Wiener Wasserrettung

24. April 2019 06:23; Akt: 24.04.2019 14:44 Print

Übung für Ernstfall: Mann über Bord-Manöver

600-700 Ehrenamtliche sind Teil der Wiener Wasserrettung, 150 davon sind aktiv im Einsatz. Sie riskieren ihr Leben für andere, ohne Entgelt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

In erster Instanz ist die Feuerwehr für Unfälle und Notfälle am Wasser zuständig, doch die rufen bei Notfällen die Wasserrettung hinzu.

Wiener Wasserrretttung übt den Ernstfall

Christian Haider (27): "Kerngebiet der Wasserrettung sind Überwachungen von gewissen Einsätzen wie Triathlon, Veranstaltungen auf der Donau und so weiter. Im Ernstfall, wenn uns die Feuerwehr anfordert, sind wir natürlich auch zur Stelle."

Mann-über-Bord Manöver, Achter-Fahren, An- und Ablegen

In der Ausbildung zur praktischen Prüfung zum Schiffsführer wird geübt: Anlegen und Ablegen, Achter-Fahren und das Mann-über Bord-Manöver. Karmen Kreidl (45) erklärt die Übung auf der Donau, das "Mann über Bord"- Manöver: „Das würde man ausführen, wenn jemand über Bord gehen würde. Irgendjemand beobachtet, dass die Person über Bord geht, schreit laut 'Mann über Bord'. Dann gibt der Schiffsführer das Kommando 'Fixieren'. Immer auf die Person aufs Wasser zeigen, man fährt einen Bogen und nimmt die Person gegen die Windrichtung wieder auf."

Wiener Wasserrettung: "Alle arbeiten ehrenamtlich"

Lorenz Wurm (28) ist bereits seit 12 Jahren Teil der Wasserrettung: „Ich bin ein Wasserfreund und wollte etwas Sinnvolles am Wasser machen und mich nicht nur sonnen lassen.“ Alle arbeiten ehrenamtlich für die Wasserrettung. Ausbildungen sind im Zuge der Teilnahme günstiger. Für wenig Geld kann man bei der Wasserrettung eine Ausbildung nützen, wie eben zum Beispiel als Schiffsführer oder auch einen Tauchschein erlangen.

Tauchen, Schwimmen, Sport oder Nautik

Karmen Kreidl (45) betont: „Wir machen das alle ehrenamtlich, weil wir etwas Gutes tun wollen und es uns Spaß macht!“ Wenn man zu Wasserrettung will, braucht man lediglich den Helferschein. Damit sei man schon als Rettungsschwimmer in Ausbildung im Einsatzdienst eingebunden, erklärt Kreidl. Dann könne man immer noch entscheiden, ob man in die Richtung Tauchen, Schwimmen, Rettungsschwimmen, mehr zum Sport oder eben zur Nautik wolle. "Das kann sich jeder aussuchen, wie er möchte", betont Karmen Kreidl. Lorenz Wurm (28) : "In den letzten 12 Jahren bei der Wasserrettung, war das Schlimmste die Reanimation eines zwei-jährigen Jungen nach einem Badeunfall. Durch die Ausbildung der Wasserrettung habe ich alles nach dem Schema F abgearbeitet und konnte ihn an die Rettung übergeben. Er überlebte."

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(no)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen: