In Wien geblitzt!

07. Mai 2018 12:23; Akt: 07.05.2018 13:27 Print

30 Euro Strafe, weil Radler 19 km/h fuhr

"Kein Spaß, das glaubt ihr nie!" schreibt der Wiener Fotograf Lukas Beck auf seiner Facebook-Seite. Er war auf der Argentinierstraße mit 19 km/h geblitzt worden.

Radler zahlte 30 Euro Strafe für 19 km/h! (Bild: zVg)

Radler zahlte 30 Euro Strafe für 19 km/h! (Bild: zVg)

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Der Radweg auf der Argentinierstraße in Wien-Wieden ist bei Radlern eine beliebte Hochgeschwindigkeitsstrecke. Dank des Gefälles erreicht man ohne Strampeln mühelos 30 km/h und mehr. Daher überwacht die Polizei diese Strecke regelmäßig mit Laserpistolen und straft die Rad-Raser ab.

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Am Samstagabend erwischte es auch den bekannten Wiener Fotografen Lukas Beck. 30 Euro wegen "überhöhter Geschwindigkeit" steht auf der Organstrafverfügung. Nur: Beck war nicht mit Topspeed unterwegs, die Lasermessung bei der Kreuzung Argentinierstraße Ecke Goldeggasse zeigte laut dem Radler angeblich lediglich 19 km/h!
Die Polizei bestätigt auf "Heute"-Anfrage die Amtshandlung, der Wert der Lasermessung könne hingegen nicht bestätigt werden, da darüber keine schriftliche Aufzeichnung existiere, heißt es von der Polizeipressestelle.

"Polizisten war das Ganze auch recht peinlich"

Klingt nicht nach Rasen, ist aber dennoch zu flott, denn: Auf ungeregelten Radfahrerüberfahrten dürfen sich Radler nur mit höchstens 10km/h nähern, weiß das Gesetz (und sonst wohl kaum jemand). Rechtlich ist die Strafe also völlig in Ordnung. Die strafenden Beamten selbst hatten mit ihrem Einschreiten aber offenbar auch nicht die größte Freude: "Den Polizisten war das Ganze auch recht peinlich. Sie entschuldigten sich sogar und erzählte was von einem Auftrag, den sie erfüllen müssen, weil sich Anrainer beschwert hätten", schreibt der Fotograf auf Facebook.

Dieses Posting von Lukas Beck sorgt für Diskussion auf Facebook:

Da er Ausweis und Bargeld dabei hatte, blieb ihm zumindest eine Anzeige erspart. Etwas sauer fügt Beck noch hinzu: "Da in den letzten Jahrzehnten fast alle Verkehrstoten durch Fahrradfahrer verursacht wurden, finde ich es natürlich völlig richtig, dass diese jetzt von unseren Freunden und Helfern gejagt werden."

Auf Nachfrage heißt es von der Polizeipressestelle dazu: "Es gab bereits mehrere Anrainer- und Autofahrer-Beschwerden, weil es hier durch zu schnell fahrende Radfahrer bereits des öfteren zu gefährlichen Situationen gekommen ist." Da es sich bei der Kreuzung Argentinier Straße Ecke Goldeggasse um eine ungeregelte Kreuzung handelt, müsse die Straße mit "angepasster Geschwindigkeit" – eben maximal 10 km/h – übersetzt werden, damit jederzeit ein Anhalten möglich ist, so die Polizei.

Haben Sie sich auch schon einmal über einen Radfahrer geärgert? Schreiben Sie uns Ihre Geschichten per Mail an: leserreporter@heute.at oder direkt unten in die Kommentare.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans am 07.05.2018 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Gerechte Strafe

    Vollkommen Richtig , Radfahrer sind die rücksichtslosesten Verkehrsteilnehmer überhaupt

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  • Knurr am 07.05.2018 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Typischer "Fahrrad-Fundamentalist". Missachtet nachweislich eine Geschwindigkeitsregel und regt sich dann über die Strafe auf, weil er anscheinend der Meinung ist, dass Gesetze nicht für Fahrradfahrer gelten. Er ist 19kmh gefahren wo er nur 10 hätte fahren dürfen. Bestrafung ist vollkommen gerecht!

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  • Angel66 am 07.05.2018 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so!..zaaaahlen..ned matschkern

    Gut so! Und weiter so! Radfahrer nehmen insgesamt im Straßenverkehr auf NIEMANDEN Rücksicht! Alte Menschen fürchten sich bereits vor denen mehr, als vor Autofahrern...auf der Argentinierstraße bist als Fußgänger der Gejagte...egal ob am Gehsteig oder Fahrbahn/Zebrastreifen...Die denken echt, dass sie unkaputtbar sind....versuchen dich wegzuklicken um ihre Geschwindigkeit nicht reduzieren zu müssen, bedrängen Autofahrer/Kinder beim Einsteigen ins Fahrzeug, rasen vom Gürtel bis St.ElisabethPL. ...rote Ampeln interessieren nicht...bremsbereites Fahren kennen sie dort nicht!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Thomas Sacken am 13.05.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Hr

    Dann sollten die Beamten einmal in der MAHÜ oder am Ring auf die Radler achtgeben. Da hätten sie viel zu tun.

  • Günther am 10.05.2018 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Zu wenig Kontrolle

    Genau diese ungeregelten Radüberfahrten sind ein Grund vieler Unfälle! Wie soll man als Autofahrer oder Fußgänger überhaupt eine Chance haben angemessen auf die Verkehrssituation reagieren zu können, wenn da Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit die Strasse queren.

  • Hans Fuchs am 09.05.2018 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Da schauen wir genauer hin

    Gesetz ist Gesetzt. Allerdings wirkt es schon wie eine Schikane, wenn die Geschwindigkeit von Autofahrern in Wohnstraßen (Schrittgeschwindigkeit) und das Nicht-Anhalten vor Schutzwegen nicht kontrolliert (und nicht geahndet) wird. Da kann man als Anrainer anrufen, was man will, die Rennleitung wird da nie erscheinen.

  • Führing Thomas am 08.05.2018 22:34 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" ist ein uralter Rechtsgrundsatz. Und was viele Verkehrsteilnehmer nicht wissen oder ncht wissen wollen, ist der in der STVO verankerte Vertrauensgrundsatz, der u.a. für die offensichtlichen Verkehrssünder nicht anzuwenden ist. Solch uneinsichtige Leute disqualifizieren sich also selbst...

  • kali kantaros am 08.05.2018 21:50 Report Diesen Beitrag melden

    rowdies

    soviel wie ich mich über rücksichtlose und undisziplinierte radfahrer geärgert habe, kann ich gar nicht schreiben