Vermehren sich

24. Juni 2019 11:01; Akt: 25.06.2019 08:51 Print

Giftspinnen-Alarm in Tirol: Schwarze Witwe gesichtet

Bei einer Hütte am Wattenberg in Tirol wurde ein gefährlicher Achtbeiner gesichtet. Dabei soll es sich um eine Schwarze Witwe handeln.

Am Wattenberg in Tirol wurde eine Schwarze Witwe gesichtet. (Bild: iStock/Symbolbild)

Am Wattenberg in Tirol wurde eine Schwarze Witwe gesichtet. (Bild: iStock/Symbolbild)

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Eine Giftspinne hat offenbar in der Gemeinde Wattenberg ein neues Zuhause gefunden. Laut "Tiroler Tageszeitung" wurde der kleine Krabbler auf rund 1.200 Metern Seehöhe im Bereich eines Kanals bei einer Hütte gefunden.

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Björn Wiedenhofer fotografierte den Achtbeiner und zeigte die Aufnahmen unter anderem Thorsten Schwerte, dem Leiter des Instituts für Zoologie an der Uni Innsbruck. Der Spinnen-Fotograf wollte wissen, um welches Exemplar es sich dabei genau handelt.

Nach einer kurzen Betrachtung der Fotos war sich der Zoologe dann sicher: Bei der Spinne handelt es sich tatsächlich um eine europäische Schwarze Witwe.

"Tiere vermehren sich"

Und offenbar war es nicht das erste Mal, dass Wiedenhofer eine Giftspinne vor die Linse krabbelte. Bereits vor einigen Jahren machte er einen ähnlichen Schnappschuss eines haarigen Achtbeiners. Auch damals war es eine Schwarze Witwe.

"Die Tatsache, dass innerhalb von drei Jahren zwei unterschiedliche Exemplare an gleicher Stelle dokumentiert wurden, spricht dafür, dass die Tiere hier offenbar überwintern und sich vermehren können, wenn sie wirtliche Zustände vorfinden", erklärt Schwerte gegenüber der "Tiroler Tageszeitung".

Ein möglicher Grund, warum sich die Giftspinne in Tirol offenbar so wohl fühlt, könnte der Klimawandel sein, meint der Zoologe weiter. Die Tiere würden zum Überwintern in die Hütte oder den Kanal wandern, wo sie es schön warm haben.

Eingeschleppt, ausgebrochen oder eingewandert?

Wie die Giftspinne ihren Weg genau nach Wattenberg in Tirol gefunden hat, ist nicht bekannt. Laut "Tiroler Tageszeitung" könnte sie eingeschleppt worden oder auch aus einem Terrarium entkommen sein.

Nach Meinung von Schwerte sei aber auch nicht ausgeschlossen, dass die Schwarze Witwe auch von selbst in Österreich eingewandert ist. Dann würde sich die heimische Bevölkerung wohl an die Giftspinne gewöhnen müssen. "Ich würde vermuten, dass die in Tirol bleibt", so der Zoologe.

"Biss sehr schmerzhaft"

Die europäische Schwarze Witwe gilt zwar nicht als aggressiv, weiß aber genau wie sie sich zu verteidigen hat, sollte sie sich bedroht fühlen. "Es gibt nur sehr wenige dokumentierte Todesfälle. Das Gift der Schwarzen Witwe wirkt auf die Reizleitungen der Muskel", erklärt Schwerte. Ein Biss sei daher "sehr schmerzhaft".

Eine Vogelspinne streicheln? Unsere Moderatorin Anna Chiara kann's!

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beate Erbat am 24.06.2019 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Europäische schwarze Witwe

    Wäre gut wenn ihr dazu schreibt , das der Biss der europäischen schwarzen Witwe von der Stärke her dem von einem Wespenstich entspricht .

  • Mal ehrlich am 24.06.2019 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Geht mal wieder in die Natur!

    Oh Gott, Spinne auf 1200 Metern gesichtet. Und im Meer schwimmt gleichzeitig ein Hai, auf der Alm wandert gar eine Kuh.. Menschen werden immer realitätsfremder.

    einklappen einklappen
  • myopinion am 24.06.2019 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht expandieren lassen

    Ich würde es gut finden, wenn man versucht, sie in Österreich nicht expandieren zu lassen. Ist sicher nicht einfach, aber die Hoffnung lebt, dass sowas gelingen könnte.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Birgit SSchlick-Steiner am 26.06.2019 23:40 Report Diesen Beitrag melden

    ist eine heimsiche harmlose Spinne

    Ist eine Fehlbestimmung und eine heimsiche harmlose Spinne - Dr. Barbara Thaler-Knoflach, Spinnenexpertin des Instituts f. Ökologie Uni Innsbruck klärt das auf, siehe bitte hier:

  • 1002Himmelszelt am 26.06.2019 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spinne

    So eine wurde bei mir in der Wohnung getötet, vor einigen Tagen. (Stadtrand Innsbruck)

  • Metatron am 24.06.2019 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschliche Gattung

    OHNE REUE Nach der Trauung verspeist die Schwarze Witwe ihren Mann. Elfriede Blauensteiner, in ärmlichen Verhältnissen geboren und unter ständiger Gewalt aufgewachsen, rächt sich auf ihre Weise. Nachdem sie ihren Gatten zu Tode pflegte und seine Rente im Spielsalon verspielte, lockt sie mit Inseraten heiratslustige und reiche Rentner an. Sie will ihren Status festigen. Und was bei einem Mann funktionierte, lässt sich auch auf andere übertragen. Mord wird fortan zu ihrem Überlebensprogramm.

  • Alex am 24.06.2019 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr interessant

    Der Klimawandel ist schuld, denn wenns draußen kalt wird begeben sie sich in warme Kanäle oder Häuser. Schade, dass es hier keine Facepalm Emojis gibt.

  • Naturliebhaber am 24.06.2019 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Stiere auf der Reisalpe gesichtet.

    Ich habe einen Stier auf der Reisalpe geknipst! Darf ich das auch einsenden? Ist echt selten, wahrscheinlich ist von alleine eingewandert.