Wien-Favoriten

28. November 2018 12:04; Akt: 28.11.2018 12:40 Print

Erster Gemeindebau Neu feiert die Dachgleiche

Seit elf Monaten wird in der Fontanastraße an Wiens erstem Gemeindebau Neu gebaut. Im Herbst 2019 sollen die 120 Wohnungen übergeben werden.

Gleichenfeier für Gemeindebau Neu in der Fontanastrasse (Favoriten): v.l.n.r.: Bezirksvorsteher Marcus Franz, Direktorin Wiener Wohnen Karin Ramser, Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal, Lehrling Shala Valdrin und Gesiba-Generaldirektor Ewald Kirschner. (c) PID/Alexandra Kromus (Bild: zVg)

Gleichenfeier für Gemeindebau Neu in der Fontanastrasse (Favoriten): v.l.n.r.: Bezirksvorsteher Marcus Franz, Direktorin Wiener Wohnen Karin Ramser, Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal, Lehrling Shala Valdrin und Gesiba-Generaldirektor Ewald Kirschner. (c) PID/Alexandra Kromus (Bild: zVg)

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Rund 100 Jahre, nachdem der erste Gemeindebau in Wien errichtet wurde, werden die Mieter 2019 in den ersten Gemeindebau Neu einziehen können. Seit Dezember 2017 werden in der Fontanastraße 3 (Favoriten) auf dem Gelände der ehemaligen AUA-Zentrale nahe dem Kurpark Oberlaa 120 neue Gemeindewohnungen errichtet. Zur "Halbzeit" fand jetzt die Gleichenfeier für den "Barbara Prammer-Hof" statt.

"Als gebürtige Favoritnerin freut es mich ganz besonders, dass der erste Gemeindebau Neu hier in der Fontanastraße entsteht. Wo wir jetzt gemeinsam die Dachgleiche feiern, werden schon Ende nächsten Jahres die ersten Mieterinnen und Mieter in die 120 Gemeindewohnungen einziehen können. Mit der früheren Nationalratspräsidentin Barbara Prammer wird der Gemeindebau eine würdige Namenspatin erhalten", betonte Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ), die sich bei der Gleichenfeier gemeinsam mit Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ), Wiener-Wohnen-Direktorin Karin Ramser und WIGEBA-Direktor Ewald Kirschner vom Baufortschritt überzeugte.

"Bewohner profitieren von Favoritens Vorzügen"

Auf die neuen Bewohner freut sich auch der Bezirkschef: "Ich bin davon überzeugt, dass die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner des Gemeindebaus in der Fontanastraße von den vielen Vorzügen Favoritens profitieren werden. Der Kurpark Oberlaa und die Therme Wien sind zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar, außerdem gibt es eine Top-Anbindung durch die U1-Station-Oberlaa, die Favoritenstraße liegt weniger als zehn Fahrminuten entfernt", so Franz.

Gemeindebau mit viel Licht, Luft und Sonne

Der Gemeindebau in der Fontanastraße folgt dem Motto "Licht, Luft und Sonne". Damit sollen die Grundsätze des Wiener Gemeindebaus zeitgemäß fortgeführt werden. Die Wohnhausanlage besteht aus drei Baukörpern mit vier bis neun Geschoßen, die gleichzeitig auch den Rahmen für die drei Innenhöfe geben.

Die insgesamt 120 neuen Gemeindewohnungen verteilen sich auf 8.231 Quadratmetern Wohnnutzfläche und verfügen über einen Balkon oder eine Loggia. Knapp 90 Prozent der Wohnungen sind 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen, die über eine Wohnfläche von 37 bis 72 Quadratmeter verfügen. Die Gemeinschaftsterrassen und Innenhöfe werden verschiedene Nutzungskonzepte haben.

Auf dem angrenzenden Bauplatz entsteht eine Sammelgarage für den Gemeindebau Neu sowie für die geförderten Wohnungen des benachbarten Wohnprojekts. Insgesamt sind 78 Stellplätze vorgesehen.


(Video: Stadt Wien)

"Mit diesen 120 Gemeindewohnungen Neu setzen wir die bald 100-jährige Tradition des Wiener Gemeindebaus fort. Hier schaffen wir nicht nur neuen Wohnraum, sondern bauen an der Wiener Erfolgsgeschichte des Gemeindebaus weiter2, unterstreicht Wiener-Wohnen-Direktorin Karin Ramser die Bedeutung des Projektes.

Wohnbau erinnert an SP-Nationalratspräsidentin

Der erste Gemeindebau Neu wird nach der 2014 verstorbenen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer benannt. Barbara Prammer wurde am 11. Jänner 1954 in Ottnang am Hausruck (Oberösterreich) geboren. In den Jahren 1997 bis 2000 war sie Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Verbraucherschutz. In ihre Amtszeit fiel das erste Frauenvolksbegehren, das von ihr als Frauenministerin mitunterstützt wurde. 2006 wurde Prammer zur Präsidentin des Nationalrates gewählt. Mit ihr stand erstmals eine Frau an der Spitze des österreichischen Parlaments.

Weitere 4.000 Gemeindewohnungen in Vorbereitung

"Bis zum Jahr 2020 werden wir, wie angekündigt, an verschiedenen Standorten in ganz Wien rund 4.000 Gemeindewohnungen Neu auf Schiene bringen", betonte Gaal.

Neben dem Projekt Fontanastraße sind bereits auch die Projekte Handelskai (316 Wohnungen), Wildgarten (123 Wohnungen), Wolfganggasse (105 Wohnungen) und aspern Seestadt (75 Wohnungen) in Realisierung. Am Handelskai 214 finden schon die ersten Bauvorbereitungen statt, wie etwa das Umlegen der Fernwärmeleitungen, damit demnächst mit dem Abbruch der Garage begonnen werden kann. Nur ein paar Querstraßen entfernt, in der Engerthstraße 259, wurde eine Projektstudie beauftragt. Bis zu 110 Wohnungen samt Tiefgarage sollen hier errichtet werden.

Brutto-Miete pro Quadratmeter bei 7,50 Euro

Die Gemeindewohnungen Neu sollen den Wiener ein sicheres und qualitätsvolles Zuhause zu besonders günstigen Konditionen bieten, betont die Stadt. Die Brutto-Quadratmetermiete beträgt 7,50 Euro, Eigenmittel sind nicht notwendig. Die Mietverträge sind unbefristet, Kaution gibt es keine. Die Wohnungen stehen im Eigentum der WIGEBA – Wiener Gemeindewohnungs-Baugesellschaft und damit im Eigentum der Stadt Wien. An der WIGEBA sind zu 51 Prozent die in der Verwaltung von Wien Holding stehende GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- und Bau AG) und zu 49 Prozent Wiener Wohnen beteiligt. Vergeben werden die neuen Gemeindewohnungen zu 100 Prozent durch Wiener Wohnen.

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(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Free am 28.11.2018 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wiener Wohnen hat mehrere Strafverfahren

    Wiener Wohnen Bausanierungsmanagement und die Firma Heimbau untersteht der MA 62 der Landesregierung. Von 1. Bezirk bis 23. Bezirk Sockelsanierungen - die keine Sockelsanierungen sind, weil bereits Aufzüge vorhanden sind. Vor allem Baupfusch, Baubetrug und Förderungsbetrug - was anchvollziehbar ist. Gegen die Firma Heimbau laufen nach dem B-VG des StGB mehrere Strafenverfahren bzw. auch gegen Beamte von Wiener Wohnen der Stadt Wien. Auch die Schulden von 4 Mrd. Euro beim Wiener Wohnen - was der Stadtrechungshof und Rechnungshof aufgedeckt hat. Ist ein Fass ohne Boden!

  • Rorschach am 28.11.2018 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Dabei bleibts halt nicht

    Gibt schon eine Unterschriftensammlung gegen die Zubetonierung eines breiten Streifens des südlichen Kurparks. Das ist also die "Nachverdichtung"! Abzwacken von Erholungsgebieten. Vor der U1-Verlängerung war nur die Rede, dass "endlich die vielen Bewohner" der Gegend an das Stadtzentrum angebunden werden. Gefragt wurden sie halt nicht bindend. Nachher waren es aber dann wohl doch zuwenig, um die Ubahn auszulasten.

  • Doch soists am 30.11.2018 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja

    Warum gehören sie nicht ganz Wiener Wohnen? Damit noch mehr Verwaltung dabei ist und noch extra daran verdient wird? - Und, warum neue Parkplatznot schaffen?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Doch soists am 30.11.2018 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja

    Warum gehören sie nicht ganz Wiener Wohnen? Damit noch mehr Verwaltung dabei ist und noch extra daran verdient wird? - Und, warum neue Parkplatznot schaffen?

  • Gikosch am 28.11.2018 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Scherz

    78 Garagenplätze für so viele Wohnungen? Brauchen viele ein Parkpickerl

  • Free am 28.11.2018 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wiener Wohnen hat mehrere Strafverfahren

    Wiener Wohnen Bausanierungsmanagement und die Firma Heimbau untersteht der MA 62 der Landesregierung. Von 1. Bezirk bis 23. Bezirk Sockelsanierungen - die keine Sockelsanierungen sind, weil bereits Aufzüge vorhanden sind. Vor allem Baupfusch, Baubetrug und Förderungsbetrug - was anchvollziehbar ist. Gegen die Firma Heimbau laufen nach dem B-VG des StGB mehrere Strafenverfahren bzw. auch gegen Beamte von Wiener Wohnen der Stadt Wien. Auch die Schulden von 4 Mrd. Euro beim Wiener Wohnen - was der Stadtrechungshof und Rechnungshof aufgedeckt hat. Ist ein Fass ohne Boden!

  • Rorschach am 28.11.2018 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Dabei bleibts halt nicht

    Gibt schon eine Unterschriftensammlung gegen die Zubetonierung eines breiten Streifens des südlichen Kurparks. Das ist also die "Nachverdichtung"! Abzwacken von Erholungsgebieten. Vor der U1-Verlängerung war nur die Rede, dass "endlich die vielen Bewohner" der Gegend an das Stadtzentrum angebunden werden. Gefragt wurden sie halt nicht bindend. Nachher waren es aber dann wohl doch zuwenig, um die Ubahn auszulasten.

  • Genauso am 28.11.2018 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    mal gucken

    Bin schon neugierig auf die Namen der neuen Mieter, Freundschaft

    • Rorschach am 28.11.2018 13:26 Report Diesen Beitrag melden

      Mal "gucken"?

      Vielleicht auch deutsche Zuwanderer? "Schau ma mal"...

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