Vier Jahre Haft

26. Juni 2018 17:56; Akt: 26.06.2018 17:56 Print

Dritter Raub mit 17: "Er ist einfach ein junger Trottel"

Urteile nach dem Donauzentrum-Raub: Insgesamt fassten die vier Angeklagten knapp 12 Jahre Haft aus. Nach seinem dritten Coup muss auch der 17-Jährige erstmals sitzen.

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Es wäre kein Wunder, würde Aris A. morgen im Häf’n mit steifem Genick aufwachen. Heute Nachmittag starrte er nämlich stundenlang peinlich betreten auf den Boden, als Staatsanwalt und Richterin an Wiener „Landl“ über seine Untaten referierten.

"Es war einfach nur dumm"

Konkret: Erster Raub mit 15; eine „Home Invasion“, bei der das Opfer ins Koma geprügelt wurde mit 16 und nun, mit 17, ein Maschinenpistolen-Überfall auf einen Handyshop. „Er ist einfach ein junger Trottel“, formulierte sein Anwalt erdig. Aris A. – er hatte das wortgewaltige Verteidiger-Duo Philipp Wolm und Werner Tomanek an der Seite – widerspricht nicht: „Es war einfach nur dumm, ja.“

Als ein Bekannter (26) im Feburar eben jene „dumme Idee“ zum Überfall hatte, ließen sich Aris A. und zwei Komplizen (17, 19) breitschlagen, mitzumachen.

"Hinter Gittern ist es nicht lustig"

Mit einer täuschend echt aussehenden Gas-Maschinenpistole stürmten sie in den Shop im Wiener Donauzenturm, zertrümmerten zwei Vitrinen und steckten sechs iPhones (Wert: 3.300 Euro) ein. Weil er seine Lehre fertig machen durfte, musste Aris A. – wie berichtet – bisher trotz zweier Vorstrafen keinen einzigen Tag ins Gefängnis. Seit er vor vier Monaten ausgeforscht wurde, sitzt er aber. Sein Fazit: „Hinter Gittern ist es nicht lustig.

Über zehn Jahre Haft für junge Räuber

Die Richterin will wissen: "Sagen’S mir bitte, wie das bei Ihnen weitergehen soll." Aris A.: "Ich hatte jetzt Zeit zum Nachdenken und werde versuchen mich zu ändern." d
Damit es diesmal nicht nur beim Versuch bleibt, bekommt er von Richterin Alexandra Skrdla vier weitere Jahre Zeit zum Nachdenken. Der Erstangeklagte (26), der sogar seinen eigenen Neffen (Urteil: 21 Monate Haft) muss sogar sechs Jahre ins Gefängnis. Jener 17-Jähriger, der dem Trio (widerwillig) die Gas-Maschinenpistole borgte und vor dem Handyshop Schmiere stand, fasste 30 Monate teilbedingt aus. Die Urteile sind allesamt noch nicht rechtskräftig. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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(coi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Exschüler am 26.06.2018 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Immer schon aggressiv

    Der Junge hatte schon 1000 Chancen: in der Schule vor drei Jahren ist er auch raus geflogen, weil er einen anderen geschlagen hat. Das einzige, was er konnte ist: Ich bin Albaner! schreien. Wer zahlt dem die Top Anwälte?

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  • Bert am 26.06.2018 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    A junger Trott`l

    Also meiner Meinung nach ist es schon ein Wahnsinn der Justiz das er nicht noch für die erste Straftat einsitzt.Der junge Trott`l ist ein Schwerstverbrecher.!!!

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  • Mkönig am 26.06.2018 18:39 Report Diesen Beitrag melden

    Fr

    Super Samthandschuhe zum Quadrat Wird nie arbeiten eine last für die Gesellschaft Wer zahlt die prominenten anwälte

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Egon am 27.06.2018 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Justizminister

    Wäre ich Justizminister, ich hatte nur zwei Möglichkeiten. Entweder nicht mehr ruhig schlafen oder zurücktreten.

    • VoxRationis am 03.07.2018 10:55 Report Diesen Beitrag melden

      Wärst du Justizminister,

      was hättest dann vor? Das Urteil "korrigieren"?

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  • Mkönig am 27.06.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Fr

    Super wer zahlt die nobelanwälteste der bleibt uns als sozialempfänger erhalten Da wünscht man sich amerikanischen rechrssprechung

    • VoxRationis am 03.07.2018 11:32 Report Diesen Beitrag melden

      Super System!

      Ewig lange sitzen wegen Nichtigkeiten mit Kosten von über 100 pro Tag, danach keine Perspektiven außer wieder Kriminalität.

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  • me18 am 27.06.2018 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Man findet keine Worte..

    Mich würde interessieren ob Tomanek ihn auch noch als "jungen Trottl" titulieren würde, wenn der sein Kind oder seine Frau ins Koma prügeln würde.....

  • gerhard sima am 27.06.2018 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    ein wahnsinn

    wieder einmal migrantenbonus bei der strafe. der liebe geläuterte aris ist ja schon seit jahren auffällig. ständig Schlägereien, aber eh nur wenn er mit seinen Kumpanen in der überzahl war, sonst hat er alles eingezogen und ist verschwunden. was machen solche leute in Österreich? hoffentlich kommt er in die richtige zelle, dort darf er dann seine stärke zeigen.

  • Max Mustermann am 27.06.2018 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Vierzehn Jahre wären noch zu wenig

    Was für eine schwachsinnige Justiz haben wir hier in Österreich. Vier Jahre (!) für einen Schwerstverbrecher. Selbst wenn die Richterin 10 Jahre dazu gegeben hätte, wäre ich mit dem Urteil noch immer nicht zufrieden.

    • Musterman Max am 28.06.2018 09:53 Report Diesen Beitrag melden

      4Jahre zu viel

      Er hat niemanden umgebracht, vier Jahre ist sogar übertrieben !!!!

    • T.S. am 28.06.2018 13:33 Report Diesen Beitrag melden

      Und???

      Soll man warten bis er einen tötet. Ich werde nie verstehen warum man die Prügelstrafe abgeschaft hat... Ich hoffe das erledigen die Mithäftlinge im Häfn. Immer feste drauf!

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