Attacke in Donaustadt

25. Juli 2017 11:52; Akt: 25.07.2017 12:53 Print

Abschiebung: Journalistin mit Beißattacke auf Polizei

Eskalation einer Abschiebung: Montagfrüh wollten Beamte eine Familie aus Tschetschenien festnehmen. Eine anwesende Journalistin rastete dabei aus.

Die Journalistin wollte die Polizistin ins Bein beißen. (Bild: Ian Ehm/Symbolfoto)

Die Journalistin wollte die Polizistin ins Bein beißen. (Bild: Ian Ehm/Symbolfoto)

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Beamte der Abteilung Fremdenpolizei und Anhaltevollzug (AFA) wollten am Montag um 6.45 Uhr am Rennbahnweg (Donaustadt) einen Festnahme-Auftrag des Bundesamts für Fremdenwesen und Asylum durchführen.

Eine 34-Jährige, ein 38-Jähriger sowie deren sechs Kinder aus Tschetschenien sollten abgeschoben werden. Dabei eskalierte die Situation: Ines S., Journalistin einer österreichischen Zeitung, läutete mehrmals an der Wohnungstüre und klopfte heftig. Zuerst gab sie sich als Freundin der Familie aus und wollte die Abschiebung verhindern.

Journalistin beschimpfte Beamte

Weil dies keine Wirkung zeigte, wollte sich die 51-Jährige laut Polizei aufgrund der Tatsache, dass sie Journalistin ist, Zutritt verschaffen. Als auch dies nicht zum gewünschten Erfolg führte, beschimpfte sie die Polizisten lautstark, schrie herum, schlug um sich, ließ sich zu Boden fallen und versuchte, eine Beamtin ins Bein zu beißen. Diese wurde dabei leicht verletzt.

Auch der ebenfalls in der Wohnung anwesende Großvater (58), der von der Abschiebung selbst nicht betroffen war, verhielt gegenüber den Polizisten äußerst aggressiv. Ein Beamter wurde zu Boden gerissen und verletzt. Der 58-Jährige wurde vorläufig festgenommen und angezeigt. Die Journalistin wurde wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und mehrerer Verwaltungsdelikte angezeigt.

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(cz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fuhrinat am 25.07.2017 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Journalistin

    Die Polizei muss sich alles gefallen lassen, aber wenns mal eine Watschen austeilen sinds gleich suspendiert. Ich hoffe die Abschiebung war erfolgreich

  • zimbo am 25.07.2017 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ev. gleich mitabschieben

    Danke an die Polizei, bei gleichzeitiger Furcht vor der Justiz

  • Pawel Kowalcik am 25.07.2017 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    SchreiberlingIn

    Wenn sich so eine "Schreiberlingin" als Journalistin bezeichnet, ist das eine Beleidigung für den ganzen Berufsstand. Und das bei der ehemals so angesehenen "Wiener Zeitung". Übrigens, ist der "Kurier" eine Tagesausgabe des "Falters"? Kann mir das jemand beantworten?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Eaglehawk am 26.07.2017 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    ...keine Narrenfreiheit

    Weil sie Journalistin sei? Steht sie deshalb neben dem Gesetz? Und war grade zufällig in der Nähe ... ich hoffe die Dame fasst tüchtig was an Strafe aus ...

  • Thomas am 26.07.2017 03:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ein amüsierter Deutscher

    Als ich vorhin "Tschetschenien" als Suchbegriff bei Google eingab, da wollte ich ja eigentlich nur die neuesten Gerüchte über die angebliche Schwulenverfolgung dort lesen ... Stattdessen bot mir Google diesen Artikel an! Irgendwie wollen die Vertreter der selbsternannten "Vierten Macht" im Staate einfach nicht einsehen, dass ihnen durch die Pressefreiheit keinerlei Sonderrechte eingeräumt wurden. Vielleicht wird Österreich jetzt im Pressefreiheits-Index von "Reporter ohne Grenzen" um einige Plätze abstürzen!

  • Censorship am 25.07.2017 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    "Unabhängige" Journalisten halt..

    Darf ich raten, es handelt sich um den Standard, oder doch Falter? Kann man der "Dame" ihren Journalistenausweis abnehmen?

    • Antwort am 26.07.2017 13:00 Report Diesen Beitrag melden

      Weder noch ...

      ... und Journalist wird man nicht durch den Besitz eines "Journalistenausweises".

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  • Investigation am 25.07.2017 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Das Meiste

    kann man sich soundso denken und falls es eine Journalistin ist zieht sie Aggression der Berichterstattung vor.Übrigens gibt es massenhaft solche bzw. ähnliche Familiengrößen,die allen Steuerzahlern mächtig auf der Tasche liegen,wenig bis gar kein deutsch sprechen können,unverständlicherweise sozial,finanziell besser gestellt sind als das jobente Volk.Mit Parkpickerl,Mieterhöhungen,Steuerlawinen etc. wird man den Asylanten-Flüchtlingsboom auch nicht in den Griff bekommen,den Abschiebungen sind notwendig und haben ganz sicher reinigende Wirkung auf Steuerlast...

  • Michael am 25.07.2017 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant wäre,

    welche Zeitung solcherart aggressiven Leuten Unterschlupf gewährt.

    • na dann am 25.07.2017 18:19 Report Diesen Beitrag melden

      rätselhaft

      ich mutmaße mal - könnte es das schmetterlingsblattl sein ? nebstbei, woher wußte sie von der geplanten abschiebung ? es gilt natürlich die unschuldsvermutung !

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