Wetter und Verkehr

06. Januar 2019 09:06; Akt: 06.01.2019 09:06 Print

Lawinengefahr bleibt weiter hoch, A 10 gesperrt

Das Schnee-Chaos lässt Österreich nicht los. Am Sonntag ist mit Schneefällen zu rechnen, die ASFINAG sperrt sogar die A 10 Tauern Autobahn.

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Das Wetter mäßigt sich im Vergleich zu den vergangenen Tagen am Sonntag etwas, doch die Lawinengefahr bleibt weiterhin hoch. In St. Johann in der Gemeinde Pölstal wurden etwa 14 Häuser aufgrund des Risikos evakuiert. Alleine in der Steiermark sollen 1.500 bis 1.700 Personen von den Schneemassen eingeschlossen sein.

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A 10 wird gesperrt

Laut ASFINAG machen die intensiven Schneefälle auf der A 10 Tauern Autobahn eine weitere Lawinensprengung nahe Flachau notwendig. Die kontrollierte Sprengung erfolgt aus Gründen der Verkehrssicherheit und in Abstimmung mit der örtlichen Lawinenkommission. "Deswegen sperren wir aus Sicherheitsgründen die A 10 Tauern Autobahn am Sonntag von 8.30 bis etwa 9.30 Uhr in beiden Fahrtrichtungen", informiert der zuständige ASFINAG-Autobahnmeister Christian Kleewein.

Der Verkehr wird für rund eine Stunde angehalten – in Fahrtrichtung Villach bei der Einhausung Flachau, in Richtung Salzburg bei der Raststation Lungau. Durchgeführt wird die Sprengung von dafür ausgebildeten Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Flachau.

Am Sonntag schneit es im Nordalpenbereich bei abnehmender Niederschlagsintensität meist den ganzen Tag über. Auch im nördlichen Flachland beginnt der Tag zunächst mit Schneefall, unterhalb von 400 bis 500 m auch mit Regen. Der Niederschlag klingt hier tagsüber aber weitgehend ab und gelegentlich zeigt sich im östlichen Flachland wie auch im Süden die Sonne. Bei lebhaftem bis kräftigem Nordwestwind werden maximal -2 bis +7 Grad erreicht mit den höchsten Werten im Lienzer Becken.

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So geht es weiter

Der Montag verläuft erneut trüb und besonders vom Karwendel bis zum Mostviertel fällt zeitweise Schnee. Im Laufe des Tages ist dann auch vom Innviertel bis zum Neusiedler See etwas Schneefall möglich. Die Schneefallgrenze liegt zwischen tiefen Lagen im östlichen Flachland und 500 m im Flachgau. Weitgehend trocken bleibt es weiterhin südlich des Alpenhauptkamms. Der Wind weht vorübergehend nur noch schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen und die Höchstwerte liegen zwischen -3 und +4 Grad.

Am Dienstag ist es meist von Beginn an dicht bewölkt, letzte Lücken in der Wolkendecke im Osten und Südosten schließen sich rasch. Von Vorarlberg bis zum Innviertel schneit und regnet es von der Früh weg, der Niederschlag breitet sich tagsüber auf weite Teile des Landes aus. Die Schneefallgrenze steigt von 300 bis 500 m zu Beginn auf rund 700 m an. Der Westwind frischt nördlich der Alpen lebhaft bis kräftig, in Böen auch stürmisch auf. Es wird vorübergehend milder, die Temperaturen steigen auf -1 bis +6 Grad.

Am Mittwoch stellt sich eine feuchte Nordwestströmung ein. Im Nordstau vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland schneit es länger anhaltend und teils kräftig. Sonst ziehen vom Innviertel bis zum Seewinkel einige Schneeschauer durch, generell bleiben die Wolken nördlich des Alpenhauptkamms dicht. Meist trocken und sogar zeitweise sonnig wird es von Osttirol bis in die Südsteiermark. Bei lebhaftem bis kräftigem, am Alpenostrand stürmischem Nordwestwind werden -4 bis +4 Grad erreicht.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sciencer am 06.01.2019 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Früher

    Es ist schwer zu fassen, dass ein bisschen Schnee (im Vergleich zu früher) in unserer geilen Gesellschaft solche Zustände auslösen können. Früher sind die Züge planmäßig gefahren - egal bei welcher Witterung, heute sind sie die ersten, die Verspätungen haben... Früher gab es kein Deppen-Auffang-Programm im Auto, nur Heckschleudern, aber mit "Fahrern" am Steuer, nicht mit Lulus wie heute... Früher gab es eine feste Schneefahrbahn, auf der genau so gefahren wurde - mit Hirn... Früher hat man sich an die Situation angepasst, heute bricht beim Verlust von ein paar Minuten die Welt zusammen...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sciencer am 06.01.2019 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Früher

    Es ist schwer zu fassen, dass ein bisschen Schnee (im Vergleich zu früher) in unserer geilen Gesellschaft solche Zustände auslösen können. Früher sind die Züge planmäßig gefahren - egal bei welcher Witterung, heute sind sie die ersten, die Verspätungen haben... Früher gab es kein Deppen-Auffang-Programm im Auto, nur Heckschleudern, aber mit "Fahrern" am Steuer, nicht mit Lulus wie heute... Früher gab es eine feste Schneefahrbahn, auf der genau so gefahren wurde - mit Hirn... Früher hat man sich an die Situation angepasst, heute bricht beim Verlust von ein paar Minuten die Welt zusammen...