoretisch eine Monats-Einnahme von mehr als 1.700 Euro – ein Vielfaches der Sozialmiete für die 44-Quadratmeter-Wohnung" betragen, rechnet die Stadt in einer Aussendung vor.

"Das geht natürlich überhaupt nicht. Da greifen wir hart durch! Sich an günstigen Wohnungen zu bereichern, ist völlig inakzeptabel", ist Wohnungs-Ressortchefin Anja Hagenauer empört.

Untervermietung untersagt

Ein Kündigungsschreiben an den Mieter sei bereits unterwegs. In den Mietverträgen für städtische Wohnungen ist ein Verbot von Untervermietung klar festgelegt.

Erst Ende 2018 hatte man in einem Rundschreiben sehr deutlich auf das "Airbnb & Co"-Verbot aufmerksam gemacht. Der aktuelle Fall ist Premiere im Bereich der stadteigenen Wohnungen. Bei anderen Wohnbaugenossenschaften sind ebenfalls Fälle wegen Untervermietung über Web-Plattformen anhängig.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Penelope am 08.03.2019 04:53 Report Diesen Beitrag melden

    Airnb und Konsorten

    Unabhängig von Salzburg sollte Wiener Wohnen eine anonyme Seite einrichten wo solche schwarzen Schafe gemeldet werden können . Ich kenne im Bekanntenkreis alleine 4 Personen welche ihre Gemeindewohnung selbst gar nicht nutzen sondern um teures Geld mit Gewinn untervermieten .

  • Sarah am 07.03.2019 23:34 Report Diesen Beitrag melden

    Aha

    Zitat:"Das geht natürlich überhaupt nicht. Da greifen wir hart durch! Sich an günstigen Wohnungen zu bereichern, ist völlig inakzeptabel" Aber die Stadt Salzburg darf sich selbstverständlich an seinen Bürgern und deren überteuerte Mieten bereichern!! So funktioniert das nämlich hier, nehmt den arbeitenden Menschen ihr letztes Hemd für Wohnung und Lebensmittel ab, die Mietpreise sind ja eh alle so mega günstig!! /ironie aus

  • Immobilienmakler am 08.03.2019 03:51 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht, rechtliche Falle

    Zahlen vollj. Kinder Kost- und Quartiergeld an die Eltern, müsste dies nach der Rechtsauffassung der Stadt auch zur Kündigung führen. Tut es aber nicht. Unterliegt die Wohnung dem Mietrechtsgesetz, ist nach § 11 MRG nur die gänzliche Weitervermietung, nicht aber die Untervermietung verboten. Der Mieter dürfte sogar bis max. 50 % zur Hauptmiete aufschlagen und die Betriebskosten überwälzen. Die Stadt kann sich in diesem Fall einzig und alleine auf den Tatbestand der übermäßige Nutzung durch eine Vielzahl an Bewohnern und Störung der Hausgemeinschaft stützen. Stichwort Großfamilien.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Karl Bayer am 08.03.2019 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Schritt in die richtige Richtung

    Viele Mieter von Gemeindewohnungen machen berufliche Karriere und stehen an einem Punkt alles andere als "finanziell bedürftig" da. Hier könnte man für die Menschen die wirklich in Not sind Platz machen.

  • Penelope am 08.03.2019 04:53 Report Diesen Beitrag melden

    Airnb und Konsorten

    Unabhängig von Salzburg sollte Wiener Wohnen eine anonyme Seite einrichten wo solche schwarzen Schafe gemeldet werden können . Ich kenne im Bekanntenkreis alleine 4 Personen welche ihre Gemeindewohnung selbst gar nicht nutzen sondern um teures Geld mit Gewinn untervermieten .

  • Immobilienmakler am 08.03.2019 03:51 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht, rechtliche Falle

    Zahlen vollj. Kinder Kost- und Quartiergeld an die Eltern, müsste dies nach der Rechtsauffassung der Stadt auch zur Kündigung führen. Tut es aber nicht. Unterliegt die Wohnung dem Mietrechtsgesetz, ist nach § 11 MRG nur die gänzliche Weitervermietung, nicht aber die Untervermietung verboten. Der Mieter dürfte sogar bis max. 50 % zur Hauptmiete aufschlagen und die Betriebskosten überwälzen. Die Stadt kann sich in diesem Fall einzig und alleine auf den Tatbestand der übermäßige Nutzung durch eine Vielzahl an Bewohnern und Störung der Hausgemeinschaft stützen. Stichwort Großfamilien.

  • Sternchen am 07.03.2019 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Airbnb

    Meiner Nachbarin hier in Wien wurde aus denselben Grund gekündigt.

  • Sarah am 07.03.2019 23:34 Report Diesen Beitrag melden

    Aha

    Zitat:"Das geht natürlich überhaupt nicht. Da greifen wir hart durch! Sich an günstigen Wohnungen zu bereichern, ist völlig inakzeptabel" Aber die Stadt Salzburg darf sich selbstverständlich an seinen Bürgern und deren überteuerte Mieten bereichern!! So funktioniert das nämlich hier, nehmt den arbeitenden Menschen ihr letztes Hemd für Wohnung und Lebensmittel ab, die Mietpreise sind ja eh alle so mega günstig!! /ironie aus