Vorwürfe in Wien

15. März 2019 13:15; Akt: 15.03.2019 13:35 Print

Diplomat soll Frauen wie Sklavinnen gehalten haben

Ein in Wien lebender Diplomat und seine Frau sollen ihre Hausangestellten wie Leibeigene behandelt haben. Anklagen kann man ihn dafür nicht.

Symbolbild (Bild: picturedesk.com)

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Rund um die Uhr arbeiten, kaum Ruhepause, kein Gehalt, keine Bezahlung für Überstunden. Eine der zwei Frauen, die unter solchen Bedingungen gearbeitet haben soll, soll sogar einen Selbstmordversuch verübt haben.

Die "Kronen Zeitung" berichtet über schwere Vorwürfe, die gegen einen in Wien tätigen Diplomaten aus dem Nahen Osten erhoben werden. "Moderne Sklaverei" schrieb sie.

Dem Bericht zufolge sollen der Botschafter und seine Frau die beiden jungen Frauen in ihrer Residenz ausgebeutet haben. Auch von Psychoterror und Einschüchterungsversuchen durch das Botschafter-Ehepaar ist die Rede.

Diplomatische Immunität
Laut "Krone" ermittelte die Polizei zwar, aber eine Anklage ist durch die diplomatische Immunität nicht möglich. Man munkelt, dass der Botschafter bald von seinem Heimatland zurückgerufen wird.

Außenministerium forderte Stellungnahme
Dem Außenministerium sind die Vorwürfe ebenfalls bekannt: "Der betreffende Botschafter wurde mit den Vorwürfen konfrontiert und zur Stellungnahme aufgefordert", heißt es gegenüber der "APA".

Außerdem hat das Außenministerium die beiden Hausangestellten mit der Organisation LEFÖ in Kontakt gebracht, die Opfer des Menschenhandels berät.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Drakensang am 15.03.2019 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei erwiesener Schuld

    der Abberufung des Diplomaten zuvorkommen und ihm Ausweisen. Punkt.

  • pet1122 am 15.03.2019 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    kein Einzelfall

    man kennt solche Geschichten aus Saudi-Arabien

  • Fredl am 15.03.2019 17:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naher Osten

    Und warum sagt man uns nicht wer das war?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • WALTER W. am 15.03.2019 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Macht Siemens und Co

    Mit seinen langjährigen Mitarbeitern nicht so etwas Ähnliches ?

    • Dodo2340 am 16.03.2019 08:12 Report Diesen Beitrag melden

      Nein!

      Nein, im Gegenteil. Bin 20 Jahre in diesem Unternehmen und der Arbeitgeber kommt seiner Fürsorgepflicht weit über das gesetzlich vorgeschriebene Ausmaß nach

    • Franz H. am 16.03.2019 12:07 Report Diesen Beitrag melden

      Angeblich zu teure

      aber sachkundige Mitarbeiter wurden aus dem Unternehmen hinausgeekelt und durch billige weniger sachkundige aus dem Osten ersetzt. Ein Niedergang in etlichen Sparten (PC, Handy etc) war die logische Konsequenz. Auch mehrmaliges "Übersiedlungsgeld" für Standortverlegungen in Wien wird langfristig keine Konsolidierung bewirken. Und augenscheinlich "freundschaftliche Kontakte" können die Qualität der Produkte auch nicht auf Dauer verbessern (siehe verlorenen ULF Auftrag bei den Wiener Linien)

    • Censorship am 18.03.2019 13:39 Report Diesen Beitrag melden

      @WALTER W.

      Wohl kaum, als Reservat für unfähige AKP 2.0 (SPÖ) FunktionärINNEN.... Siemens ist wie eine Beamtenhochburg, auch die Arbeitseinstellung....

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  • pet1122 am 15.03.2019 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    kein Einzelfall

    man kennt solche Geschichten aus Saudi-Arabien

  • Drakensang am 15.03.2019 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei erwiesener Schuld

    der Abberufung des Diplomaten zuvorkommen und ihm Ausweisen. Punkt.

  • Fredl am 15.03.2019 17:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naher Osten

    Und warum sagt man uns nicht wer das war?

  • Kritischer Geist am 15.03.2019 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    politisch korrekt ...

    Im politisch korrekten Neusprech muss man natürlich darauf hinweisen, dass es völliger Zufall ist, dass der Diplomat aus dem Nahen Osten kommt. Es hätte sich genau so gut um einen Christen aus der Schweiz oder um einen Buddhisten aus Thailand handeln können ... ;-)

    • Dodo2340 am 16.03.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Einzelfall

      Ja, solche Fälle ereignen sich leider auch in anderen Kulgurkreisen. Meiner (Ex)Schwägerin ist ähnliches vor ca 25 Jahren in einer lateinamerikanischen Botschaft in Wien passiert. Pass einbehalten, Arbeit rund um die Uhr, minimale, unangemessene Bezahlung, nicht einmal krankenversichert. Das Außenamt wurde damals von meinem Bruder eingeschalten, sodass der Fall aktenkundig sein müsste.

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