Alkoholverbot

17. April 2019 14:54; Akt: 17.04.2019 14:54 Print

Schon über 2.000 Anzeigen am Praterstern

Seit fast einem Jahr gilt am Praterstern das Alkoholverbot. Es gab 2.038 Anzeigen und 181 Beschlagnahmen. Ob das Verbot bleibt, steht aber noch nicht fest.

In fast einem Jahr Alkoholverbot am Praterstern gab es 2.038 Anzeigen und 181 Beschlagnahmen. Die Evaluierung seitens der Stadt steht aber noch ebenso aus wie die Entscheidung, ob das Alk-Verbot bestehen bleibt.  (Bild: Sabine Hertel)

In fast einem Jahr Alkoholverbot am Praterstern gab es 2.038 Anzeigen und 181 Beschlagnahmen. Die Evaluierung seitens der Stadt steht aber noch ebenso aus wie die Entscheidung, ob das Alk-Verbot bestehen bleibt. (Bild: Sabine Hertel)

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Seit 27. April 2018 ist die Alkoholverbotszone am Praterstern (Leopoldstadt) in Kraft. Wie eine aktuelle Statistik zeigt, gab es seitdem 2.038 Anzeigen, 207 Organmandate, 1.651 Abmahnungen und 181 Beschlagnahmungen. Bei Verstößen gegen das Alkoholverbot drohen bei einem erstmaligen Vergehen 70 Euro Strafe, ab dem zweiten Verstoß können bis zu 700 Euro Strafe eingehoben werden.

Evaluierung soll Ende April abgeschlossen sein

Ob die Verbotszone aber bleibt oder sogar auf andere Bereiche ausgeweitet wird, macht die Stadt von der Evaluierung abhängig. Diese wird vom Wiener Magistrat in enger Abstimmung mit der Polizei Wien durchgeführt und soll Ende April abgeschlossen sein. Wann deren Ergebnisse präsentiert werden, steht aber noch nicht fest, vorsichtige Schätzungen sprechen von Anfang, Mitte Mai. Danach könnte auch eine Entscheidung fallen, ob es auch in anderen Bezirken Alkoholverbotszonen geben sollte.

Ausweitung auf andere Bezirke noch völlig offen

Ein Beispiel dafür wäre etwa das Gebiet rund um den Bahnhof Floridsdorf. Wie berichtet, tritt der Floridsdorfer Bezirkschef Georg Papai (SPÖ) seit Inkrafttreten der Verbotszone am Praterstern dafür ein. Geht es nach der FPÖ soll auch beim Franz-Josefs-Bahnhof im Alsergrund ein Alk-Verbot gelten.

Junge SPÖ beantragt Abschaffung des Alkoholverbots

Die Letztentscheidung darüber liegt bei Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), der das Alkoholverbot per Verordnung erlassen müsste. Dieser hat aber am Jahrestages des Alkoholverbotes, am 27. April andere Sorgen, denn just an diesem Tag findet auch der Landesparteitag der SPÖ Wien statt. Hier muss sich Ludwig nicht nur erstmals einer Wiederwahl als SPÖ Wien-Chef stellen, sondern auch dem Gegenwind aus den eigenen Reihen.

Grund dafür ist, dass die Jugendorganisationen der SPÖ Wien, die SJ und die JG bereits Anträge auf Abschaffung der Alkoholverbotszonen eingebracht haben. Dass diese die erforderliche Mehrheit finden, gilt aber als unwahrscheinlich.

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(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Konrad am 17.04.2019 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Polizei in zivil ist sinnvoller

    Schaut in den U-Bahn-Bereich! Dort hängen ausschießlich dunkelhäutige Ausländer herum. Kommt die Polizei, verziehen sie sich in den Prater, um nach kurzer Zeit wieder an dersleben Stelle zu dealen. Sie entziehen sich jeglicher Kontrolle. Unregelmäßige Kontrollen von ziviler Polizei wäre die sinnvollere Maßnahme.

  • Genauso am 17.04.2019 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Augenauswischerei

    die meisten gehen mit dem Bier oder Weinflascherl um die Ecke wenn die Polizei wieder weg ist sind die wieder da....Strafen.....keiner einen Ausweis oder Wohnsitz, man lacht sich tot über solche Meldungen, wie gesagt Augenauswischerei vom Ludwig und Co....

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  • Kannitverstan am 17.04.2019 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verbotszonen

    Funktionieren nur wenn es auch solche bleiben. Die Unbelehrbaren stehen ja noch immer wie die Zombies in der Gegend herum. Würde man das Verbot aufheben, kann man sich ausmalen was in kurzer Zeit wieder da los ist.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Justus am 18.04.2019 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    UNWÄHLBAR

    Die junge SPÖ fordert das Aufheben des Alk Verbot, die Legalisierung der Drogen usw. Haben eh schon alle einen Durcheinander im Schädel an dann kommt die junge SPÖ. Zusammenfassend: UNWÄHLBAR AUF UNBESTIMMTE ZEIT

  • Mike am 17.04.2019 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsere Steuer

    Und wer darf dann draufzahlen wenn der oder die jenige die Strafe nicht bezahlen ? Wir Steuerzahler!

  • Konrad am 17.04.2019 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Polizei in zivil ist sinnvoller

    Schaut in den U-Bahn-Bereich! Dort hängen ausschießlich dunkelhäutige Ausländer herum. Kommt die Polizei, verziehen sie sich in den Prater, um nach kurzer Zeit wieder an dersleben Stelle zu dealen. Sie entziehen sich jeglicher Kontrolle. Unregelmäßige Kontrollen von ziviler Polizei wäre die sinnvollere Maßnahme.

  • Kannitverstan am 17.04.2019 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verbotszonen

    Funktionieren nur wenn es auch solche bleiben. Die Unbelehrbaren stehen ja noch immer wie die Zombies in der Gegend herum. Würde man das Verbot aufheben, kann man sich ausmalen was in kurzer Zeit wieder da los ist.

    • Susan V. am 17.04.2019 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kannitverstan

      Die "Unbelehrbaren", wie Sie sie nennen, sind haltlose, alkoholkranke oder/und von Drogen abhängige, und nicht selten obdachlose Menschen, denen niemand ernsthaft hilft. Es Ist eine Schande, dass es in Österreich so etwas überhaupt noch gibt, dass Leute auf der Straße dahinvegetieren müssen.

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  • Habakuk am 17.04.2019 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wähler

    Wird wahrscheinlich wieder eingestellt, schließlich kann es sich Rot-Grün nicht mit der Wählerschaft verscherzen.