Polizei grub in Ungarn

30. Juni 2014 21:37; Akt: 01.07.2014 17:34 Print

Sex-Mord: Leiche des 16-Jährigen gefunden

Die Leiche jenes 16-Jährigen, der vergangene Woche von einem Gleichaltrigen erschossen und danach gemeinsam mit seinem Opa in Ungarn verscharrt worden war, hat jetzt die Polizei in Ungarn gefunden. Für Großvater und Enkel gilt die Unschuldsvermutung.

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, der vergangene Woche von einem Gleichaltrigen in einer Grazer Kellerwohnung erschossen und danach gemeinsam mit seinem Opa in Ungarn verscharrt worden war, hat jetzt die Polizei in Ungarn gefunden. Für Großvater und Enkel gilt die Unschuldsvermutung.

Laut Staatsanwaltschaft Graz wurde ein Plastiksack, aus der Leichenflüssigkeit austrat, in Szentgotthard-Rabafüzes in Ungarn nahe der Grenze ausgegraben.

Der Hinweis kam vom 16-jährigen mutmaßlichen Täter, der die Ermittler und Suchmannschaften zu der Stelle geführt hat. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hans Jörg Bacher, sagte, handle es sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um die sterblichen Überreste des 16-jährigen Kärntners. Eine Obduktion werde spätestens am Mittwoch für endgültige Gewissheit sorgen.

Zur Vorgeschichte: Marcel S. (16 Jahre alt) hatte die 14-jährige Natascha in einem Partykeller sechs Stunden sexuell misshandelt haben. Als er die Lust verlor, soll er seinen Freund Sebastian mit vorgehaltener Gaspistole gezwungen haben, das Mädchen ebenfalls zu vergewaltigen. Nachdem sich Sebastian S. unter Todesangst an Natascha vergangen hatte, eskalierte die Lage:

Sebastian stürmte in die Wohnung seines Opas im selben Haus und schnappte sich ein Gewehr. Kurz darauf soll er damit Peiniger Marcel S. erschossen und die Leiche des Freundes gemeinsam mit seinem Opa Walter S. in Ungarn vergraben haben.

Sonntagvormittag klickten dann für den Mutter spricht über Sohn

Völlig verzweifelt und unter Tränen schildert Gabi S. im "Heute"- Gespräch erstmals den schlimmsten Moment ihres Lebens: "Wenige Stunden nach dem Todesschuss gestand mir mein Sohn die Tat."

Diesen Sonntag wird Gabi S. wohl ihr ganzes Leben nicht mehr vergessen: Die Grazer Kindergärtnerin, die gerade zur Kur in Bad Vöslau (NÖ) war, bekam Besuch von ihrem Sohn Sebastian (16) und ihrem Vater Walter (86). "Heulend und am ganzen Körper zitternd stand mein Bub vor mir", schildert sie im "Heute"-Interview.

Nach und nach gestand der Bursch seiner Mutter dann den Laut seiner Schilderung wurde Sebastian von seinem Kumpel Marcel S. (16) mit vorgehaltener Gaspistole dazu gezwungen, die 14-jährige Natascha zu vergewaltigen.

Danach habe er rotgesehen, ein Gewehr geholt und Marcel erschossen. Die Leiche, von der jede Spur fehlt, begrub er dann mithilfe seines Opas in Ungarn – "Das alles ist für mich ein riesiger Albtraum", so Mutter Gabi. "Man hat meinen Sohn unter Drogen gesetzt – der Sebastian ist doch kein Mörder."

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