Dialogwoche

15. Mai 2019 12:01; Akt: 15.05.2019 14:34 Print

Alkohol: Wie viel ist zu viel?

Von 20. bis 26. Mai findet die zweite "Dialogwoche Alkohol" statt. Die vielfältigen Veranstaltungen stehen im Zeichen Information, Prävention und Sensibilisierung.

Wieviel Alkohol ist zuviel? Diese Frage steht im Zentrum der 2. Dialogwoche Alkohol, die von 20. bis 26. Mai in ganz Österreich stattfindet. (Bild: iStock)

Wieviel Alkohol ist zuviel? Diese Frage steht im Zentrum der 2. Dialogwoche Alkohol, die von 20. bis 26. Mai in ganz Österreich stattfindet. (Bild: iStock)

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Laut dem "Handbuch Alkohol" des Gesundheitsministeriums trinken die Österreicher gerne und viel. Demnach trinkt jeder 7. Österreicher zuviel.

Ab wann zuviel, zuviel ist, steht im Zentrum der 2. "Dialogwoche Alkohol", die von 20. bis 26. Mai in ganz Österreich stattfindet. Auch in Wien finden dazu vielfältige Veranstaltungen statt, darunter Seminare, Büchertreffs und Info-Stände. So will die österreichweite Präventionskampagne sachlich über Alkohol informieren, sensibilisieren, zu Gesprächen anregen und dazu motivieren, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken.

Die Dialogwoche stellen Fragen, wie bzw. ab wann Alkoholkonsum zur gesundheitlichen Gefahr wird oder zu einem Suchtverhalten führt, in den Mittelpunkt. Die Initiative legt Wert darauf, den Alkoholkonsum nicht pauschal zu problematisieren, sondern riskante Konsummuster aufzuzeigen und die immer noch enormen Wissenslücken zum Thema Alkohol in der Gesellschaft zu schließen.

370.000 Österreicher gelten als alkoholkrank

Alkohol ist als Konsumgut und Genussmittel in Österreich weit verbreitet und beliebt. Gleichzeitig verursacht riskanter und problematischer Konsum Krankheiten, Unfälle und menschliches Leid. Laut der Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung gelten rund 370.000 Österreicherinnen und Österreicher (5 % der erwachsenen Bevölkerung) als alkoholkrank. Zudem konsumieren weitere neun Prozent Alkohol in einem gesundheitsgefährdenden Ausmaß.

In Summe sollen 14 Prozent der österreichischen Bevölkerung, das sind rund eine Million Menschen, Alkohol in einem problematischen Ausmaß konsumieren, heißt es bei der ARGE Suchtvorbeugung. Mit den Folgen ist nicht nur die jeweils betroffene Person, sondern auch ihr soziales Umfeld konfrontiert. Die Zwiespältigkeit zwischen Genuss und Gefahr prägt auch den Umgang mit dem Thema Alkohol, der immer noch von viel Unwissenheit, aber auch von Tabus geprägt ist.

Dialogwoche soll Schweigen brechen und aufklären

Mit der 2. Österreichischen Dialogwoche Alkohol von 20. bis 26. Mai 2019 wollen wir dieses Schweigen brechen. Dabei wird der Konsum von Alkohol weder verurteilt, noch werden die Folgen von übermäßigem Konsum verharmlost. Im Vordergrund steht das offene Gespräch – eine Woche lang, bei Veranstaltungen im ganzen Land- sowie Information darüber, welche Möglichkeiten es für jedeN einzelneN gibt, einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu fördern.

Im Zentrum der Dialogwoche stehen rund 200 verschiedene Veranstaltungen zum Thema Alkohol in allen Bundesländern, wie z.B. Vorträge und Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Präventionsworkshops, Kabarett-, Theater- und Filmvorführungen, Sprechstunden und Tage der offenen Türen in Beratungseinrichtungen oder Abendveranstaltungen.

Webseite bietet Überblick über Programm und Online-Tools

Zudem bietet eine Website umfassende und wissenswerte Fakten zum Thema Alkohol, Statements, einen Veranstaltungskalender mit Informationen zu den einzelnen Aktionen in den Bundesländern sowie hilfreiche Tipps, Online-Tools und Anregungen.

Initiatorin der Dialogwoche Alkohol ist die Österreichische ARGE Suchtvorbeugung – der Zusammenschluss aller neun Fachstellen für Suchtprävention in den Bundesländern – in Kooperation mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und der Gesundheit Österreich GmbH/Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich. Die Kampagne, die 2017 erstmals stattfand, wird alle zwei Jahre ausgerichtet und auch heuer wieder vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz gefördert.

Alle Informationen über die "Dialogwoche Alkohol" sowie Möglichkeiten der Teilnahme und Unterstützung finden Sie hier.

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(lok)

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