In WIen-Alsergrund

22. November 2017 05:46; Akt: 21.11.2017 18:47 Print

Althan Quartier: Start für Realisierungswettbewerb

Die Neugestaltung des Gebiets rund um den Franz-Josefs-Bahnhof wird seit vielen Jahren diskutiert. Nun kommt Bewegung in die Sache.

Das Areal um den Wiener Franz-Josefs-Bahnhof soll neugestaltet werden, nun startet der architektonische Realisierungswettbewerb für das Gebiet nördlich des Bahnhofs. (Bild: Wikipedia)

Das Areal um den Wiener Franz-Josefs-Bahnhof soll neugestaltet werden, nun startet der architektonische Realisierungswettbewerb für das Gebiet nördlich des Bahnhofs. (Bild: Wikipedia)

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Im März 2017 wurde das städtebauliche Leitbild für das Gebiet rund um den Franz-Josefs-Bahnhof einstimmig von der Wiener Stadtentwicklungskommission beschlossen. Dieses Leitbild bildet die grundlegende Strategie für die Entwicklung des gesamten Areals. Nun startet, darauf aufbauend, ein Architekten-Realisierungswettbewerb für den nördlichen Teil des Gebiets.

Einsichtnahme ab Donnerstag

Zeitgleich liegt der Entwurf zum neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan ab Donnerstag in den Räumen der Bezirksvorstehung Alsergrund in der Währinger Straße 43, 1. Stock zur öffentlichen Einsicht auf. Bis 11. Jänner können die Anrainer des Althan-Grätzls den Entwurf begutachten und gegebenenfalls eine schriftliche Stellungnahme an die Magistratsabteilung 21 schicken.

Zusätzlich bietet die Bezirksvorstehung lange Nachmittage im Bezirksamt an, um interessierte Anrainer über die geplanten Neuerungen zu informieren. Über Twitter kündigt die Alsergrunder Bezirksvorsteherin Martina Malyar folgende Termine an:

Freitag, 24. November 2017: 8-18 Uhr
Montag, 27. November 2017: 8-18 Uhr
Dienstag, 5. Dezember 2017: 16-19 Uhr (gemeinsam mit MA21)
Donnerstag, 14. Dezember 2017: 15-17.30 Uhr (gemeinsam mit MA21)
Dienstag, 19. Dezember 2017: 8-18 Uhr
Dienstag, 3. Januar 2018: 8-18 Uhr
Montag, 9. Januar 2018: 16-19 Uhr (mit MA21)

Lebendiges Grätzl als Ziel

Nach der Fertigstellung soll sich das Althan-Quartier als ein vielseitiges Stadtteilzentrum präsentieren, das sich harmonisch in die bestehende Struktur einfügt. Statt infrastruktureller „Monokultur“ soll es einen bunten Nutzungsmix aus Wohnen, Arbeiten, Sozialem, Gewerbe und Tourismus geben.

Die wichtigsten Punkte der städtebaulichen Leitlinien sind:
-das Durchbrechen der baulichen Barriere, die der Bahnhof und die angeschlossenen Bauten derzeit bilden

-die Errichtung eines rund einem Hektar großen, von allen Seiten zugänglichen Hochparks, der auf einer neun Meter hohen Platte den Bahnhof überspannt

-Schaffung neuer Querung- und Durchgangsmöglichkeiten sowie von zusätzlichen Grün- und Freiräumen

-Die Althanstraße soll als verkehrsberuhigter, urbaner Raum gestaltet werden, die Nordbergstraße ist als linearer Park geplant

-Der Kopfbau am Julius-Tandler-Platz soll generalsaniert und architektonisch renoviert werden

Architektonischer Realisierungswettbewerb

Die Architekturplanung für den nördlichen Teil des Areals – wo neue Gebäude entstehen – wird in einem offenen, anonymen, zweistufigen Verfahren vergeben. Die eingereichten Entwürfe werden nach ihren städtebaulichen, baukünstlerischen und funktionellen Qualitäten sowie nach den Kriterien Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit beurteilt. Ein Ergebnis ist für Ende April 2018 zu erwarten.

Dialog mit der Bevölkerung

Bei der Neugestaltung des Areals um Franz-Josefs-Bahnhofs setzt die Stadt auf Bürgerbeteiligung: In der Althanstraße 4 wurde ein Dialogbüro für das "Althan Quartier" eingerichtet, in dem sich interessierte Personen aus erster Hand informieren können. Das Büro ist montags von 17 bis 19 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Mit Karin Oppeker steht unter Tel. 0664/884 362 62 oder per E-Mail an ombudsfrau@althanquartier.at außerdem eine Ombudsfrau für Fragen und Anliegen zum "Althan Quartier" zur Verfügung.

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(lok)

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