Neo-Bürgermeister Ludwig

26. Mai 2018 15:07; Akt: 26.05.2018 15:07 Print

Ganz Wien soll sich an "Hausordnung" halten

Der neue Stadtchef Michael Ludwig will für die gesamte Stadt eine Art "Hausordnung" erlassen. Was steckt dahinter?

Wiens neuer Bürgermeister, Michael Ludwig. (Bild: heute.at)

Wiens neuer Bürgermeister, Michael Ludwig. (Bild: heute.at)

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"Ich finde es sollte im Zusammenleben immer Spielregeln geben. Und es ist notwendig Spielregeln einzuhalten und darauf zu achten, dass sich alle Beteiligten an diesen Spielregeln orientieren. Mir ist es wichtig eine Hausordnung für die ganze Stadt durchzusetzen", sagt der Neo-Bürgermeister Michael Ludwig im Radiosender "Ö1".

Erstes Beispiel dafür ist das von ihm angeordnete Alkoholverbot am Praterstern. Er handle nach dem Prinzip: "Wenn ich mich entscheiden muss zwischen einer Gruppe von aggressiven Alkoholikern und Frauen, die sich nicht sicher fühlen, dann weiß ich für wen mein Herz schlägt."

Mehr "Wien-Bonus"
Außerdem will Ludwig den bestehenden "Wien-Bonus", der in Wien geborene Menschen bei der Vergabe von geförderten Wohnungen bevorzugt (oder schon vor längerer Zeit zugewandert sind), auf andere Bereiche ausweiten. Er kann sich vorstellen, auch Firmen zu bevorzugen, die in der Ostregion tätig sind. Weiters sollen sich auch mehr internationale Organisationen nach Wien holen.

Keine "Schikane" für Autofahrer
In Sachen Verkehr will Ludwig ökologisch nachhaltiger werden, das ist auch ganz im Sinne des grünen Koalitionspartners. "Anreize" sollen den Umstieg vom Individualverkehr auf öffentliche Verkehrsmittel dabei anheizen. Von einer "Schikane" der Autofahrer hält Ludwig nichts.

FPÖ ist weiterhin Out
Auch zu möglichen Koalitionsvarianten wurde Ludwig befragt. Die FPÖ schließt Ludwig weiterhin aus, da man bei Grundsatzfragen weit auseinanderliege. Sicherheit will er dabei nicht als rechtes oder linkes Thema sehen, sie sei für alle Menschen wichtig: "Es gibt eine klare Beschlusslage der SPÖ Wien, dass es keine Koalition mit der FPÖ gibt, weil es eben inhaltlich starke Unterschiede gibt", so Ludwig.

Vorschläge, die von der FPÖ kommen, wischt er deshalb aber nicht kategorisch vom Tisch. Es könne durchaus welche geben, die man ernsthaft prüfe.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stephanie Frewert am 26.05.2018 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    viel Spaß beim drucken der Hausordnung in 78 Sprachen..

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  • Batman am 26.05.2018 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Regeln

    Das funktioniert ja nicht mal im Gemeindebau. Da hält sich auch keiner dran.

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  • Silke am 26.05.2018 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Die Hausordnung wird aber

    von denen bestimmt, die das Sagen haben.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Erwin Roland am 30.05.2018 02:19 Report Diesen Beitrag melden

    Geh bitte ...!

    Na seit wann müssen wir den auf die Hausordnung pochen? Sind die Schützlinge der SPÖ Wien doch nicht so tolle und integrierbar?! Wer hat den die Gemeindebauten mit asozialen Elementen durchsetzt, damit der arbeitende Mieter auch immer wieder daran erionnert wird, wen er da mit seinen Abgaben und Steuern erhält.

  • krtecek am 27.05.2018 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    vergabesystem

    Die Frage ist, was muss die SPÖ an sich ändern um als Koalitionspartner für andere akzeptierbar zu sein !!! Es ist höchste Zeit die Kellerleichen im Rathaus ans Tageslicht zu befördern und die Korruption im Vergabesystem abzustellen !!

  • marga rine am 27.05.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Alles in Ordnung bzw Hausordnung!

    Das einzige Beispiel für die Hausordnung ist das Alkoholverbot am Praterstern. Eine wien-umfassende Maßnahme!

  • Wiener1966 am 27.05.2018 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wien - was tun?

    Eine Hausordnung - dann wird alles gut, die einen werden die Drogen nicht mehr verkaufen, die anderen nicht schon ihre Kinder mit Messern auf die Straße schicken. Alles wird wieder gut? Das wäre ja so schön - ist aber unwirklich wie der Weihnachtsmann. Hr. Ludwig sollte sich in den Bezirken umhören...und dann gleich erkennen - woran es liegt - Parallelgesellschaften, Überfremdung und Resignation der "Eingeborenen". Eine Verschärfung des Fremdenrechts und radikale Aktionen gegen Straffällige mit sofortiger Abschiebung (inkl. Familie) wäre mal ein Ansatz.

  • murksi am 27.05.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Echt lustig

    Haben die Wiener jetzt wieder so einen lustigen Bürgermeister..Eine Hausordnung für ganz Wien? Da kommen mir schon wieder die Tränen vor lachen...Viel Spass noch mit dem Neuen!