War er haftunfähig?

13. Juni 2019 14:21; Akt: 13.06.2019 15:55 Print

58-Jähriger stirbt in Wiener Schubhaft-Zelle

In der Nacht auf Mittwoch ist im Anhaltezentrum Rossauer Lände ein 58-jähriger Ungar in seiner Einzelzelle in Schubhaft gestorben. Die Diakonie fordert eine lückenlose Aufklärung.

Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände (Bild: Wikipedia/Clemens, CC BY-SA 3.0 at)

Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände (Bild: Wikipedia/Clemens, CC BY-SA 3.0 at)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Noch am Tag vor seinem Tode wurde der 58-Jährige von einem Mitarbeiter der Diakonie im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Rechtsberatung aufgesucht. Der Rechtsberater habe den Häftling in seinem Bett liegend in einem sehr schlechten Gesundheitszustand vorgefunden, so die Diakonie in einer Aussendung. Es habe deutliche Anzeichen einer Haftunfähigkeit gegeben.

Der Rechtsberater erkundigte sich sowohl beim Klienten als auch bei den Beamten des Polizeianhaltezentrums nach seiner ärztlichen Versorgung und vereinbarte mit ihm am kommenden Tag einen erneuten Beratungstermin. Als er ihn am nächsten Tag aufsuchen wollte, wurde ihm jedoch mitgeteilt, dass der Mann in der Früh tot in seiner Zelle aufgefunden worden war.

Die Diakonie Rechtsberatung hat eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft erstattet und erwartet nun eine unabhängige und lückenlose Aufklärung der Umstände dieses Todesfalles. Insbesondere ist eine Überprüfung notwendig, ob die Haftfähigkeit des Klienten gegeben war, als die Schubhaft verhängt wurde und während der Dauer der Haft.

Die Bilder des Tages
Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • franz der mutige am 13.06.2019 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    scheinheilige Politik

    die Diakonie fordert ,libe Diakonie für uns seit ihr die Hauptschuldigen das unser Gefängnisse überfüllt sind , ihr wollt uns immer mehr Menschen aufbürden für die wir aufkommen sollen aber ihr fordert, nehmen wir jetzt dann 500000 Irander auf und in 2 Jahren 500000 Russen und in 10 Jahren 1 Milliarde Chinesen beginnt endlich zu denekn und nicht immer zur fordern

  • Elfriede am 14.06.2019 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Diakonie

    Die "Diakonie" hat alles festgestellt und nichts getan, warum haben die nichts unternommen, wenn der wirklich so schlecht beieinander war wie sie heute in den Interviews sagen. Daher wenn da wirklich was rauskommen sollte, dann bitte auch den Mitarbeiter der Diakonie gleich auch anklagen!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Elfriede am 14.06.2019 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Diakonie

    Die "Diakonie" hat alles festgestellt und nichts getan, warum haben die nichts unternommen, wenn der wirklich so schlecht beieinander war wie sie heute in den Interviews sagen. Daher wenn da wirklich was rauskommen sollte, dann bitte auch den Mitarbeiter der Diakonie gleich auch anklagen!

  • franz der mutige am 13.06.2019 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    scheinheilige Politik

    die Diakonie fordert ,libe Diakonie für uns seit ihr die Hauptschuldigen das unser Gefängnisse überfüllt sind , ihr wollt uns immer mehr Menschen aufbürden für die wir aufkommen sollen aber ihr fordert, nehmen wir jetzt dann 500000 Irander auf und in 2 Jahren 500000 Russen und in 10 Jahren 1 Milliarde Chinesen beginnt endlich zu denekn und nicht immer zur fordern