Während U-Bahnbau:

10. September 2018 06:00; Akt: 09.09.2018 16:43 Print

Mickel will Gratis-Jahreskarte für Anrainer

Weil die Anrainer durch den Ausbau der U-Bahn belastet würden, fordert die Josefstädter Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert für sie eine Kompensation.

Weil die Josefstädter etwa durch Lärm oder den Wegfall von Parkplätzen stark belastet würden, fordert Bezirkschefin Veronika Mickel-Göttfert nun eine Kompensation. (c) Rudolf Laresser/WIener Linien, Raimund Appel (Bild: zVg)

Weil die Josefstädter etwa durch Lärm oder den Wegfall von Parkplätzen stark belastet würden, fordert Bezirkschefin Veronika Mickel-Göttfert nun eine Kompensation. (c) Rudolf Laresser/WIener Linien, Raimund Appel (Bild: zVg)

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Noch heuer soll mit dem Ausbau des Wiener U-Bahnnetzes begonnen werden. Wie berichtet soll in der ersten Ausbaustufe die U2 ab dem Rathaus verlängert, sowie mit dem Bau des ersten Teilstücks der U5 zum Frankhplatz/Altes AKH (beides Alsergrund) begonnen werden.

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Die Bauarbeiten würden für die Bewohner durch Lärm, Nachtarbeiten und den Verlust von Parkplätzen eine besondere Belastung darstellen, betont die Bezirksvorsteher der Josefstadt Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP). "Die Josefstädterinnen und Josefstädter haben schon einen sehr intensiven Baustellensommer hinter sich. Viele Projekte mussten fertig gestellt werden, damit nun der U-Bahnbau starten kann. Dazu kamen Vorarbeiten für den Ausbau selbst, wie zum Beispiel die Verlegung von Strom-, Gas- oder Telefonleitungen von der Zweierlinie in die Seitengassen", so die Bezirkschefin.

Parkpickerl für Autofahrer, Jahreskarte für Öffi-Nutzer

Daher habe man überlegt, wie man den Anrainern Angebote zur Kompensation machen könne, erklärt Mickel-Göttfert im Gespräch mit "Heute". Konkret schwebt Mickel-Göttfert ein Ersatz der Kosten für das Parkpickerl oder, für jene, die kein Auto besitzen, eine gratis Jahreskarte für die Öffis vor.

Das Angebot soll für Anrainer im "unteren Drittel der Josefstadt" gelten, die direkt vom U-Bahnbau oder deren Auswirkungen betroffen sind. "Ich kann mir da einen Radius bis zur Lange Gasse oder der Piaristengasse vorstellen", betonte die Politikerin. Genaue Dauer will Mickel-Göttfert keine nennen, die Kompensation solle aber jedenfalls solange gelten, wie "die Beeinträchtigungen anhalten".

Antrag an Stadt übermittelt

Ein entsprechender Antrag sei im Bezirksparlament auf große Unterstützung gestoßen, nun sei die Stadt am Wort. "Ich hoffe, dass die Stadt und Finanzstadtrat Peter Hanke hier ein Herz für die Anrainer haben. Und verglichen mit dem Kosten für den eigentlichen U-Bahnbau seien die Kompensationszahlungen ein Klacks".

"Ich denke, das wäre ein wichtiges Zeichen der Stadt und der Wiener Linien, wenn man hier den Anrainern ein bisschen entgegenkommt", so die Bezirkschefin.

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(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ehklar am 10.09.2018 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Die Bezirkskaiser fordern immer auf Regimentsunkosten und wollen dann als große Gönner dastehen. Vielleicht noch einen teilweisen Mietkostenersatz weil die Wohnungen im 8th ein bissl teurer sind und Gerechtigkeit ja so wichtig ist?

  • Angel66 am 10.09.2018 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Naja dannn....

    Ich wohne im 10.(Favoriten)... ich habe eine Lärmbelästigung durch die Tangente, den U-Bahnbau der U5, Belästigung durch Schienenbau des 6er Absberggasse...Belästigungen vieler Fahrgäste im 6er, Lärmbelästigung durch vieler Mitbewohner im Gemeindebau,da diese jetzt vom 9wöchigen Orienturlaub zurückkamen..und bis 23h am Abend quietschen und streiteten...ich hätte gerne ein Auto, Mietpreissenkung um 50%, und eine 10jährige Gratisration Milkaschokolade, sowie eine 30jährige Gratisration Zigaretten um mich zu beruhigen!

  • Eisi am 10.09.2018 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    dann fordere ich

    eine Gratisvingnette da eine Autobahnauffahrt in meiner Wohngegend ist.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Tomas am 10.09.2018 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Legen sie sich auf die Couch

    Ich würde empfehlen, dass diese Frau einen Psychiater aufsucht bzw. die Nebenwirkungen eingenommener Tabletten durchliest.

  • Maverick am 10.09.2018 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Partei?

    Die Doppelnamigen sind seit jeher sehr mit Vorsicht zu genießen. Ich glaube aber, die ist in der falschen Partei. Die könnte sich um die Nachfolge der Mizzi bewerben mit solchen Schnapsideen.

  • Wolfgang Winkler am 10.09.2018 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    würde sagen Frau Mikl vor den Vorhang bitte- das wäre eine allumfassende Entscheidung und der Ausbau einer solchen Überlegung wäre erstrebenswert

  • Eisi am 10.09.2018 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    dann fordere ich

    eine Gratisvingnette da eine Autobahnauffahrt in meiner Wohngegend ist.

  • kopecky am 10.09.2018 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    parkplätze

    Frau Mikel sollte sich lieber fragen weshalb es im 8 kaum mehr Parkplätze für Handwerker gibt. Fahrradparkplätze,Wohnstrassen, Gastgärten und Anrainerparkplätze Explodieren. Am Alsergrund ist alles frei. Betriebe haben Null Mitsprache, ist ja auch nicht notwendig sich über jene Gedanken zu machen die das Steuertopferl brav füllen solange die Bobos nicht in ihrer Traumwelt angekommen sind. Nicht das ich eine Lösung hätte der 8 ist klein aber Handwerker und Grünflächen werden einfach nicht erwähnt und finden sich in keinem Gespräch. Was ist mit dem ehemaligen Finanzamt als Grünfläche?