Nach Tod von Buben (9)

08. Februar 2019 16:24; Akt: 08.02.2019 16:24 Print

Stadt will nun Schulwege sicherer machen

Nach dem Tod eines Buben (9) in Landstraße – er wurde von einem Lkw überrollt – kündigt die Stadt Wien nun Maßnahmen an.

Auf diesem Zebrastreifen in Wien-Landstraße wurde der Bub (9) von einem Lkw überrollt und getötet. Ein Meer aus Kerzen und Blumen zeugen von der großen Anteilnahme. (Bild: Helmut Graf)

Auf diesem Zebrastreifen in Wien-Landstraße wurde der Bub (9) von einem Lkw überrollt und getötet. Ein Meer aus Kerzen und Blumen zeugen von der großen Anteilnahme. (Bild: Helmut Graf)

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Am 31. Jänner wurde im Bereich der Landstraßer Hauptstraße Ecke Petrusgasse ein Bub (9) von einem Lkw überrollt und getötet – "Heute" berichtete.

Die Anteilnahme ist enorm. Aber auch der Ruf nach Maßnahmen – der Vater des getöteten Buben setzt sich für Verpflichtende Abbiege-Assistenten für Lkw ein – wurde laut.

Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit

Nun reagiert auch die Stadt Wien. Ein Maßnahmenpaket aus drei Punkten soll die Verkehrssicherheit von Kindern am Schulweg erhöhen:

- Straßen im Umkreis von Schulen sollen entschärft werden. Das soll mittels Fahrbahnanhebungen an Kreuzungen, Gehsteigverbreiterungen auf Schulwegen oder farbiger Bodenmarkierungen passieren.

- Alle Ampelschaltungen werden auf Basis der Schulwegpläne, in denen Gefahrenstellen für den jeweiligen Schulstandort eingezeichnet sind, überprüft und gegebenenfalls angepasst.

- Verkehrsregeln sollen nachgeschärft werden. Heißt: Bestehende Lücken bei 30er-Zonen sollen geschlossen, die Einführung von temporären Autofahrverboten vor Schulen soll verstärkt werden.

Umsetzung an allen 270 Schulstandorten

Das Maßnahmenpaket soll laut dem Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) alle rund 270 Volksschulen in Wien umfassen. Vassilakou appellierte aber auch an Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), "klare Rahmenbedingungen und entsprechende Förderungen für die Sicherheitsausstattung von Lkw" zu schaffen. Auch mögliche Fahrverbote für schlecht ausgestattete Lkw müsse man diskutieren, zitiert der ORF die Verkehrsstadträtin.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Como am 08.02.2019 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung aufgegeben.

    Keiner von uns kennt den genauen Sachverhalt. Verschiedene Medien, verschiedene Berichte. Ist der LKW bei "Rot" gefahren, ist auch der Bub bei Rot über den Schutzweg gefahren/gegangen/gelaufen. Schrecklich genug, dass es immer solche Anhäufungen von Fehlern gibt. Und dann so ein furchtbarer Ausgang. Würden sich alle nur halbwegs an die Regeln halten, könnte uns so manches Leid erspart bleiben. Aufgrund meiner Beobachtungen habe ich die Hoffnung schon aufgegeben.

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  • Kannitverstan am 08.02.2019 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Maßnahmenkatalog

    Wenn man sich die Vorschläge der Experten durchliest fehlt eines, eine Maßnahme die verhindert, dass man vom Gehsteig aus mit hohem Tempo am Rad oder Roller auf die Kreuzung fahren kann. Keine Elektronik in Autos oder LKWs kann das verhindern.

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  • Micky Mau am 09.02.2019 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Warum hat die

    Kakerlakou das nicht schon vor Jahren gemacht, anstatt sinnlose Rad-Highways zu bauen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • ICH am 18.02.2019 14:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strafen

    Es ist natürlich tragisch, dass es zu Unfällen mit Verletzten kommt. Die Schuldigen gehören bestraft. Eigentlich wird immer der Autofahrer beschuldigt und bestraft. Wann kommen endlich die Stafen für Fußgänger und Radfahrer, die bei rot ohne zu schauen gehen oder fahren. Ich sehe TÄGLICH (!!!!!!) solche Leute. Auch sollte das nicht korrekte benützen des Radweges bestraft werden. Aber da haben wahrscheinlich Politiker was dagegen.

  • Frau am 10.02.2019 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsichtig

    Aufpassen muß jeder: egal ob Fußgänger oder Autofahrer, unsere Polizei hat in Wien genug zu tun, wo sollen sie sonst noch überall sein....???? Wäre gut wenn es wieder mehr Polizei im Einsatz gebe und nicht überall ein sparen.

  • PeterKarl am 10.02.2019 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trauriger Todesfall.

    Aber die Größte Gefahr in Wien sind sicher nicht die LKWs. Sondern die bunten Strassen Verkäufer auch vor den Schulen.

  • sabrina am 09.02.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Sofortmaßnahme JETZT

    Sofortmaßnahme wäre eine getrennte Grünphase bei Ampeln zwischen Fußgängern und abbiegenden KfZs. Toter Spiegel ist bereits Geschichte: "31. März 2009 Europäische Union. LautNachrüstrichtlinie (2007/38/EG) müssen seit diesem Tag Lkw und Busse über 3,5 Tonnen auf eine Weise mit Spiegeln ausgestattet sein, dass eine lückenlose Rundumsicht an der Fahrerkabine gewährleistet ist. Die Problematik nicht einsehbarer Bereiche des sogenannten toten Winkels sollte damit der Vergangenheit angehören. Ohne diese Rundumsicht werden Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen in der EU nicht zugelassen."

  • Conny am 09.02.2019 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lernen eine Straße überqueren

    Ich bin immer wieder erstaunt über das Verhalten von Fußgängern. Auch hier sollte es Kontrollen geben. Sehr viele, auch mit Kindern, gehen über den Zebrastreifen ohne schaun und fast täglich sieht man Fahrzeuge ein bremsen. Schlimmer sind Rad fahrer und Rollerfahrer, eigentlich lernt man ab zu steigen und drüber zu schieben anstatt weiter fahren. Auch hier passieren Unfälle nur weil zu wenig geschaut wird, nachher wundern und beschweren sich alle! Fußgänger sollten viel mehr schaun und nicht aus Vorrang Gründen einfach eine Fahrbahn queren!