Klubtagung

14. März 2019 10:51; Akt: 14.03.2019 11:45 Print

SPÖ Wien berät über neue Zukunftsprojekte

Heute und morgen kommt die SPÖ Wien im burgenländischen Frauenkirchen zusammen, um neue Projekte für Wien auf die Schiene zu bringen.

Klubchef Josef Taucher und Bürgermeister Michael Ludwig (v.li.) versammeln heute und morgen ihre Genossen zur Klubtagung im Burgenland. (c) SPÖ-Klub/Fürthner (Bild: zVg)

Klubchef Josef Taucher und Bürgermeister Michael Ludwig (v.li.) versammeln heute und morgen ihre Genossen zur Klubtagung im Burgenland. (c) SPÖ-Klub/Fürthner (Bild: zVg)

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Nach drei Jahren Abstinenz kehrt die SPÖ Wien ins Burgenland zurück. Heute und morgen treffen sich die roten Gemeinderäte und Bezirkspolitiker, um gemeinsam mit der roten Stadtregierung über neue Projekte für Wien zu diskutieren und auf Schiene zu bringen."Es geht um Projekte, von denen alle in Wien profitieren werden", heißt es aus SP-Kreisen.

Zunächst interne Workshops, morgen dann Präsentation

Heute, Donnerstag, stehen in der St. Martins Therme verschiedene Workshops auf dem Plan. Die Ergebnisse sollen dann morgen im medienöffentlichen Teil durch die Stadträtinnen und Stadträte vorgestellt werden. Schon zuvor wird Stadtchef Ludwig in einer Pressekonferenz die Stoßrichtung vorgeben.

Reden von Rendi-Wagner und Doskozil

Als Ehrengäste haben sich heuer SP-Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner, der burgenländische Alt-Landeshauptmann Hans Niessl und der neue Landeschef Hans Peter Doskozil angesagt. Sie werden am Freitag vor den rund 130 versammelten SP-Delegierten sprechen.

Was ist aus Ankündigungen der letzten Klubklausur geworden?

Bei der Klubtagung der SPÖ Wien werden traditionell Leuchtturmprojekte vorgestellt, also Vorhaben, die nicht unmittelbar umgesetzt werden, sondern einen Zeithorizont von einigen Jahren haben. Dazu gehörten in der Vergangenheit etwa die Spitalsreform und das Krankenhaus Nord oder der Gratiskindergarten, der 2009 vom ehemaligen Bürgermeister Michael Häupl präsentiert wurde.

Bei der vergangenen Klubtagung, die am Wiener Kahlenberg stattfand, wurden laut Stadtchef Ludwig "mehr als 100 Ideen" diskutiert, daraus ergaben sich konkrete Ansagen. "Heute" hat sich angesehen, was daraus geworden ist.

Vorhaben 1: Wien soll Digi-Hauptstadt Europas werden

Dieses Ziel wurde mehrfach von Bürgermeister Ludwig und Digitalisierungsstadtrat unterstrichen. Bereits umgesetzt wurde das Programm "Digi-Winner", pro Jahr fördert die Stadt die digitale Bildung der Wiener mit fünf Millionen Euro.

Zudem läuft seit November ein Pilotprojekt mit dem Ziel, den gesamten Rathausplatz mit 5G zu versorgen.

Vorhaben 2: Die große Bezirksoffensive

Im März 2018 hatte Ludwig eine große Bezirksoffensive angekündigt. Ziel ist die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, so dass sich die Wiener in ihren Grätzeln wohlfühlen und ein Heimatgefühl entwickeln.

Als Projekte wurden etwa eine Platz-Sanierungsoffensive, die "Super-Greißler" sowie eine Belebung der Erdgeschosszonen (mit Platz für Arztpraxen), Gemeinschaftszentren für Sozialarbeit und Betreuung vor Ort und "Smart-Projekte" in der Seestadt Aspern (Donaustadt) oder Simmering genannt.

Zu den Super-Greißlern blieb die Stadt bisher Details schuldig: "Wir arbeiten am Konzept, der erste soll noch heuer eröffnen", hieß es zuletzt.

Wie der ORF Wien berichtet, sollen im vergangenen Jahr 200 Geschäftslokale in den Erdgeschosszonen, die meisten davon im Gemeindebau, neu vermietet worden sein.

Details zu den Gemeinschaftszentren oder konkreten Smart-Projekten stehen derzeit noch aus. In den Startlöchern steht hingegen die Sanierung des Reumannplatzes (Favoriten). Von Herbst 2019 bis Sommer 2020 soll umgebaut werden. Der Platz soll eine Jugendbühne, mehr Grün und Wasserelemente bekommen.

Vorhaben 3: Eventhalle und Sommerbühne

Nach der vergangenen Klubtagung hatte Ludwig auch die Errichtung einer neuen Konzerthalle und einer Sommerbühne an der Donau angekündigt. Während bereits fix ist, dass die neue Mega-Arena in Neu Marx entstehen wird, bleiben Standort und Ausgestaltung der Sommerbühne weiterhin offen.

Wird Wien-Bonus Thema?

Obwohl viele erwarten, dass Ludwig die Klubtagung nützen könnte, um den mehrfach angekündigten Wien-Bonus vorzustellen, bleibt das fraglich. Wie aus SP-Kreisen zu hören ist, soll der Wien-Bonus wenn, dann nur am Rande eine Rolle spielen, "außer der Chef entscheidet sich anders", heißt es.

Fix ist nur, dass Stadtchef Ludwig seinen Stadträten den Auftrag gab, in ihren Ressorts zu prüfen, wo der Wien-Bonus möglich ist. Als Beispiel wurden in der Vergangenheit etwa eine Bevorzugung von Wiener Firmen bei der Auftragsvergabe genannt.

"Menschen, die schon länger in der Stadt leben, sollen einen Vorteil bei der Vergabe von Leistungen der Allgemeinheit haben", so der Stadtchef. Ausgenommen vom Wien-Bonus sollen aber der Zugang zur Gesundheitsversorgung und "alles, was mit Kindern zu tun hat" sein.

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(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mal ehrlich am 14.03.2019 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    5 Millionen für Bildung

    Vorhaben 1: 5 Millionen für digitale Bildung. Das ist eine Farce und ein Betrag, der exakt nichts verändert. Und das stolz den Steuerzahlern erzählen, die jährlich Milliarden einzahlen. Unwählbar, diese Partei. Noch dazu in Anbetracht des Bildungsrückstands in Österreich.

  • Jürgen am 14.03.2019 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Die SPÖ als Gesamtverein untragbar

    Während andere Länder versuchen Flächendeckend auch in ländlichen Regionen 5G Internet zu installieren, versuchen unsere Stümper einen einzelnen Platz in der Innenstadt zu bedienen. Einfach nur mehr peinlich, zum Glück verstehen die meisten Wähler der SPÖ sowieso kaum deutsch, somit bleiben ein paar Wähler.. Die üblichen Verdächtigen halt..

  • Erich Menon am 14.03.2019 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Erstmal Altlasten beseitigen

    Die sollen mal die Schulden der alten "Zukunftprojekte" zurückzahlen und nicht schon wieder neuen, truren Hirngespinsten nachjagen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bertl Kral am 15.03.2019 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Eventhalle und Sommerbühne

    gaaanz wichtig, statt spürbare Entlastung besonders armutsgefährdeter Bürger, damit man die mit Spielen (wie in der Römerzeit) von den etlichen wahren Problemen (immer mehr Sozialmärkte weil viele sich die teuren Lebensmittel und Mieten schwer leisten können) ablenken will ? Mit dem Geld könnte man leicht den ersatzlos gestrichenen Heizkostenzuschuss finanzieren ! Dies will man nur nicht, da man sich dann nicht mehr als "Gönner" aufspielen kann, der beim Bieranstich ein Seidel spendiert ...

  • EUsebius am 14.03.2019 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    hört endlich auf damit

    das einzige zukunftsprojekt sollte schuldenabbau sein. aber was schert die roten die zukunft unserer kinder ?

  • Piero am 14.03.2019 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SPÖ Wien NEU, und unabhängig!!!

    SPÖ Wien berät über neue Zukunft Projekte? bitte welche Zukunft hat die SPÖ Wien, solange sie sich, solidarisch mit der Bundes SPÖ gibt. Nur eine scharfe Trennung, von der Bundes SPÖ könnte, den positiven Umschwung, und Erneuerung zu einer neuen modernen SPÖ Wien führen. weg von der unsozialer schuldenpolitik, hin zu einer Wirtschaft, und Finanz liberalen Politik, die der Stadt Wien aber vor allem, den sozial schwächsten(ohne dass sie ein schlechtes Gewissen haben zu müssen Bittsteller zu sein), stark entgegenkommen würde. Auch wäre die eine oder andere Personal Rochade der SPÖ Wien,Stadträte (unter anderemHacker) von Bürgermeister Ludwig anzudenken! das Wort Freundschaft,(freunderlwirtschaft) hat längst ausgedient, und ersetzt durch durch, gemeinsame Leistung sind wir stärker!!!!!

    • EUsebius am 14.03.2019 15:14 Report Diesen Beitrag melden

      @Piero

      die SPÖ insgesamt ist nicht zu retten. mit all diesen protagonisten auf keinen fall. bevor die nicht alle in die wüste geschickt werden, ist diese partei nach Kreisky völlig unglaubwürdig.

    einklappen einklappen
  • UnbequemAberWahr am 14.03.2019 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Die brauchen net viel beraten...

    ... weil die SPÖ hat zum Glück keine Zukunft, ebenso wie die Grünen! Die alten Wähler sterben aus, die jungen wählen andere Parteien!

    • Ist so am 14.03.2019 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @UnbequemAberWahr

      Ja aber die Jungen sind überwiegend Grüne. Leider.

    einklappen einklappen
  • Censorship am 14.03.2019 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Sorgen um eigene Zukunft...

    Teilen die schon die Bettelplätze auf, denn nach der nächsten Wahl, werden viele AKP 2.0 (SPÖ) Apparatschniks betteln gehen müssen... 2020, wählt die rassistische Stadtdiktatur in Wien ab!!!