Unzählige Anzeigen und Vorstrafen

04. Mai 2016 14:15; Akt: 12.05.2016 03:40 Print

Eisenstangen-Mord: Haben die Behörden versagt?

Der mutmaßliche Mörder, der in der Nacht auf Mittwoch eine 54-jährige Putzfrau am Brunnenmarkt brutal erschlagen hat, war mehr als amtsbekannt. Zu seinen 18 Vorstrafen kommen unzählige Anzeigen von Anrainern, am Brunnenmarkt war der Mann mit der Eisenstange gefürchtet. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich nicht, wie die Polizei zuerst behauptete, um einen Asylwerber handeln. Er war legal eingereist und hatte sein Visum nach Ablauf nicht verlängert.

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Jener mutmaßliche Mörder, der in der Nacht auf Mittwoch eine 54-jährige Putzfrau am Brunnenmarkt brutal erschlagen hat, war mehr als amtsbekannt. Zu seinen 18 Vorstrafen kommen unzählige Anzeigen von Anrainern, am Brunnenmarkt war der Mann mit der Eisenstange gefürchtet. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich nicht, wie die Polizei zuerst behauptete, um einen Asylwerber handeln. Er war legal eingereist und hatte sein Visum nach Ablauf nicht verlängert.


Nach dem Schock über den schrecklichen worden sein, Anrainer zeigten den Mann mit der Eisenstange regelmäßig bei der Polizei an.

Das zeigt auch ein Tweet von ORF-Journalist Hanno Settele. Er habe Freunde, die am Brunnenmarkt leben, allein sie hätten den Verdächtigen bereits zwölf Mal wegen Aggression, Bedrohung und Vandalismus angezeigt.

 


Über einen Facebook-Eintrag von Falter-Chefredakteur Florian Klenk wird derzeit heißt diskutiert. Er berichtet von Schülern, die abends über den Brunnenmarkt müssen, und solche Angst haben, dass sie so schnell wie möglich durchrennen. Er fordert eine intelligente Reaktion der Stadt und stellt sich gegen die "Relativiererei mancher Bobos", da sonst ganze Grätzel zu "No-Go-Areas" werden  (das ganze Posting auf der nächsten Seite).

Sein Vorschlag, eine Task-Force aus Polizisten, Sozialarbeitern, Opferexperten, Vertretern der Zivilgesellschaft und Kriminologen zu bilden, dürfte auch Grünen-Politikerin Birgit Hebein gefallen. Diese fordert mehr Zivilbeamte an sozialen Brennpunkten (das ganze Posting auf Seite 2).

Sicherheitsgipfel gefordert

Die ÖVP-Wien fordert unverzüglich einen Sicherheitsgipfel mit allen relevanten Behörden, Frauenstadträtin Sandra Frauenberger will die Präventionsarbeit ausbauen. Der Ottakringer Bezirksvorsteher Franz Prokop zeigt sich in einer Aussendung "zutiefst erschüttert" und will 104 zusätzliche Polizisten für seinen Bezirk. Auch die FPÖ sieht das ähnlich.

Auf der nächsten Seite: Reaktionen von Florian Klenk und Birgit Hebein:

 

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