Bluttat in Wien-Meidling

16. Februar 2019 12:02; Akt: 16.02.2019 12:32 Print

Frau nach Kopfschuss auf offener Straße verstorben

Die 48-Jährige, der von ihrem Ex in den Kopf geschossen worden sein soll, verstarb in der Nacht auf Samstag im Krankenhaus.

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Tiefe Trauer um Violeta J.: Ihr Ex-Partner Zelko B. soll sie vor ihrem Arbeitsplatz in Meidling erschossen haben. Ein Bosnier (52) schneite im Meidlinger "Café Rebeca" vorbei, orderte bei seiner Ex-Partnerin ein Getränk und wirkte - so Stammgäste - zur Abwechslung einmal friedlich. Wie gewohnt dauerte die Schicht der serbischstämmigen Kellnerin bis 21.00 Uhr. Sie wollte sich danach im wenige Meter entfernten "Café Zero" noch ein Bier holen. Als sie sich auf den Weg machte, verfolgte Zelko B. seine Ex-Partnerin. Um circa 21.20 Uhr dürfte die Situation dann fürchterlich eskaliert sein: Zelko B. soll völlig überraschend eine Pistole gezogen und Violeta J. einmal gezielt in den Kopf geschossen haben. Die Frau brach blutüberströmt mitten auf der Straße zusammen. Der Mann versuchte sich danach selbst zu richten, feuerte sich eine Kugel in den Kopf. Zeugen holten Hilfe, die Wiener Berufsrettung brachte die Schwerverletzte ins UKH-Meidling, wo sie notoperiert wurde. Doch auch die Kunst der Ärzte konnte sie nicht mehr retten: Etwas mehr als zwei Stunden nach der Bluttat verlor sie den Kampf um ihr Leben - dies erfuhr "Heute" in der Nacht zum Mittwoch. Der mutmaßliche Täter - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - rang weniger Kilometer entfernt im AKH mit dem Tod. Auch seine Prognose war düster. Die Kripo ermittelte in der Zwischenzeit am Tatort bereits auf Hochtouren. "Ersten Informationen zufolge dürfte es sich um eine Beziehungstat handeln. Der Verdächtige hatte eine kleine Pistole bei sich", sagte Pressesprecher Paul Eidenberger gegenüber "Heute".

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Am Dienstagabend kam es in der Herthagasse in Wien-Meidling zu einem Streit zwischen einem 53-jährigen Bosnier und seiner 48-jährigen Ex. Nach einer verbalen Auseinandersetzung soll der Mann eine Waffe gezogen und der Frau in den Kopf geschossen haben. Im Anschluss richtete er die Waffe gegen sich selbst.

Der Bosnier verstarb noch in der Nacht auf Mittwoch im Krankenhaus. Die 48-Jährige lag bis zuletzt im Koma. In der Nacht auf Samstag verstarb sie schließlich.

Polizei geht von Beziehungstat aus

Der Verdächtige hatte die Waffe illegal besessen und geführt. Beide Personen befanden sich unmittelbar vor der Tat in einem dem Tatort nahe gelegenen Café

Laut Zeugen verließ die Frau nach einem Streit das Lokal. Der 53-Jährige folgte ihr und feuerte dann die Schüsse ab. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. Opfer und Tatverdächtiger waren, so Aussagen, seit Jahren liiert.

Frauenmorde steigen

Die 48-Jährige ist bereits die achte Frau, die dieses Jahr in Österreich gewaltsam aus dem Leben gerissen wird. Im Schnitt jeden vierten Tag (!) mussten die Ermittler 2019 zu einem Gewaltverbrechen ausrücken.

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zimbo am 16.02.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wer Kickl blockiert,

    nimmt weitere Morde gern in Kauf.Aber jeder wählt die Partei, die ihre Interessen vertritt.

  • Tanja am 16.02.2019 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angst

    Richtig schlimm was sich in Wien alles abspielt. Da hat man wirklich Angst um sein Leben wenn man auf die Straße geht. Ein Mord nach den andern.

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  • PeterKarl am 16.02.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig..

    Aber lt. Statistik soll der nächste Mord schon anstehen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Elisabeth am 16.02.2019 23:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe in Frieden

    Es war eine Erlösung für sie und den Steuerzahler, der für die Dauerfolgen aufkommen hätte müssen.

    • Daniel am 17.02.2019 00:30 Report Diesen Beitrag melden

      Steuern

      Kannst heute schön schlafen! Keine Steuern.

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  • Seppi am 16.02.2019 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    Andere Sitten

    Früher sagte man andere Länder, andere Sitten. Heute gilt leider ein Land, viele andere Sitten

  • RobinH am 16.02.2019 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    @Herr Ewald

    Egal was auch immer für Verbrechen passieren, es muss korrekt darüber berichtet werden! Klingt ja gleich viel besser: Die auf offener Straße in den Kopf Geschossene, ist nunmehr in der (nicht, auf der) Intensiv-Station verstorben. Unser Aller Beileid!

  • Ewald am 16.02.2019 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Verwirrende Headline

    Auf offener Strasse verstorben? Dachte, die wäre auf einer Intensivstation gelegen?

  • Kopfschütteln am 16.02.2019 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kopfschuss

    wo ist denn jetzt unser Präsident - er versteckt sich und meldet sich nichtmal zu Wort. Aber wenn der Herr Innenminister gegen all die kriminellen etwas unternehmen möchte dann kommt VdB und ermahnt die neue Regierung. Das ist doch alles lachhaft, wie viel muss denn noch passieren das mal die restliche Bevölkerung nachdenkt. Warum haben wir den unsere Grenzen geöffnet? Damit schön brav alle zu uns kommen und sich aufführen wie in deren Heimat.

    • Geri am 16.02.2019 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kopfschütteln

      Solange keinen Familienmitglied der Großkopferten etwas passiert wird sich nichts ändern !

    • Daniel am 17.02.2019 00:37 Report Diesen Beitrag melden

      Yu

      Schon nachgedacht... Bosnier, Serbin... Ex-Yu... Seit einer Ewigkeit in Ö. Sind keine Flüchtlinge... Und im Übrigen. Gibt es Eifersuchtsmorde nicht in der österreichischen Kultur?

    • Mila am 17.02.2019 07:20 Report Diesen Beitrag melden

      naja

      @Geri Naja, die Großkopferten geben sich mit solchen Leuten nicht ab, deshalb ist die Chance gering, dass da etwas passiert. Wobei - auch wenns hier keiner glauben mag - auch waschechte Österreicher schon ihre (ex)Frauen ermordet haben.

    • nicht meiner am 17.02.2019 14:04 Report Diesen Beitrag melden

      wo ist denn jetzt unser Präsident

      im Raucherkammerl seiner teuren Residenz, wo er von seiner erzgrünen Ehefrau instruiert wird, an wen er seinen Senft ablassen soll ! Die Beiden stören solche Morde nicht, solange niemand aus deren eigenen Reihe sein Leben frühzeitig verliert. Selbst das ehemalige Flüchtlinge längst gar nicht mehr in unserem Land sein dürften weil dort Ruhe ist, stört die nicht ....

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