Urteil zu milde

05. Oktober 2017 17:03; Akt: 05.10.2017 17:49 Print

Donauinsel-Sextäter: Berufung angemeldet

Nach dem Urteil zu 18 Monaten Haft (6 unbedingt) gegen Hammeedullah M. (18) hat die Anklage nun Berufung angemeldet.

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Hammeedullah M. (18) ist am Dienstag zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, davon sechs unbedingt. Der Afghane soll am diesjährigen Donauinselfest eine 21-jährige Erasmus-Studentin aus der Slowakei zuerst bedrängt und dann in ein Gebüsch gezerrt haben, ehe Polizisten dazwischen gingen. Die Anklage hat am Donnerstag Berufung angemeldet.

Der Grund: Die Schöffen befanden den jungen Mann der geschlechtlichen Nötigung schuldig, obwohl die Anklage es als versuchte Vergewaltigung sah. Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung sind angemeldet, man wolle das schriftliche Urteil abwarten und gegebenenfalls rechtlich dagegen vorgehen.

Angeklagter: War keine Vergewaltigung

Beim Gerichtsverfahren gab der Angeklagte zu Protokoll, dass er den Vorfall nicht als Vergewaltigungsversuch sieht. Es sei ein Missverständnis gewesen, er habe gedacht, dass das Opfer nur mit ihm spiele.

Die Version der Studentin widerspricht dieser Schilderung vollkommen. Wie Richter Norbert Gerstberger nach der unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführten Einvernahme per Videokonferenz zusammenfasste, habe sie ihm deutlich signalisiert, dass seine Avancen unerwünscht waren.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Frau am 05.10.2017 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Abschiebungen wären wichtiger

    Egal welches Urteil. Es wird an der Einstellung dieser Leute nichts ändern. Wenigstens einmal möchte ich hören "er wird abgeschoben" !

  • Justicia am 05.10.2017 23:34 Report Diesen Beitrag melden

    Hörige Justiz

    Erst wird ein Urteil erlassen. Dann gibt es massive Kritik in den Medien. Und plötzlich meldet die Staatsanwaltschaft Berufung an. Das wäre noch nachvollziehbar. Aber dass sich der Richter zu Wort meldet und im Nachhinein sein eigenes Urteil in Frage stellt, ist einmalig! Er meint, dass das Opfers die Tatnacht anders schilderte, als der Täter. Aber geh!? Da kommt er nach der Urteilsverkündung drauf?

  • Censorship am 06.10.2017 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Plötzlich ist Demokratie gut..

    Und plötzlich kennen primitive Steinzeitmenschen demokratische Rechte... Also genau DAS, was man ablehnt nützt man dann aus... Bitte schiebt ihn ab!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • RobinH am 11.10.2017 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    und wieder mal, bei uns in Bagdad...

    die erste Urteilsbegründung des Richters, war wohl auch eine "running gag". Sehr aktuell heut zu Tage, offensichtlich nicht nur bei sog.Politikern. Schickt den spielsüchtigen zurück in seine Heimat, dort hat man sicher sehr viel Verständnis für seine "Spielchen".

  • Censorship am 06.10.2017 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Plötzlich ist Demokratie gut..

    Und plötzlich kennen primitive Steinzeitmenschen demokratische Rechte... Also genau DAS, was man ablehnt nützt man dann aus... Bitte schiebt ihn ab!

  • Justicia am 05.10.2017 23:34 Report Diesen Beitrag melden

    Hörige Justiz

    Erst wird ein Urteil erlassen. Dann gibt es massive Kritik in den Medien. Und plötzlich meldet die Staatsanwaltschaft Berufung an. Das wäre noch nachvollziehbar. Aber dass sich der Richter zu Wort meldet und im Nachhinein sein eigenes Urteil in Frage stellt, ist einmalig! Er meint, dass das Opfers die Tatnacht anders schilderte, als der Täter. Aber geh!? Da kommt er nach der Urteilsverkündung drauf?

  • Frau am 05.10.2017 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Abschiebungen wären wichtiger

    Egal welches Urteil. Es wird an der Einstellung dieser Leute nichts ändern. Wenigstens einmal möchte ich hören "er wird abgeschoben" !