SMS und Surfen lenken ab

08. Februar 2017 03:07; Akt: 19.02.2017 03:43 Print

Eltern am Handy: Mehr Spielplatz-Unfälle!

Noch schnell eine SMS schreiben, während sich der Nachwuchs auf der Schaukel vergnügt: Immer mehr Eltern achten am Spielplatz mehr auf ihr Handy als auf ihr Kind. Das zeigt eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV), in deren Rahmen 400 Eltern-Kind-Paare beobachtet wurden.

 (Bild: Fotolia)

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Demnach sind 90 Prozent der Aufsichtspersonen am Spielplatz abgelenkt, am häufigsten durch Texting und Internetsurfen (42 Prozent), gefolgt von Gesprächen mit anderen Personen und Telefonieren. "Schon wenige Sekunden der Unachtsamkeit reichen aus, um einen drohenden Sturz von der Schaukel nicht rechtzeitig erkennen zu können", warnt KfV-Direktor Othmar Thann.

Auch die aktuellen Daten belegen den Negativ-Trend: Bei den unter Zehnjährigen hat sich die Zahl der Spielplatz-Unfälle in Wien von 1.000 im Jahr 2008 auf 2.500 im Jahr 2015 erhöht, ist damit um mehr als das Doppelte gestiegen. Bei den unter fünfjährigen Kindern hat sich diese Zahl österreichweit sogar beinahe verdreifacht.

Trotzdem fühlt sich laut Studie nur eines von fünf befragten Elternpaaren durch das Handy abgelenkt. Ein Drittel gab allerdings an, sich manchmal mehr auf das Smartphone als auf das Kind zu konzentrieren.

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