Martyrium für deutsche Lehrerin

20. Februar 2017 13:47; Akt: 03.03.2017 03:42 Print

Massenvergewaltigung: 9 Iraker vor Wiener Gericht

Am Dienstag beginnt der spektakuläre Prozess gegen neun Iraker, denen vorgeworfen wird, zu Silvester 2015/16 in Wien eine junge Lehrerin verschleppt und dann stundenlang vergewaltigt zu haben. Das Opfer ist seitdem schwer traumatisiert. Den Tätern drohen bis zu 15 Jahre Haft.

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Heute beginnt der spektakuläre Prozess gegen neun Iraker, denen vorgeworfen wird, zu Silvester 2015/16 in Wien eine junge Lehrerin verschleppt und dann stundenlang vergewaltigt zu haben. Das Opfer ist seitdem schwer traumatisiert. Den Tätern drohen bis zu 15 Jahre Haft.


Schauplatz des grauenhaften Martyriums für die deutsche Pädagogin Sabine K. (Name von der Red. geändert) war in jener Silvesternacht eine Wohnung in Wien-Leopoldstadt.

Die 29-Jährige war damals nach Wien gekommen, um gemeinsam mit einer hier lebenden Freundin den Jahreswechsel in Wien zu verbringen. Die beiden tranken in der Innenstadt Alkohol und kehrten dann gegen 2 Uhr Früh in einem Lokal im "Bermuda-Dreieck" ein, um sich dort aufzuwärmen. Die Lehrerin lernte dort Männer kennen, die sie zu Hochprozentigem einluden.

Spuren den Verdächtigen zugeordnet

Gegen 4 Uhr Früh soll sie sich vor die Türe des Lokals geschleppt haben, weil ihr plötzlich übel wurde. Daraufhin schleppten sie vier Iraker in die Wohnung in der Nähe des Praters, wo das Martyrium für die Lehrerin begann. Mehrere männliche Familienmitglieder sollen bereits auf das Opfer gewartet haben, die weiblichen Angehörigen wurden aus der Wohnung ausquartiert, damit die Männer bei ihrer grausamen Tat ungestört sein konnten, so der Staatsanwalt.

Die Männer - zwischen 23 und 47 Jahre alt - entkleideten die junge Frau in einem Raum, in dem sechs Betten standen, legten sie auf ein Schlafsofa und vergingen sich abwechselnd an ihr, manche von ihnen mehrfach. Später wurden Sperma- und DNA-Spuren gefunden, die den Männern zugeordnet werden konnten. Immer wieder versuchte die verzweifelte Frau, sich zu wehren - vergebens. Nach der Gruppenvergewaltigung machten die Männer Selfies mit ihrem Opfer, bekleideten sie wieder, und setzten die verstörte Deutsche bei einer nahe liegenden Straßenbahnstation aus.

Passanten, die auf die junge Lehrerin aufmerksam wurden, brachten sie zur Polizei, ihre Peiniger konnten via Ortungs-App ausfindig gemacht werden. Die Männer kamen in U-Haft. Die Frau wird beim Prozess nicht anwesend sein, ihre kontradiktorische Einvernahme fand bereits im Oktober 2016 statt.

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