Ermittlungen laufen

09. April 2019 05:10; Akt: 08.04.2019 21:31 Print

Attacke gegen Muslimin – Fall jetzt angezeigt

Vor etwas mehr als einer Woche wurde an der Straßenbahnstation Zieglergasse in Wien-Neubau eine junge Muslimin wüst beschimpft. Jetzt wird ermittelt.

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Ende März wurde eine junge Muslimin (25) von einer Frau bei einer Bim-Haltestelle in Neubau beschimpft und bespuckt – "Heute.at" berichtete.

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Ein Video der Attacke ging viral, wurde auf Facebook knapp 320.000 Mal aufgerufen. Nun ging auch eine Anzeige wegen "Beschimpfung aufgrund religiöser Herkunft" bei der Polizei ein. Das bestätigten der Antirassismus-Verein Zara und die Polizei. Man ermittelt gerade die Identität der Angreiferin und überprüft, ob strafrechtlich relevante Tatbestände erfüllt worden sind.

"Beleidigungen dieser Art und das Bespucken sind jedenfalls strafbar", informierte Caroline Kerschbaumer vom Verein Zara noch bevor die Anzeige eingelangt war. Der Dame drohe bei einer Anzeige eine Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten oder eine Geldstrafe.

Das Opfer sammelte mit Bloggerin Asma Aiad – sie war es, die das Video ins Netz stellte – bereits 6.000 Euro für Schulungen gegen antimuslimische Angriffe.

Jene laut Bundeskanzler Sebastian Kurz "widerliche Attacke" scheint kein Einzelfall zu sein, wie der aktuelle "Antimuslimische Rassismus Report" zeigt: Die Anzahl von dokumentierten islamfeindlichen Handlungen ist von 2017 auf 2018 um 74 Prozent angestiegen.

Lesen Sie dazu ausführlich: Rassismus-Report: 74 Prozent mehr Attacken gegen Muslime >>>

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(no/ek)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Dann sollte man aber diese Ideologie nicht als Religion bezeichnen und keinesfalls mit anderen Religionen vergleichen, aus denen man jederzeit aussteigen kann. Der Islam ist bekanntlich die einzige "Religion", in der man mit einer Todesstrafe rechnen muss, wenn man austritt. Und weil das so ist, ist es auch kein Zufall, dass die Anhänger dieser Religion auf der ganzen Welt anecken. – Kritischer Geist

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kritischer Geist am 09.04.2019 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    Religion ist keine Herkunft

    Sondern eine Willenserklärung genauso wie das Wählen einer Partei. Die Ablehnung gewisser radikaler Religionen hat mit Rassismus nichts zu tun , wird aber immer wieder durcheinander gebracht. Für die Hautfarbe kann ein Mensch nicht verurteilt werden sehr wohl aber für seine politische oder religiöse Gesinnung.

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  • Markus Denker am 09.04.2019 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Weit haben wir es gebracht!

    Komischerweise hat die Dame immer ein passendes Video, um es gegen die Einheimischen einzusetzen. Wäre mal interessant, was zuvor war und wie die Situation überhaupt entstanden ist! Vielleicht provoziert die Dame extra, damit sie wieder mehr Follower bekommt!? Ist schon ziemlich eigenartig, dass immer diese Dame derartige Videos ins Netz stellt.

  • fritz am 09.04.2019 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo

    kann ich mich als Österreicherin einwenden wenn ich von muslimischen Kindern als schlam... und halt die gosche beschimpft werde ,nur weil ich ebendiese zur Ordnung rufe, wenn sie im Bus laute Musik spielen, oder die Füße auf den Sitzen haben oder bei der Haltestelle kiloweise ihre sonnenblumenschalen hinspucken und ich es wage ,freundlich zu sein und ihnen sage ,bitte tut das nicht. wo darf ich mich hinwenden

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Lilly am 09.04.2019 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut!

    Jeder Übergriff sollte geahndet werden. Nur hoffe ich im Sinne der Gleichberechtigung, dass sich ab jetzt alle Österreicher aufraffen und in Zukunft Übergriffe (verbal oder schlimmer) auch anzeigen, bei ZARA melden und nicht wie bisher, geschockt über diese Frechheiten das Weite zu suchen, oder diese Angriffe versuchen zu ignorieren.

    • G.s. am 10.04.2019 06:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lilly

      Finde ich auch gut ;) Ps: bereite gerade Klage gegen zara vor! Mal schauen was dabei raus kommt! ;)

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  • franka am 09.04.2019 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie

    will man die Frau ausforschen ? auf dem Video sieht man weder Gesicht noch sonst was . was ist wenn die Frau nur einmal dort gefahren ist?

  • Eberhard Ultra am 09.04.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Agent provocateur - Versteckte Kamera ?

    Mit Provokationen werden Zwischenfälle oder kompromittierende Handlungen herbeigeführt, die - nur wenn gelungen - veröffentlicht werden

  • Anti-Rechts am 09.04.2019 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn diese Rechten

    Sehr gut,hoffentlich bekommt diese Rechtsextremistin eine extrem hohe Strafe. Es geht nicht nur ums Anspucken,sondern auch um den Satz "Die FPÖ schmeißt euch alle raus", klingt nach einem Aufruf Menschen zu vertreiben?

  • 1960 kamen die ersten Gastarbeiter am 09.04.2019 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    und der Anfang des Finales war gemacht

    Wer nicht blind und taub von Leidenschaft ist, müsste bemerkt haben, dass diese partiell Geistesgestörte selbst einen ausländischen Akzent hat. Das ist symptomatisch. Die deutschsprachigen Indigenen sind derart eingeschüchtert und in die Enge getrieben, dass sie es nicht wagen, sich über die Überfremdung zu äußern. Natürlich deutet es auch an, dass unsere europäischen Ostzugänge tendenziell keine Bereicherung, sondern Flops sind, die wir auch nicht hätten importieren sollen. Österreich ist dicht besiedelt genug, und was die Arbeitskräfte betrifft, so gab es auch vor 60 Jahren Arbeitslose.