Asylquartiere schließen

09. Juli 2018 11:51; Akt: 09.07.2018 12:35 Print

Stadt Wien baut weiter Flüchtlingsplätze ab

In nächster Zeit sollen in Wien weitere Flüchtlingsquartiere schließen, kündigt Sozialstadtrat Peter Hacker an.

Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) kündigte an, dass weitere Flüchtlingsquartiere geschlossen werden sollen. (Bild: picturedesk.com/APA)

Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) kündigte an, dass weitere Flüchtlingsquartiere geschlossen werden sollen. (Bild: picturedesk.com/APA)

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In den österreichischen Bundesländern rund um Bayern werde es zu einem Anstieg der Flüchtlinge kommen – wenn der vor kurzem in der deutschen Koalition erzielte Kompromiss umgesetzt wird, meinte Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) im Gespräch mit der APA.

"Nachdem wir aber dank dieser Regierung in Österreich ein Regionalprinzip haben, bin ich sehr entspannt, weil Wien keine Außengrenzen hat", so Hacker. An der Rolle der Bundesregierung im CSU-CDU-Konflikt übte Hacker scharfe Kritik: "Verantwortungslos ist es, wie man da versucht hat, mit der CSU der deutschen Bundeskanzlerin ans Bein zu pinkeln, und sich jetzt wundert, dass die Frau Merkel im Augenblick nicht die Welle macht, wenn der EU-Ratsvorsitzende (Kanzler Sebastian Kurz, ÖVP, Anmerkung) mit lustigen Ideen kommt."

Der Sozialstadtrat meinte er hätte auch gerne mit Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) darüber gesprochen, "welche Auswikrugnen diese Diskussion in Deutschland auf die gesamte Flüchtlingshilfe in Österreich hat." Doch: Der Innenminister habe ihm "ausrichten lassen, er spricht nicht mit Landesräten."
Daher richtet Hacker aus: "In Wien wird es sicherlich keinen zusätzlichen Platz für Flüchtlinge geben, der aus dem Deal oder Nicht-Deal mit der CSU hervorgeht."

Bund noch Geld schuldig

Außerdem sei der Bund der Stadt Wien noch Geld schuldig, so Hacker. Dabei gehe es um zwei Jahre lang vorgehaltene Plätze, die der Bund 2015 bestellt habe und für die daher auch der Bund zuständig sei. Das Fazit des Sozialstadtrats: "Aus Sicht der Stadt gibt es überhaupt keine Änderung der Strategie – und die lautet: Abbau von Kapazitäten."
Momentan betreut Wien 17.700 Menschen in der Grundversorgung – das sind um 2.700 weniger als im Juli des Vorjahres. Hackers Ziel ist eine Halbierung dieser Zahl. Allerdings: Dafür brauche es schnellere Asylverfahren, so Hacker in Richtung Bundesregierung.

Asylwerber: Zwei Drittel in Privatunterkünften

Asylwerber sind in Wien derzeit zu mehr als zwei Dritteln in Privatunterkünften untergebracht. Die größten Quartiere befinden sich im ehemaligen Geriatriezentrum Hietzing (800 Personen), im Haus Erdberg (600 Personen) und im Haus Liebhartsthal in Ottakring (300 Personen).
Noch heuer sollen zwei der drei Pavillons in Hietzing geschlossen werden, in Erdberg ist für das Jahr 2019 eine Reduktion der Bewohner geplant.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Calimero am 09.07.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Zug um Zug

    werden alle in die Gemeindewohnungen einquartiert vorgereiht dem autochtonen Österreicher .

  • miri am 09.07.2018 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    ja klar...

    ja klar, die sitzen jetzt in den schönsten neuen wohnungen, bezahlt von der bevölkerung österreichs.

  • Werner am 09.07.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    sind ja alle versorgt

    das glaube ich sogar das flüchtlingsunterkünfte abgebaut werden , haben ja mittlerweile alle eine gemeindewohnung

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bernhard Schreiber am 10.07.2018 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Meinung eines SPÖ Wählers dazu

    Sehr geehrter Herr Hacker, bitte kümmern sich sich eher um den Mist in der Stadt, der derzeit hier abläuft. Wie zB KH Nord, Semmelweiß, usw.. Sich um außenpolitische Belange bzw Regierungsarbeit zu kümmern fällt nicht in ihren Arbeitsbereich rein. Das steht ihnen nicht. Hier gibt's genug zu tun in Wien. Wien zuerst. Sie sind "nur" Stadtrat mehr nicht. Übrigens gleiches gilt für Hrn. Ludwig. In Wien gibt's mehr als genug zu tun. Anstatt zu Träumen, von Ludwig, als Kanzlernachfolger. Zeit für Realität ist angesagt in Wien meine Herren. Nicht von Kern in dessen Phantasiewelt verheddern lassen.

  • miri am 09.07.2018 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    ja klar...

    ja klar, die sitzen jetzt in den schönsten neuen wohnungen, bezahlt von der bevölkerung österreichs.

  • Werner am 09.07.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    sind ja alle versorgt

    das glaube ich sogar das flüchtlingsunterkünfte abgebaut werden , haben ja mittlerweile alle eine gemeindewohnung

  • Calimero am 09.07.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Zug um Zug

    werden alle in die Gemeindewohnungen einquartiert vorgereiht dem autochtonen Österreicher .