Urteil nach Wutanfall im Web

26. März 2018 10:05; Akt: 26.03.2018 11:29 Print

"Drecksladen" kostet 10.000 Euro

Ein Wiener schrieb sich in Rage und gab schlechte Bewertungen zu einem Modegeschäft ab. Jetzt muss er dafür 10.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Markus S. zeigt seinen Strafbescheid: Er muss 10.000 Euro Schadenersatz zahlen. (Bild: zVg)

Markus S. zeigt seinen Strafbescheid: Er muss 10.000 Euro Schadenersatz zahlen. (Bild: zVg)

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Was als kleines Wortgeplänkel auf Facebook begann, endete für Markus S. aus Wien-Donaustadt mit einer ruinösen Strafzahlung: Auf der Seite eines Herrenausstatters geriet der 37-Jährige zuerst mit einem Mitarbeiter der Modefirma, dann mit dem Chef in einen heftigen Streit. Der Wiener rastete aus, beschimpfte seine Kontrahenten als "A***ritter" und das Geschäft als "Drecksladen". Später tat es ihm leid, er löschte seine Postings. "Ich bereue das sehr, dass ich so ausfällig geworden bin. Das würde ich nicht mehr machen."

Urteil wegen Kreditschädigung

Zu spät: Der zweifache Vater wurde zu 10.000 Euro Schadenersatz verurteilt, und zwar wegen der schlechten Bewertungen, die Markus S. in seinem Wutanfall auf Facebook und Google über den Herrenausstatter hinterließ. Er hatte Kunden geraten, lieber in anderen Modegeschäften einzukaufen. Für den Notstandshilfe-Empfänger Markus S. ist die Forderung eine Katastrophe: "Die Schimpferei tut mir wirklich leid, aber 10.000 Euro Schadenersatz ist schon heftig. Wie soll ich mir das leisten? Die ziehen mir das letzte Hemd aus."

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(shoe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz Weinpolter am 26.03.2018 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wien ist anders

    Notständler gehen Mode einkaufen? Bei einem Herrenaustatter?

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  • Nini am 26.03.2018 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst schuld!

    Ganz ehrlich? Da habe ich kein Mitleid. Wenn ein erwachsener Mann, der noch dazu Vater ist nicht weiß, wie man sich kritisch äußert ohne auf Teenager-Niveau zu fallen, dann ist er selbst schuld.

  • Jawollus am 26.03.2018 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wie immer

    Der übliche Ablauf: Erst auf Facebook den wilden Mann spielen, herumtoben und untergriffig schimpfen, und wenn's dann brennzlig wird und eine Geldstrafe fällig wird, sofort zu den Medien rennen, den Armen spielen und hoffen, dass die Firma aufgrund des öffentlichen / medialen Drucks die Geldforderungen zurückzieht. Mit diesem Verhalten ist er ja nicht der erste...

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • zothiz am 28.03.2018 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    nur so...

    Freie Meinungsäusserung gilt halt nur für bestimmte Meinungen in Österreich.

  • Hebert am 27.03.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Jaja und Hahaha...

    SSKM... Wenn man nicht weiß wie man sich im solchen Situationen richtig verhält und denkt mit so einem Gangster Verhalten durch zu kommen hat die Strafe verdient, ganz einfach...

  • thunderbolt am 26.03.2018 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    Welche Firma?

    Darf man wissen, welcher Modeausstatter?? Ganz grundlos wird sich der Kunde auch nicht aufgeregt haben.

  • Sucher am 26.03.2018 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschäft

    Was ich nicht verstehe ist, bin ich mit dem Service oder sonst was unzufrieden gehe ich nicht mehr hin. So schlecht kann das Geschäft nicht sein sonst wäre es schon lange zu.

  • Elisabeth am 26.03.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Gerechtigkeit?

    Für eine Vergewaltigung hat einer 1000 Strafe gekriegt, wo ist hier die Gerechtigkeit???

    • PhilH am 27.03.2018 05:24 Report Diesen Beitrag melden

      Beweis

      gibt es auch für diese Behauptung?

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