Aufregung im Netz

22. August 2018 17:49; Akt: 22.08.2018 18:08 Print

Das hat es mit dem Pferd im ÖBB-Zug auf sich

Große Aufregung am Mittwoch im österreichischen Twitter-Universum. Ein Pferd soll mit der ÖBB gefahren sein. Tatsächlich?

Die ÖBB nimmt das viel diskutierte Bild mit Humor

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Bilder kursieren seit Mittwochnachmittag auf Twitter und haben wohl viele ungläubige Blicke hervorgerufen. Sie zeigen ein Pferd (kein Pony) in einem ÖBB-Zug.Ist das echt? Ist das tatsächlich passiert? War das ein Marketing-Gag?, fragten sich daraufhin viele.

Vonseiten der ÖBB nahm man es zunächst mit Humor. "Wir glauben uns tritt ein Pf... WAIT WHAT?!!", twitterte der ÖBB-Account. Später: "Nachahmung wird nicht emFOHLEN" und "Man 'pferd' wieder Bahn." Offenbar hatten die Bundesbahnen selbst erst durch das Foto von der Aktion erfahren. Unternehmenssprecherin Julianne Pamme bestätigte auf Nachfrage der "APA", dass da tatsächlich ein Pferd im Zug war.

Schräge Aktion
Das Tier und seine menschlichen Begleiter stiegen am Sonntag am Bahnhof Bad Mitterndorf in den REX 3415 ein. Der Regionalzug war von Stainach-Irdning in der Steiermark nach Attnang-Puchheim in Oberösterreich unterwegs. Tatsächlich mitfahren durfte das Pferd dann aber nicht.

Benni, Rudi und ein Pferd
Am selben Tag tauchte auch ein erklärendes Video im Netz auf: "Benni, Rudi und ein Pferd am Bahnhof" heißt es und zeigt die ungewöhnliche Aktion in voller Länge. Darin schildert eine Familie fröhlich ihr Vorhaben: Die Pferde hätten einen langen Weg vor sich und da habe man sich gedacht - angesichts der Hitzewelle - wieso nicht ein "ressourcenschonendes Verkehrsmittel" dafür verwenden.

Kein Schwarzfahrer
Auch zu sehen: Pferd Frieda wollte keinesfalls schwarz fahren. Ein Ticket wurde gelöst, wenn auch etwas ratlos: "Vielleicht muss man zwei Karten kaufen, weil er ja vier Beine hat", wurde spekuliert. Bei den ersten zwei Zügen hatte man übrigens kein Glück: "Weil das Viech z'groß is", lehnte der Schaffner ab.

In den zweiten Zug konnte Pferd "Frieda" einsteigen. Losgefahren ist der Zug allerdings nicht, denn auch hier wurde der Zugführer rechtzeitig aufmerksam. "Frieda" musste in Bad Mitterndorf bleiben.

Nicht gestattet
Schlussendlich wurde es am Twitter-Kanal der ÖBB auch wieder ernst: Diese teilte am Nachmittag mit, dass es "selbstverständlich nicht gestattet" ist, Pferde in den Zügen zu transportieren. "Auch in diesem Fall hat der zahme (aber ungebetene) Gast den Zug wieder verlassen müssen", heißt es.

"Wir hoffen, dass dies eine einmalige Sache bleibt und keine Nachahmungstäter findet", sagte Pamme noch. Im Hinblick auf die Sicherheit aller Fahrgäste wies sie darauf hin, dass es besonders bei Bremsmanövern hätte gefährlich werden können.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pferdchen150273 am 22.08.2018 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hafi

    auf jeden fall benimmt sich der süße hafi besser als viele fahrgäste ;)

  • Sepp am 23.08.2018 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Saudumme Aktion

    Wenn das Pferd in Panik gerät, ist in einem Zug die Hölle los. Möchte nicht wissen, wenn hier wer verletzt würde, wie schnell die lustige Stimmung umschlägt. Dann hat sicher die Bahn Schuld, weil nicht expliziert geschrieben steht Pferde, Elefanten usw dürfen nicht einsteigen. Hirn einschalten...für alle dies Lustig finden.

  • Maximilian am 23.08.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Deppert

    Gefährdung der Passagiere (ist sicher "lustig", wenn ein tonnenschweres Pferd in Panik oder wegen einer Notbremsung in Bewegung gerät), ignorieren des Rauchverbots, Nichteinhaltung der Beförderungsrichtlinien, Nötigung (Tür wird blockiert, Zug verspätet sich) usw. Die Schaffner waren da viel zu gutmütig.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Maximilian am 23.08.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Deppert

    Gefährdung der Passagiere (ist sicher "lustig", wenn ein tonnenschweres Pferd in Panik oder wegen einer Notbremsung in Bewegung gerät), ignorieren des Rauchverbots, Nichteinhaltung der Beförderungsrichtlinien, Nötigung (Tür wird blockiert, Zug verspätet sich) usw. Die Schaffner waren da viel zu gutmütig.

  • Pferd am 23.08.2018 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    VERRÜCKT

    Als nächstes kommt der Bauer mit dem Weidevieh, oder was? :-(

  • Sepp am 23.08.2018 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Saudumme Aktion

    Wenn das Pferd in Panik gerät, ist in einem Zug die Hölle los. Möchte nicht wissen, wenn hier wer verletzt würde, wie schnell die lustige Stimmung umschlägt. Dann hat sicher die Bahn Schuld, weil nicht expliziert geschrieben steht Pferde, Elefanten usw dürfen nicht einsteigen. Hirn einschalten...für alle dies Lustig finden.

  • H.Langer am 23.08.2018 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht

    Wenn man schon Fahrräder mitnehmen darf, warum nicht auch ein Pferd ? Ist sicher ein noch grüneres Fortbewegungsmittel als das Rad und die Geruchsbelästigung wird auch weniger sein als 6 verschwitzte Radler bzw. ein Trip mit den Öffis in und um Wien in der Stoßzeit.

  • Faustus Jermains am 22.08.2018 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Leckerer Leberkäse

    Mhhh Leberkäse . Das wäre ein Abendessen .