Große Pläne

15. März 2019 17:32; Akt: 15.03.2019 17:40 Print

SP-Wien will Spitäler trotz Personalnot entlasten

Bei der Klubklausur kündigte die SPÖ an, Umstrukturierungen bei Aufnahme und Ambulanz-Zuweisung von Patienten vornehmen zu wollen. Ein Pilotversuch ist bereits in Planung.

(Symbolfoto) (Bild: picturedesk.com)

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Weil der niedergelassene Bereich, sprich Ärzte in ihren Ordinationen, nicht zu jeder Zeit geöffnet und erreichbar ist, gehen Menschen auch bei kleineren Wehwehchen in ein Krankenhaus. Ambulanzen, die ohnehin über Personalnot klagen, sind dadurch oft überfordert.

Notaufnahmen überlastet

Die geplanten Erstversorgungsstellen sollen in vielerlei Hinsicht helfen: Mit Ausnahme von offensichtlichen Notfällen sollen die Patienten schon in diesem Bereich der Erstversorgung von Ärzten untersucht werden – wo eine erste Einschätzung getroffen werden kann, was der Patient braucht. Danach werden dementsprechende Maßnahmen gesetzt: Sind nur Medikamente zu verschreiben oder ist eine stationäre Aufnahme nötig?

Laut APA soll ein Besuch der Fachambulanzen nur noch möglich sein, wenn man eine Überweisung oder einen Termin bekommen hat. In erster Linie sind die Erstversorgungsstellen dazu da, um die Notaufnahmen zu entlasten, die laut Statistik zunehmend häufiger frequentiert werden und für längere Wartezeiten sorgen.

Pilot-Versuch noch in Planung

Michael Ludwig ist nun auf der Suche nach einem Krankenhaus, welches das vorgeschlagene Konzept einem Stresstest unterziehen soll. Welches Krankenhaus und wann der Start der Testphase sein wird, steht noch offen. Zu Budget und organisatorischen Fragen erfuhr man im Rahmen der Klausur in Frauenkirchen (Burgenland) am Freitag auch von SP-Stadtrat Peter Hacker keine weiteren Details. Sicher ist – der Erstversuch wird schrittweise umgesetzt: Der Pilot-Versuch soll nach der erfolgreichen Testphase auf sämtliche städtischen Spitäler ausgerollt werden.

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(bai)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spitäler sollen Personal besser verteile am 15.03.2019 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    die Ambulanzen brauchen mehr Personal

    Ich bin Stammgast in den Spitalsambulanzen und weiss genau was dort los ist. Es gibt einfach viel zu wenig Personal in den Ambulanzen, ja sogar in der Notaufnahme. Zb. hat man im AKH durchschnittlich etwa 5 Ärzte , 5 Krankenpfleger und 5 Leute am Schalter in der Notaufnahme. Etwa gleich sieht es bei den anderen Ambulanzen aus. Insgesamt arbeiten aber hunderte Ärzte und noch mehr Pfleger im AKH. Man sollte in allen Spitälern mehr Personal für die Ambulanzen abstellen. Das Personal ist eh schon vorhanden und nicht ausgelastet, man sieht ja ständig Ärzte spazieren gehen, nichts zutun haben.

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  • derwiener am 15.03.2019 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wird sich nichts ändern...

    Dann sollten Sie mal bei der Rettung anfangen! Denn wenn man zu jeder Kleinigkeit die Rettung hinschickt, wird sich nix ändern! Die einzige sinnvolle Entlastung der Spitalsambulanzen wird es nur mit Einführung einer Ambulanzgebühr geben! LEIDER!!!

  • Tanja am 15.03.2019 19:39 Report Diesen Beitrag melden

    eine Idee

    Medizinische "gratis"Leistungen nur mehr für Menschen, die seit mindestens 10 Jahren in unser Gesundheitssystem einbezahlt haben. Das gibt eine enorme Entlastung

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Peter Scheuchel am 18.03.2019 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Dipl. Ing

    Wer entscheidet was ein wirklicher Notfall ist? Und wo wird das dann entschieden? Wird man im vermeintlichen Notfall dann von der nitfallambulanz abgewiesen mit dem Hinweis zuerst in eine erstversorgungsstelle zu pilgern?

  • PeterKarl am 17.03.2019 14:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krankenpfleger in Wien.

    Ich weiß von meinem Bruder Krankenpfleger auf einer Intensivstation in Wien, bekommt nach 28 Dienstjahren weniger als seine Tochter, die heuer fertig wurde und die gleiche Tätigkeit macht. Wien, Wien nur du allein...

  • Lilly am 16.03.2019 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dramatisch

    Na ? Sg Fr Dr ! Sie sind doch Ärztin sie wissen doch wie das sich abspielt! Warum tun sie nichts dagegen, daß dieses Gesundheitssystem nicht noch schlimmer wird??????????????Mehr Ärzte und mehr Pflegepersonal bitte!

  • Susanne, DGKS am 15.03.2019 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt der Hausverstand?

    Ich vermisse die Eigenverantwortung und den Hausverstand der Bevölkerung! Die meisten "Gäste" in der Notaufnahme sind keine Notfälle sondern schlicht zu bequem um zur rechten Zeit den Arzt aufzusuchen. Husten seit 3 Wochen, Harnwegsinfekt seit 2 Tagen, Bluterguss seit 14 Tagen,.... das sind KEINE NOTFÄLLE! Die Bequemlichkeit und die Begehrlichkeit der Leute ist maßgeblich an dieser Situation schuld. Ärzte und Pflegekräfte arbeiten mehr Stunden als viele andere Berufe und gehen nicht nur im KH spazieren!

    • Klara am 16.03.2019 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Susanne, DGKS

      Ja das wissen die meisten schon ! Niemand behauptet daß sie herumspazieren! Bin auch im Medizin. Bereich , trotz allem sind zuwenig Ärzte sowie Pflegekräfte !

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  • Li am 15.03.2019 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gyn im AKH

    Ich war unlängst im AKH und da war eine ganze Wochen die Geburtenambulanz einfach wg Semesterferien geschlossen. Und das im größten Krankenhaus Österreichs. Da war eine Schwangere Frau am Schalter die schmerzen hatte. Sie bekam die Auskunft sie solle zu ihrem Gyn gehen (der aber keine Ordination hatte) ansonsten wenn es ein Notfall ist soll sie in die Notfallambulanz.Also vom 18 Stockwerk runter zum 5.Die arme Frau war so verzweifelt weil sie nicht beurteilen konnte ob es ein Notafall ist oder ob es sich um "normale" schmerzen handelt.Sie wurde einfach ignoriert.War ihre erste Schwangerschaft

    • Manu am 16.03.2019 18:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Li

      dafür sind aber Unfall Stationen überlastet genau um dem Zeit.

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