Im Schneechaos

12. Januar 2019 09:33; Akt: 12.01.2019 13:56 Print

Tiroler Bergretter von Geretteten beschimpft

Die Bergretter in Mayrhofen in Tirol hatten es am Donnerstag mit zwei offenbar ebenso leichtsinnigen wie undankbaren Wintersportlern zu tun.

(Symbolbild) Die Bergretter fanden die Wintersportler schließlich gegen 21 Uhr. (Bild: picturedesk.com)

(Symbolbild) Die Bergretter fanden die Wintersportler schließlich gegen 21 Uhr. (Bild: picturedesk.com)

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Insgesamt 15 Bergretter mussten am Donnerstag in Mayrhofen in Tirol ausrücken, um vier Wintersportler abseits des Skigebiets Horberg zu retten. Zwei der Geretteten erwiesen sich dabei nicht nur als sehr leichtsinnig sondern obendrein auch noch als äußerst undankbar.

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Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet, waren zwei Deutsche im Alter von 27 und 29 Jahren sowie zwei 20-jährige Salzburger am Donnerstagnachmittag trotz der zweithöchsten Lawinenwarnstufe 4 am Horberg abseits der Piste unterwegs. Gegen 16 Uhr setzten die vier Wintersportler einen Notruf ab, weil sie im unwegsamen Gebiet festsaßen.

20-Jährige befolgten Anweisungen der Bergrettung nicht

Die Leitstelle der Bergrettung wies die vier Wintersportler an, an Ort und Stelle zu bleiben. Die beiden Deutschen taten dies, die beiden Salzburger setzten hingegen – trotz Warnungen der Deutschen – die Abfahrt in die Horbergschlucht fort.

"In dieser Zeit haben sie viermal angerufen und wollten wissen, wann sie endlich gerettet werden"

Kaum waren die beiden Deutschen in Sicherheit gebracht, alarmierten auch die Salzburger die Rettungskräfte, sagte der Ortsstellenleiter der Bergrettung Mayrhofen, Andreas Eder gegenüber der "Tiroler Tageszeitung". Eder und seine Kollegen mussten sich eine weitere Stunde lang durch teilweise brusthohen Schnee kämpfen. "In dieser Zeit haben sie viermal angerufen und wollten wissen, wann sie endlich gerettet werden", erzählt Eder.

Bergretter am Telefon "angeschnauzt und beschimpft"

Auf die Gegenfrage, weshalb sie sich überhaupt in derart unwegsames Gelände begeben hatten, seien die Bergretter am Telefon angeschnauzt und beschimpft worden. Eine Erklärung für dieses Verhalten hat Eder nicht.

"Entweder sind die leer im Kopf, oder ich weiß nicht", meinte er verärgert. Der gesamte Einsatz dauerte letztlich fünf Stunden und konnte erst gegen 21 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klaus am 12.01.2019 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach unfassbar

    Solche Menschen als leer im Kopf zu bezeichnen ist maßlos untertrieben, hierfür gehören erhebliche Strafen verhängt und sämtliche Einsatzkosten sollten sie selbst zahlen müssen! Sie bringen sich selbst und was noch schlimmer ist die Bergretter in absolute Lebensgefahr!

    einklappen einklappen
  • Epi am 12.01.2019 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zahlen lassen!

    Ganz einfach: Personalien erfassen und eine saftige Rechnung für die Aktion zukommen lassen! Undankbarkeit und Frechheit sind manchmal nur so zu lösen!

    einklappen einklappen
  • Joe heute am 12.01.2019 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    undankbares...

    Pak da helfen die Bergretter welche Leute. und dann beschimpfen sie auch noch die Bergretter . wahnsinn einfach.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Margarethe am 14.01.2019 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Leichtsinn

    Diesen vier unvernünftigen jungen Leute sollte dee Bercrettungseinsatz konplett verrechnet werden und eine richtige Verwaltungsstrafe dazu! Außerdem sollten sie mit Foto und Namen in den öffentlichen Medien genannt werden, dies wird sie dann hoffentlich zur Besinnung bringen!

  • Anton Meischberger am 13.01.2019 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Rettungskosten offenlegen

    Skifahrer sollten im vornherein informiert sein was für Kosten auf sie zukommen wenn bei sträflichem Leichtsinn ein Rettungseinsatz durchgeführt werden muß.

  • karin am 13.01.2019 03:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fr

    die würde ich ordentlich zur Kasse bitten und obendrein ein Strafe wegen Fremdgefährdung dazu.

  • Joseppe am 12.01.2019 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Money Money Money

    Eine Dicke Rechnung!!!

  • Knut Randauch am 12.01.2019 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Das hatten wir früher bei den

    Sanis auch. Wir wurden von den zu Rettenden beschimpft, bespuckt und auch körperlich attackiert. Das ging bis zu ausgeschlagenen Zähnen und Knochenbrüchen.