Frauen-Leichen in Floridsdorf

22. Mai 2019 16:36; Akt: 22.05.2019 17:18 Print

Jugendamt kannte Familie schon seit dem Jahr 2013

Die 45-jährige Mutter und ihre 18-jährigen Zwillingstöchter waren dem Jugendamt schon seit 2013 bekannt. Den letzten Kontakt gab es im März 2017.

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Dem Jugendamt war die Familie schon seit 2013 bekannt. Die 45-jährige dürfte massive Probleme gehabt haben, darum suchte sie Hilfe bei der MA 11. Unter anderem flüchtete sie mehrmals vor ihrem Partner ins Frauenhaus. "Spätestens im Dezember 2016 trennte sich die Frau", so Andrea Friemel, von der MA 11. Auch die Kinder meldete sie zwischenzeitlich von der Schule ab, was Besorgnis bei der MA 11 auslöste.

Abbruch des Kontakts mit dem Jugendamt

Im März 2017 erfolgte dann der letzte Kontakt mit dem Jugendamt. Die Alleinerzieherin wollte danach keine weitere Unterstützung mehr. Die MA 11 klärte zuvor ab, ob eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. "Aber wir konnten keine Gefährdung feststellen", so Friemel. Darum wurde die Betreuung durch die MA 11 eingestellt.

Rätselhafter Todesfall

Am Montag wurden die Mutter und ihre Töchter tot in einem Floridsdorfer Gemeindebau aufgefunden, nachdem die Polizei die Wohnungstür aufgebrochen hatte. Die drei Toten wiesen keine äußeren Verletzungsspuren auf. Zuvor hatten Nachbarn schon 14 Tage nichts mehr von der Familie gehört. Die Todesursache bleibt rätselhaft. Im Haus waren sie selbst den direkten Nachbarn nur flüchtig bekannt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michi am 22.05.2019 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    unsere Behörden.

    Eh erst seit 2013, in 6 Jahren hat man ja keine Zeit sich einen Fall genauer anzusehen. Aber da es wieder nur als Einzelfall abgestempelt wird ist es auch schon wieder egal

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  • Michi B am 22.05.2019 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Seit 2013 ist bekannt dass es dort Gewalt gibt, es wurde nichts getan? Ich schäme mich in einer Welt zu leben in der erst etwas schlimmes passieren muss damit endlich etwas unternommen.... man sollte sich mal überlegen welchen Leute man das Recht gibt Gesetze zu erlassen

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  • Shanda am 23.05.2019 00:16 Report Diesen Beitrag melden

    Angaben der Jugendschutzbehörde

    Drei Menschen sterben "nicht einfach so" vor allem nicht in diesem Alter. Eine Gefährdung des Kindeswohl hat offenbar schon stattgefunden ansonsten wären sie jetzt nicht alle tot. Wenn keine Gewalteinwirkung erkennbar war- sind sie entweder an einem Gift gestorben oder verhungert. Ich habe unlängst einen Bericht über Sonnenkinder gesehen. Da wird Menschen suggeriert, dass sie nichts essen und trinken brauchen um zu leben. Vlt. war die Mutter nicht ganz normal und hat das den beiden Mädchen auch suggeriert. Ich möchte gar nicht wissen was sich alles hinter geschlossenen Wänden abspielt.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gaga am 23.05.2019 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Symptom...

    ....sozialer Verwahrlosung in einer kaputten Gesellschaft.

  • Cane Corso am 23.05.2019 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Cane Corso

    Es ist eine Schande! Einige Meter weiter wird unnötig in den bereits mehr als toten Schlingermarkt investiert und ums Eck werden Personen, die Hilfe sozialer Natur (Betreuung) benötigen einfach "verhungern" lassen. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen!! Bezirkspolitiker machen auf wichtig und daneben "krepieren" Menschen!!

  • Kraxler am 23.05.2019 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fürsorge

    Und weida? Jugendamt ist mit Volljährigkeit draußen. Außerdem nicht für alles und jeden verantwortlich.

    • Michi B am 23.05.2019 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kraxler

      2013 waren sie aber noch Kinder.... da hätte längst was passieren müssen

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  • Tini am 23.05.2019 06:08 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Es konnte wieder einmal keine Gefährdung festgestellt werden. Da fragt man sich, wie das Jugendamt das abgeklärt hat und wieso es so weit kommen konnte, wenn die Familie dem Jugendamt doch bekannt war.

  • Shanda am 23.05.2019 00:16 Report Diesen Beitrag melden

    Angaben der Jugendschutzbehörde

    Drei Menschen sterben "nicht einfach so" vor allem nicht in diesem Alter. Eine Gefährdung des Kindeswohl hat offenbar schon stattgefunden ansonsten wären sie jetzt nicht alle tot. Wenn keine Gewalteinwirkung erkennbar war- sind sie entweder an einem Gift gestorben oder verhungert. Ich habe unlängst einen Bericht über Sonnenkinder gesehen. Da wird Menschen suggeriert, dass sie nichts essen und trinken brauchen um zu leben. Vlt. war die Mutter nicht ganz normal und hat das den beiden Mädchen auch suggeriert. Ich möchte gar nicht wissen was sich alles hinter geschlossenen Wänden abspielt.