Vernichtender Rechnungshof-Bericht

21. Februar 2017 03:16; Akt: 25.03.2017 03:41 Print

Sozialhilfe-Chaos: Köpferollen im Rathaus?

Stadträtin Sonja Wehsely hat in ihrem Sozialressort einen für den Steuerzahler sündteuren Saustall hinterlassen. Wehsely ist bereits weg, jetzt könnte es auch auf Beamtenebene ein Köpferollen geben.

 (Bild: Sabine Hertel)

(Bild: Sabine Hertel)

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Stadträtin hat in ihrem Sozialressort einen für den Steuerzahler sündteuren Saustall hinterlassen. Wehsely ist bereits weg, jetzt könnte es auch auf Beamtenebene ein Köpferollen geben.


Zuerst das vernichtende Urteil über den Krankenanstaltenverbund, nun die Abrechnung mit dem Sozialressort: Der Rechnungshof zerpflückt die Ressorts von Ex-Stadträtin Wehsely. Mangelnde Kontrolle, verlorene Akten und undurchsichtige Regeln für die Mindestsicherung sind Hauptkritikpunkte. Der Bericht wird Konsequenzen haben.

Zwar will man die Stellungnahme der MA40 abwarten, personelle Konsequenzen sind aber unausweichlich, heißt es im Rathaus. Treffen könnte es die von Wehsely eingesetzte MA40-Chefin. Was schiefläuft, zeigen die Zahlen für 2010 bis 2015:


  • Plus 74 Prozent bei Mindestsicherungsbeziehern im arbeitsfähigen Alter

  • 2,5-facher Anstieg bei nichtösterreichischen Beziehern

  • Verdoppelung der Bezieher mit ganzjähriger Unterstützung

  • Ein besonderes Zuckerl: Die Stadt zahlt zur Miete dazu, auch wenn man gar keine Wohnkosten nachweist. Genügend Aufräumarbeit für Wehsely-Nachfolgerin Frauenberger also...

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