Wiener Linien Rekordjahr

13. Februar 2019 13:31; Akt: 13.02.2019 13:32 Print

2,6 Millionen fahren täglich mit Wiener Öffis

Die Wiener Linien ziehen für 2018 eine positive Bilanz: 822.000 verkaufte Jahreskarten, 966 Millionen Fahrgäste. 2019 werden weitere 435 Millionen Euro investiert.

 (Bild: Wiener Linien)

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Zum fünften Mal in Folge feiern die Wiener Linien einen Anstieg der Fahrgäste. 2018 waren 965,9 Millionen Menschen - also 2,6 Millionen Menschen täglich - mit den öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs. Die Jahreskartenbesitzer sind mittlerweile 822.000.

40.000 mehr Jahreskarten als im Vorjahr

"Wir machen den Wienerinnen und Wienern mit der 365 Euro-Jahreskarte ein unschlagbares Angebot, sie fahren damit täglich um nur einen Euro im best-ausgebauten Öffi-Netz", verkündete Öffi-Stadträtin Ulli Sima in einer Bilanzkonferenz an diesem Dienstag an und unterstreicht, dass rund 40.000 Menschen mehr als im Vorjahr die Jahreskarte nutzen.

Neue Klimaanlagen geplant, Neues Linienkreuz U2 und U5

2019 werden 435 Mio. € in die Wiener Öffis investiert: Neue Klimaanlagen für die U6-Züge, modernisierte Bus- und Straßenbahnflotte, neue Stationen und Gleisen stehen am Programm des neuen Jahres. "Das herausforderndste Projekt, das uns die nächsten Jahre über begleitet, ist aber sicherlich das neue Linienkreuz U2xU5", betont Wiener Linien Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Schwerpunkt Straßenbahn: Neue Linie 11 geht in Betrieb, Linie D wird verlängert

2019 liegt der Fokus auf Straßenbahnprojekten – mit dem Öffi-Paket werden Bim und Bus beschleunigt und ausgebaut. Mit der Linie 11 wird eine bessere Verbindung zwischen Simmering und Favoriten geschaffen. Neben dem 11er kehrt die Linie 71 nach Kaiserebersdorf zurück. Aktuell wird die Linie D um 1,1 Kilometer und zwei Stationen bis zur Absberggasse verlängert. Die Beschleunigung des 15A ist eine wichtige Maßnahme für das Öffi-Netz im Süden Wiens.

U2/U5-Linienkreuz ist im Entstehen

Seit dem Spatenstich am Matzleinsdorfer Platz im Oktober 2018 wird am Baufeld Triester Straße fleißig am Startschacht für die Tunnelbohrmaschine gearbeitet. Auch bei der Station Pilgramgasse, wo U4-Modernisierung und U2-Bau Hand in Hand gehen, wird weiter fleißig gebaut. Nachdem im Herbst 2018 eine fast 2.000 m2 große Arbeitsplattform über dem Wienfluss errichtet wurde, bleibt 2019 kein Stein mehr auf dem anderen. Mit Ausnahme des denkmalgeschützten Otto-Wagner-Aufganges wird die gesamte Station abgetragen und als Knotenstation von U2 und U4 neu errichtet.

Neue Fahrzeugflotte – Baustart für X-Wagen, 16 neue Flexity

Eine neue U-Bahn-Linie braucht natürlich auch neue Fahrzeuge: 2019 wird der erste Zug der neuen U-Bahn-Generation im Siemens-Werk in Simmering Gestalt annehmen. Noch im Frühjahr starten die Bauarbeiten am ersten Prototypen, damit der X-Wagen Mitte 2020 den Testbetrieb im Wiener U-Bahn-Netz aufnehmen kann. Bei den Straßenbahnen gibt es schon eine neue Generation, den Flexity: Bislang sind zwei Garnituren im Einsatz, bis Ende 2019 kommen 16 neue Flexity-Straßenbahnen dazu. Diese werden auf den Linien 67, 71 und 6 unterwegs sein.

Ab Frühjahr ist autonomer Bus mit Fahrgästen in der Seestadt unterwegs

Seit April 2018 wird bei den Wiener Linien einmal mehr Geschichte geschrieben. Ein breit aufgestelltes Projektkonsortium beschäftigt sich intensiv mit dem Zukunftsprojekt autonome Öffi-Busse. Die zwei elektrisch-betriebenen E-Busse starten im Frühjahr 2019 mit dem Fahrgasttestbetrieb auf einer rund zwei Kilometer langen Strecke rund um die U2-Station Seestadt. Mit Ende 2019 auch die Umstellung der Busflotte auf umweltfreundliche EURO-6 Mercedes Busse abgeschlossen. Heuer werden noch 12 Normalbusse, 33 Gelenkbusse und 19 XL-Busse geliefert.

U6-Maßnahmenpaket: Alle Züge werden klimatisiert

2018 wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf der U6 umgesetzt – Bodenmarkierungen sorgen für schnelleres Ein- und Aussteigen, Stationen und Fahrzeuge wurden modernisiert und die Sauberkeitsmaßnahmen verstärkt. 2019 rüsten die Wiener Linien step by step die alten U6-Züge mit Klimaanlagen nach, bis Ende 2020 sind dann auch die letzten U6-Züge klimatisiert. Bereits letzten Sommer wurden Lüftungskiemen und Sonnenschutzfolien an den alten Zügen angebracht, die für Abkühlung an heißen Tagen sorgen.

Essverbot auf allen U-Bahnlinien voller Erfolg

Nach dem erfolgreichen Start auf der U6 wurde auf Wunsch der Fahrgäste ab Mitte Jänner 2019 ein generelles Essverbot auf allen U-Bahn-Linien umgesetzt. "Uns geht es um ein Miteinander und um Rücksichtnahme in den Öffis. Das Essverbot sorgt dafür, dass sich die Fahrgäste wohler fühlen, die Züge sauberer sind und die Reinigungskosten sinken", so Sima. Eine Ausweitung des Essverbots auf die Straßenbahn sei derzeit jedoch nicht geplant.

Sicherheitsteam wird aufgestockt, Bodycams im Einsatz

Seit vergangenem Herbst sind alle 80 Sicherheitsdienstmitarbeiter mit Bodycams unterwegs. Die Kameras wirken präventiv und deeskalierend. Das Sicherheitsteam wird im Laufe des Jahres auf 120 MitarbeiterInnen aufgestockt. Auch die Videoüberwachung wird ausgebaut: Zu den bereits 13.000 Kameras in den Öffis, kommen 2019 noch einmal 600 in Fahrzeugen und Stationen hinzu.

Baustellen U4 und U6

Außerdem wird noch bis Ende Juni die U4-Station Roßauer Lände in Fahrtrichtung Heiligenstadt generalsaniert. In den Sommerferien wird die U4 zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz erneuert. Die Gumpendorfer Straße ist das letzte U6-Revitalisierungs-Projekt und wird Anfang Mai abgeschlossen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Free am 13.02.2019 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wiener Stadtwerke - Wiener Linien

    Man sollte der Tatsache ins Auge sehen, das heißt die Jahreskarte kostet 365 Euro und die Differenz auf den regulären Preis - pro Jahreskarte zahlt die Stadt Wien an die Wiener Linien. Auch geht sich mit den 966 Millionen Fahrgästen rechnerisch nicht aus. Wir nehmen die Energieferien, Schulferien im Sommer, Herbstferien und die Weihnachtsferien bzw. da ist ein Drittel weniger Fahrgäste in den Öffis. Außerdem finanziert der Steuerzahler (Subventionen) die Wiener Linien im großen Stil. Diese Stadträtin Ulli Sima und der Geschäftsführer Günter Steinbauer betreiben nichts anders als Schönfärberei!

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  • Vorstadtmama am 13.02.2019 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die 365 Euro-Jahreskarte

    ist wirklich unschlagbar. Da nehme ich gerne auch überfüllte Züge und Busse in Kauf und achte selbst auf meine Sicherheit. Nur das Einkaufen ist auf Grund von Platzmangel auf diese Weise nicht möglich. Deshalb shoppe ich seit neuestem gerne online...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Free am 13.02.2019 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wiener Stadtwerke - Wiener Linien

    Man sollte der Tatsache ins Auge sehen, das heißt die Jahreskarte kostet 365 Euro und die Differenz auf den regulären Preis - pro Jahreskarte zahlt die Stadt Wien an die Wiener Linien. Auch geht sich mit den 966 Millionen Fahrgästen rechnerisch nicht aus. Wir nehmen die Energieferien, Schulferien im Sommer, Herbstferien und die Weihnachtsferien bzw. da ist ein Drittel weniger Fahrgäste in den Öffis. Außerdem finanziert der Steuerzahler (Subventionen) die Wiener Linien im großen Stil. Diese Stadträtin Ulli Sima und der Geschäftsführer Günter Steinbauer betreiben nichts anders als Schönfärberei!

    • AndreaR am 14.02.2019 10:36 Report Diesen Beitrag melden

      @ free

      Natürlich kann mit dem Ticketpreis der Betrieb nicht finanziert werden. Das ist bei der Straße auch so. Öffentlicher Personenverkehr liegt im Interesse der Öffentlichkeit und muss von dieser finanziert werden!

    einklappen einklappen
  • Vorstadtmama am 13.02.2019 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die 365 Euro-Jahreskarte

    ist wirklich unschlagbar. Da nehme ich gerne auch überfüllte Züge und Busse in Kauf und achte selbst auf meine Sicherheit. Nur das Einkaufen ist auf Grund von Platzmangel auf diese Weise nicht möglich. Deshalb shoppe ich seit neuestem gerne online...