Aggressives Betteln

08. August 2017 11:08; Akt: 08.08.2017 11:47 Print

Bettlerin beschimpfte Passanten - Geldstrafe

Die Dame hielt vor einem Geschäft die Hand auf und verlangte Geld. Wer ihr nichts gab, wurde beleidigt. Nun muss die Frau Strafe zahlen.

Wohin können
so arme
Menschen? (Bild: Symbolbild)

Wohin können so arme Menschen? (Bild: Symbolbild)

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Menschen die vorbeigingen ohne der Rumänin was zu geben, wurden beschimpft und verflucht. Für das Landesverwaltungsgericht in Feldkirch war die Sachlage eindeutig und hat der Dame eine Strafe von 150 Euro verhängt.

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Sollen die Verbotszonen für das Betteln erweitert werden?
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Insgesamt 354 Teilnehmer

Aggressives Betteln ist nämlich in Vorarlberg seit Ende 2015 verboten. Stilles Betteln hingegen ist erlaubt. Grund dafür waren Bettler, die immer öfter für Unruhe gesorgt haben und begonnen haben Zeltlager im Ländle zu errichten.

Kaufverhalten der Kunden gestört

In diesem speziellen Fall wurde die Rumänin von der Verkäuferin eines Geschäfts angezeigt. Die Bettlerin hätte sich vor dem Unternehmen aufgehalten und nach Geld verlangt. Wenn man der Dame nichts gab, dann wurde man beleidigt, so die Zeugin. Die Kunden hätten sich daraufhin im Geschäft über das Verhalten der Bettlerin beschwert.

Das Gericht entschied, dass das Kaufverhalten der Kunden durch die Frau gestört wurde. Erschwerend kam noch hinzu, dass die Rumänin bereits vorbestraft war. Schon in der Vergangenheit ignorierte sie Bettelverbote und hat sogar mit einem unmündigen Kind um Spenden gebettelt.

Bettelverbote nicht möglich

Einen Milderung der Strafe, aufgrund von Geldnot, fand die Richterin für nicht angebracht. Das Problem würde die Dame mit "erlaubten Erbitten von milden Gaben durch stilles Sitzen" beheben können.

Das Betteln wird in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Teilweise entscheiden auch die Gemeinden darüber, ob und wie gebettelt werden darf. In Salzburg gibt es bereits sektorale Bettelverbote. Diese Verbotszonen sollen kontinuierlich erweitert werden. Ein absolutes Verbot sei aufgrund der Europäischen Menschenrechtskonvention nicht möglich. Darin steht das Recht auf Meinungsäußerung und aus diesem Recht lässt sich auch die Befugnis, um milde Gaben zu bitten, ableiten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kasi am 08.08.2017 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bettler

    die wirklich armen leute in Rumänien kommen aus ihrem land gar nicht heraus!! die bei uns betteln,sind teil eines organisierten verbrechensringes!!!!

  • Christi am 08.08.2017 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bettler

    Wenn keiner Geld gibt wären sie bald weg - für eine Wurstsemmel oder Banane wird man nur strafend oder dumm angeschaut. Ich gebe nichts mehr !

    einklappen einklappen
  • Censorship am 08.08.2017 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gang und gebe in Wien

    "Das Problem würde die Dame mit "erlaubten Erbitten von milden Gaben durch stilles Sitzen" beheben können." Falsch, wenn sie sich das Geld spart, um von Rumänien nach Vorarlberg zu fahren, würde das eine angebliche Geldnot lindern.. Armut kann ja wohl kein Grund sein, wenn man durch halb Europa fahren kann, um zu betteln... Die Rot/Grüne Stadtdiktatur macht genau nichts gegen die Bettelbanden... Na ja, 2,5 Jahre noch..

Die neuesten Leser-Kommentare

  • leter strassl am 08.08.2017 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    radikales vorgehen von behörden

    die behörden muss viel härter vorgehen und massnahmen erlassen

  • Joseph am 08.08.2017 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Platzverweis vs. Meinungsfreiheit???

    >>Ein absolutes Verbot sei aufgrund der Europäischen Menschenrechtskonvention nicht möglich. Darin steht das Recht auf Meinungsäußerung und aus diesem Recht lässt sich auch die Befugnis, um milde Gaben zu bitten, ableiten Man kann aber auch GEschäftsschädigendes Verhalten geltend machen; denn die Ostirrer wissen, wo und wie sie sich plazieren müssen. Es ist genüge getan, wenn sie das vor Kirchen; pardon künftig Moscheen machen

  • Edelpute am 08.08.2017 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schmarotzer

    kommen die zu Fuß nach Vorarlberg? Habe da eine Doku im ORF gesehen, die Cashen mehr am Tag ab als ich bei meinem Broterwerb bekomme. Und Steuern ziehens auch nur mir ab, die haben Brutto für Netto. Werde mich in Pension auch nach Wien schmeißen und auf Weh Weh machen. Ist sicher lukrativer als Zeitungen austragen......

  • ALOIS(Franz Steffan)Ettinger am 08.08.2017 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    P3nsionis5

    Wenn jemand obdachlos geworden ist+kurz bettelt oder wenn jemsnd seine Geldbòrse verloren nichts mehr hat und kurz dieLeute anschnorrt ist nicchts dagegen zu sagen denn.jeder kann in1 Notlage kommen .aber standiges organisiertes betteln oder weil derjenige zu faul zum arbeiten ist gehòrt unterbunden

    • galomir am 08.08.2017 16:32 Report Diesen Beitrag melden

      Es ist nichts zu sagen, aber ich sag was

      Da ist nichts zu sagen? Gehts noch? Obdachlose können in der Gruft ein Obdach bekommen, und Essen gibts vom Kloster gratis, Kleidung von der Caritas. Natürlich ist das organisierte Betteln noch viel übler, aber notwendig ist Betteln auf keinen Fall.

    einklappen einklappen
  • fuhrinat am 08.08.2017 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bettelei

    Das ist organisiertes Betteln und unser Geld bekommt die Bettelmafia die in Saus und Braus leben. Solange die Menschen im guten Glauben geben wird das nicht aufhören. Gibst du denen etwas zu essen, schmeißen sie es dir vor dir Füße.