Ab Sommer im Einsatz

05. April 2019 05:32; Akt: 04.04.2019 16:43 Print

Bim-Fahrer proben mit neuem Simulator Ernstfall

Jeden Tag sind 800.000 Wiener mit der Straßenbahn unterwegs. Damit diese auch sicher befördert werden, können zukünftige Fahrer nun an einem neuen Simulator üben.

Chef-Ausbilder Michael Kowarz hat alles fest im Griff. (Bild: Sabine Hertel)

Chef-Ausbilder Michael Kowarz hat alles fest im Griff. (Bild: Sabine Hertel)

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Bereits seit Anfang des Jahres steht der neue Straßenbahn-Simulator in der Hauptwerkstätte der Wiener Linien in Simmering. Derzeit wird das Gerät, das das Fahren eines ULF nachstellt, noch auf Herz und Nieren geprüft und die Ausbilder darauf eingeschult, ab Sommer wird es dann eingesetzt.

Die Bandbreite der insgesamt 55 Szenarien ist groß: Wie sich im "heute.at"-Test herausstellt, erfordert das Bedienen des Simulators höchste Konzentration. Neben Gas geben, bremsen und halten, müssen verschiedenste Signale beachtet werden.

Zusätzlich müssen mögliche "Störfaktoren" rechtzeitig erkannt werden: Fußgänger, die bei Rot über die Straße gehen, Radfahrer, Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei sowie Rettung oder herrenlose Hunde. Hinzu kommen rund 40 Fahrzeug-Störungen und unterschiedlichste Wetterlagen wie etwa Regen oder Schneefall.

Neuer Simulator auch für den Flexity

Auch Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SP) machte sich selbst ein Bild vom neuen Simulator und absolvierte gleich eine "Fahrt": "Es ist wirklich eine Herausforderung, bei Schlechtwetter, undisziplinierten anderen Verkehrsteilnehmern und Einsatzfahrzeugen, die in die Kreuzung einfahren, die Nerven zu bewahren."

Auch die Türen müssen geöffnet und geschlossen werden – dafür steht sogar eine echte ULF-Türe samt Signalgebung im Raum zur Verfügung. Neben dem ULF wird im Lauf des Jahres auch noch ein Simulator für den neuen Flexity geliefert (Kosten insgesamt: 1,5 Millionen Euro).

Schulungen für rund 180 neue Bim-Fahrer

Insgesamt sind im Jahr 2019 an beiden Geräten etwa 18 Schulungen mit je zehn Teilnehmern geplant. Eine Testfahrt dauert sieben bis 15 Minuten, danach geben die anderen Teilnehmer und der Ausbilder direktes Feedback. Zur Auswahl stehen derzeit zwei Strecken – die Ustrab-Linie entlang des Margaretengürtels und die Linie 1 entlang des Rings.

Derzeit gibt es rund 1.300 Straßenbahn-Fahrer, die Wiener Linien suchen aber dringend Verstärkung. Bewerber sollten mindestens 21 Jahre alt sein und eine körperliche Eignung (Führerschein-Tauglichkeit) besitzen. Wer Interesse hat: wienerlinien.at/karriere

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(cz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Berti Beiszer am 06.04.2019 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Simulator vermieten

    Die Wiener Linien sollten den Simulator an bestimmten Tagen gegen Bezahlung für Privatpersonen unter Aufsicht benutzbar machen . Oder auch wieder eine Woche lang das fahren mit einer echten Strassenbahn als Fahrer für Privatpersonen wie es vor einigen Jahren einmalig möglich war gegen Bezahlung von rd. 800 .

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Berti Beiszer am 06.04.2019 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Simulator vermieten

    Die Wiener Linien sollten den Simulator an bestimmten Tagen gegen Bezahlung für Privatpersonen unter Aufsicht benutzbar machen . Oder auch wieder eine Woche lang das fahren mit einer echten Strassenbahn als Fahrer für Privatpersonen wie es vor einigen Jahren einmalig möglich war gegen Bezahlung von rd. 800 .