Genesung im Kino?

31. März 2015 22:22; Akt: 01.04.2015 01:03 Print

Toter Wunderheiler auf Filmtour

Für Anhänger war Bruno Gröning ( 1959) ein "Wunderdoktor", Skeptiker hielten ihn für einen Scharlatan. Seine Fans laden jetzt sogar zu Kino-Events - mit angeblichen Spontanheilungen.

 (Bild: Screenshot)

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Für Anhänger war Bruno Gröning († 1959) ein "Wunderdoktor", Skeptiker hielten ihn für einen Scharlatan. Seine Fans laden jetzt sogar zu Kino-Events – mit angeblichen Spontanheilungen.


Mit "Massenheilungen" vom Balkon aus wurde Bruno Gröning ab 1949 in Deutschland bekannt. Blinde, Taube, Gelähmte und Krebs-Patienten lauschten seinen Worten, gingen angeblich geheilt nach Hause. Interviews mit Betroffenen sollen die "Wunderheilungen" belegen. So weit, so umstritten.

Grönings Methode: Er erklärt Menschen, wie sie Heilströme aufnehmen und so ihre Akkus aufladen können. Ziel ist es, einen Kranken zu einem lebensfrohen Menschen ohne körperliche und seelische Belastungen zu machen. Auch wenn die Vorgänge wie Humbug erscheinen, vertrauen sogar einige Mediziner auf die Lehre.

Die evangelische Kirche stuft den Gröning-Freundeskreis hingegen als Sekte ein. Im Internet ist eine "Radioansprache" Grönings verfügbar. Allein das Zuhören hat laut Fans heilende Wirkung. Auch in der Broschüre für das Gratis-Filmevent über Gröning am 5. April im Bellaria-Kino (Neubau) ist zu lesen, dass ein Kribbeln einsetzt und Schmerzen während der Vorführung verschwinden können. "Super-Guru" oder "Dummschwätzer"?

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