Verfassungsschutz

30. November 2018 09:37; Akt: 30.11.2018 10:15 Print

Angst vor "Blutrache" bei Hadishat-Prozess

von Clemens Oistric - Derzeit ist er der bestbewachte Häftling des Landes und wartet an einem streng geheimen Ort auf sein Verfahren. Aus gutem Grund: Hadishats Killer ist massiven Todesdrohungen ausgesetzt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Blutrache-Angst nur 19 Tage vor dem ohnehin schon spektakulärsten Prozess des Jahres: Wie "Heute" erfuhr, hat der Verfassungsschutz eine ernstzunehmende Drohung aus der tschetschenischen Community abgefangen. Wieder einmal im Fadenkreuz: Robert K.

Der Gymnasiast muss sich am 19. Dezember wegen Mordes an seinem Nachbarsmädchen Hadishat († 7) verantworten. Es ist wohl das letzte Mal für länger, dass er aus dem Gefängnis kommt – Alarmstufe Rot also!

Massive Sicherheitsvorkehrungen

Am Wiener "Landl" wird es ein striktes Film- und Fotoverbot geben, um einen zusätzlichen Unruhefaktor zu eliminieren. Vor Saal 106 im ersten Stock des Grauen Hauses errichtet die Justiz eine zusätzliche Schleuse (auch beim Haupteingang muss man schon durch den Metalldetektor) – das bestätigte Gerichtssprecherin Christina Salzborn gegenüber "Heute".

Chronologie des Mordfalls Hadishat:
Chronologie des Mordfalls Hadishat

Um eine blutige Rache-Fehde zu verhindern, werden Kräfte der Sondereinheit Wega in beachtlicher Mannstärke und wohl auch mit Sturmgewehr vor Ort sein; Robert K. wird zudem von mehreren Justizbeamten hermetisch abgeschirmt.

Wie berichtet, soll er Hadishat getötet haben, weil er "Blut sehen wollte" – es gilt die Unschuldsvermutung. Grund für die Tat: "Ich hasse Menschen, es hätte jeden treffen können."

Mama will Killer in die Augen sehen

Opferanwalt Nikolaus Rast: "Ich wurde auch über diese Drohung informiert. Ich kann natürlich nur für meine Klienten, Hadishats Mutter und ihre Kinder, sprechen. Von ihnen geht keine Gefahr aus. Sie wollen ein angemessenes Urteil, keine Rache."

Hadishats Mama will sich dem Prozess, wo sämtliche unerträgliche Details der Bluttat erörtert werden, stellen und dem Killer ihres Kindes in die Augen sehen. Was für eine tapfere Frau!

Mordfall Hadishat: Jetzt spricht die Mutter
Mordfall Hadishat: Jetzt spricht die Mutter

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 30.11.2018 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Gewaltbereite Tschetschenen

    Wenn man diese Leute nicht ins Land ließe, bräuchte man auch keine Angst vor Blutrache haben. Wir haben sehr viele hochaggressive und gewaltbereite Tschetschenen in Wien.

    einklappen einklappen
  • Dorli W. am 30.11.2018 10:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angst

    Der best bewachte Häftling - der muss sich wie ein "Star" fühlen.Diese Kr..... sollte nicht mal Brot und Wasser bekommen.

  • Wachmann am 30.11.2018 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die arme kleine Maus.....

    für den gibt es nur Lebenslang mit Einweisung und das ganze in Tschetschenien wäre Wünschenswert!

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Oliver am 30.11.2018 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Und gleichzeitig

    wird immer wieder gepredigt und uns erzählt, es gebe keine Parallelgesellschaften, und sie würden sich alle an unsere Gesetze halten. Wenn es das alles nicht gibt, und bei uns doch alles so schön und friedlich ist, dann muss man doch auch keine Angst haben, denn sie werden bestimmt auch das tun, was wir immer tun sollen wenn ein Einzelfall geschieht. Mit den Worten der Politiker: Wartet ab, bleibt ruhig und lasst die Justiz ihre Arbeit machen.

  • Wienermadl am 30.11.2018 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuergeld

    Wir zahlen für so einen Verbrecher noch Steuern. Fa dreht es mir den Magen um.

  • katja am 30.11.2018 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich!

    die beste bewachung samt rechtsverfahren und dann den weitere aufenthalt, wer weiss wie lange, finanziert durch die österr. steuerzahler!

    • Unbekannt am 30.11.2018 19:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Katja

      Und da kommt nach der Haft noch die neue intendität dazu und beginnt ein neues schönes leben. Das ist Österreich

    einklappen einklappen
  • zimbo am 30.11.2018 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Blutrache besser als Freifuss

    Auch günstiger.Und das alles nur für ein paar Wählerstimmen.

  • Dorli W. am 30.11.2018 10:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angst

    Der best bewachte Häftling - der muss sich wie ein "Star" fühlen.Diese Kr..... sollte nicht mal Brot und Wasser bekommen.