Floridsdorf

22. März 2019 10:46; Akt: 22.03.2019 10:50 Print

17-Jähriger am Weg in die Arbeit niedergestochen

Rätselraten nach einer erneuten Messerattacke in Wien. Ein 17-Jähriger wurde am Donnerstag am Weg zu seiner Arbeit in Floridsdorf attackiert.

Zu einer Messerattacke kam es in der Morsegasse. (Bild: Google Street View)

Zu einer Messerattacke kam es in der Morsegasse. (Bild: Google Street View)

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Der 17-jährige Mann verständigte am Donnerstag kurz nach 7 Uhr die Polizei. Er schilderte schockierende Szenen: Als er in Wien-Floridsdorf am Weg in die Arbeit war, sei er in der Morsegasse von einem ihm unbekannten Mann von hinten niedergestochen worden. Der Angreifer habe ihn mit dem Messer am rechten Oberarm verletzt.

Der Unbekannte habe daraufhin von dem 17-Jährigen abgelassen und sei wortlos in Richtung Prager Straße geflüchtet. Das 17-jährige Opfer wurde von der Rettung in ein Wiener Spital gebracht. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen, die Hintergründe sind derzeit vollkommen unklar.

Waffenverbotszonen

Erst kürzlich hat Wien schärfere Waffengesetze umgesetzt. Am 1. Februar 2019 traten zwei Waffenverbotszonen in Kraft (siehe Fotoshow). Sie befinden sich beim Praterstern und beim Franz-Josefs-Kai. In den betroffenen Bereichen ist das Tragen von Waffen (Pistolen, Messer, etc.) damit untersagt und steht unter Strafe. Von dem Verbot sind allerdings jene Personen ausgenommen, die Waffen für die Ausübung ihres Berufs oder aufgrund einer waffenrechtlichen Bewilligung mit sich führen.

Gegenstände zur Selbstverteidigung wie Reizgassprays ("Pfeffersprays") sind ebenfalls erlaubt, die Träger müssen aber zumindest 18 Jahre alt sein. Unter dieser Altersgrenze sind Waffen in Österreich generell verboten. Das Waffenverbot soll vorerst drei Monate lang gelten. Sollten die Behörden mit dem Ergebnis zufrieden sein, ist nicht nur eine Verlängerung vorstellbar, sondern auch eine Ausweitung der Zonen. Bürgermeister Michael Ludwig hat bereits gefordert, ganz Wien zur Verbotszone zu machen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Habakuk am 22.03.2019 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Halbtägig?

    Wo sind die Zeiten, als ein Messerattentat einmal wöchentlich vorgekommenes? Nun sind wir schon sehr oft bei halbtägig. Die Politik, mit Ausnahme FPÖ, schweigt.

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  • Heute-Leser am 22.03.2019 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Waffenverbot verhindert keine Attacken

    Der Hinweis auf das Waffenverbot ist hier völlig deplaziert. Es fehlen Informationen zum Täter: Männlich, Haarfarbe, Größe, Kleidung, Herkunft. Das Opfer war kein Mann, sondern ein minderjähriges Kind/Jungendlicher. Die Berichterstattung lässt zu wünschen übrig.

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  • Mal ehrlich am 22.03.2019 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Oh du schönes Wien

    Die wievielte Stecherei war das in den letzten 14 Tagen? Was ist denn los mit den Menschen. Wie kann man das einfach ohne zögern machen? Verstehe ich einfach nicht.. Das war vor 20 Jahren noch nicht so

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Horst Ködler am 23.03.2019 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Versteckt

    Wo sind denn die Politiker, die immer schreien, das schöne Wien, alles sicher und soo toll ??

  • soundmaster1957 am 22.03.2019 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hr

    kann sich nur um einen Atomphysiker handeln

  • Thomas am 22.03.2019 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Nicht einmal die Kinder kann man in die Schule schicken, echt traurig hier in Wien.

  • Seitenblick am 22.03.2019 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    prophilaktische Gegenmaßnahmen

    Was nützt das alles wenn man nicht zu jeder Sekunde bereit ist seinen Angreifer niederzustrecken. Wie, wenn man nicht darauf gefasst ist, soll man sich wehren? Man könnte mit einem mitgeführten Baseballschläger vorsichtshalber Jedem eine auf die Mütze knallen. Auch nicht das Mittel der Wahl. Eines ist jedoch gewiß und das kommt aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz. Es gibt, speziell im 21. u. 22. Bez. Gruppen die polizeibekannt sind. Es sind genau jene die sich mit anderen Banden matchen und mit dem Messer recht flink sind.

  • Guglhupf am 22.03.2019 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann, toi, toi, toi

    Wenn wir Glück haben, dann lacht sich der eine oder andere über das Waffenverbot tot. Aber nur, wenn wir wirklich viel Glück haben.