Rufmord

28. Februar 2018 19:08; Akt: 28.02.2018 19:26 Print

Steirer mit Plakaten als Kinderschänder diffamiert

Ein Steirer sieht sich mit einer Rufmord-Kampagne konfrontiert: Auf öffentlichen Plakaten wird er als Kinderschänder bezeichnet.

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In der Steiermark hängen in Maria Lankowitz, Köflach, Mooskirchen, Söding-St. Johann und Stainz vor Schulen, Kindergärten und an Bushaltestellen Plakate, mit denen vor einem vermeintlichen Kinderschänder gewarnt wird.

Dabei werden neben dem Foto eines Weststeirers auch ein Bild seines Autos, seine Wohnadresse und Marke, Farbe sowie Kennzeichen von drei Autos seiner Familie öffentlich gemacht. Das berichtet die "Kleine Zeitung" am Mittwoch.

"Achtung!!! er ist ein Kinderschänder – #metoo gab mir die Kraft so in die Öffentlichkeit zu gehen, konnte im Internet nicht, weil meine Eltern [...] eine Entschädigung erhielten, und dafür eine Verzichtserklärung der Weiterverfolgung unterschrieben haben. Er hat mich gegen meinen Willen Mißbraucht", ist laut der Zeitung dort zu lesen.

Bis zu fünf Jahre Haft

Das Opfer der Rufmord-Attacke ist fassungslos. Er habe sich sofort mit einem Freund aufgemacht, um die Plakate einzusammeln, so der Mann. Auch die Polizei ist im Einsatz und ermittelt gegen unbekannt wegen beharrlicher Verfolgung und Verleumdung. Der Tatbestand kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.

Eine Strafe droht auch Personen, die entsprechende Postings in sozialen Netzwerken unüberlegt teilen und weiterverbreiten.

Wie die "Kleine Zeitung" schreibt, wird die Familie seit drei Jahren tyrannisiert. Neben anonymen Briefen an die Mutter wurden "Morddrohungen" gegen den Familienhund (Fotos mit Rasierklingen) verschickt und ein Buttersäureanschlag auf die Autos der Schwiegertochter und des Sohnes verübt, der jetzt als "Kinderschänder" bezeichnet wird.

Hinweise werden an die Polizei Köflach erbeten: 059 133-6193.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marlene am 28.02.2018 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Muss doch ermittelt werden können

    So viele Feindinnen kann er nicht haben. Wird vermutlich eine Exfreundin sein. Hardy Krüger hat dzt. ein ähnliches Problem mit einer Realitätsverweigerin!

    einklappen einklappen
  • Robert am 28.02.2018 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    echt org

    Ich glaube dass es kein Verbrechen gibt das abscheulicher ist als Päderast zu sein. Jemanden zu Unrecht diesbezüglich zu Beschuldigen ist das schlimmste das es gibt! Ich könnte mir keine schlimmere anschuldigung vorstellen

  • Doris am 28.02.2018 21:47 Report Diesen Beitrag melden

    Wie war es wirklich?

    Wird schon was dran sein. Die Eltern haben ein paar Tauender Schweigegeld bekommen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Rebell am 28.02.2018 23:56 Report Diesen Beitrag melden

    Täterschutz

    So wie hier verfahren wird, ist der Typ schuldig.. Stichwort Täterschutt!!!

  • Robert am 28.02.2018 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    echt org

    Ich glaube dass es kein Verbrechen gibt das abscheulicher ist als Päderast zu sein. Jemanden zu Unrecht diesbezüglich zu Beschuldigen ist das schlimmste das es gibt! Ich könnte mir keine schlimmere anschuldigung vorstellen

  • Doris am 28.02.2018 21:47 Report Diesen Beitrag melden

    Wie war es wirklich?

    Wird schon was dran sein. Die Eltern haben ein paar Tauender Schweigegeld bekommen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

  • Marlene am 28.02.2018 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Muss doch ermittelt werden können

    So viele Feindinnen kann er nicht haben. Wird vermutlich eine Exfreundin sein. Hardy Krüger hat dzt. ein ähnliches Problem mit einer Realitätsverweigerin!

    • Fred von Jupiter am 28.02.2018 22:44 Report Diesen Beitrag melden

      Tätersuche

      Da die ganze Familie derart verfolgt wird, scheint der Grund weiter zurück zu liegen. Es sollte aber möglich sein festzustellen, ob an jenen Orten, wo die Zettel aufgehängt worden sind, eine bestimmte Handynummer an Senderschnittstellen eingeloggt war. Danach braucht man nur noch eruieren, wo diese Nummer sonst noch zu orten war, dann hat man Wohnadresse und/oder Firmenadresse.

    • Alex am 01.03.2018 05:54 Report Diesen Beitrag melden

      Glaub ich auch

      Man wird schon wissen aus welcher Ecke das kommt, aber die Beweise werden fehlen. Müssen doch an einem der Zettel Fingerabdrücke sein.

    • Michi am 01.03.2018 06:20 Report Diesen Beitrag melden

      So einfach ist das nicht

      Bei uns in der Nachbarschaft gab's auch so einen Fall, allerdings mit Sachbeschädigungen. Absolut keiner hätte gedacht, dass es ein engster Verwandter war. Wurde erst mit versteckter Kamera herausgefunden. Natürlich illegal aufgestellt, Polizei konnte nicht helfen.

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