Drama in Floridsdorf

24. Mai 2019 12:59; Akt: 25.05.2019 19:26 Print

Familie verhungert – Volksanwalt ermittelt jetzt

Eine Mutter und ihre Zwillingstöchter wurden verhungert in einer Wiener Wohnung gefunden – die Volksanwaltschaft befasst sich mit dem Fall.

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Schon Ende März oder Anfang April dürften die Mutter (45) und ihre Zwillingstöchter (18) in der Wohnung in der Werndlgasse (Floridsdorf) verstorben sein. Die Körper waren abgemagert, die drei verhungert. Grund dürfte eine psychische Erkrankung der Mutter gewesen sein.

Die Mädchen wiesen offenbar eine Entwicklungsverzögerung auf, die Mutter hatte unter einer psychischen Erkrankung gelitten. Ab Dezember 2016 war, nach Angaben der Behörde, auch die Kinder- und Jugendhilfe mit der Familie befasst, beendete jedoch die Betreuung im März 2017.

Stadt Wien muss antworten

Jetzt hat sich die Volksanwaltschaft eingeschaltet. Volksanwalt Günther Kräuter in einer Auissendung: "Aufklärungsbedürftig erscheint, warum die Behörde im Jahr 2017 keine Gefahr für das Kindeswohl annahm und der Familie offenbar auch keine weiterführenden Betreuungsangebote machte."

Die Volksanwaltschaft wird als nächsten Schritt die Stadt Wien um Stellungnahme ersuchen und die betreffenden Akten einsehen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • AlShishani am 25.05.2019 00:57 Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Wenn es darum geht von Eltern ihre Kinder wegzunehmen ist das Jugendamt immer da,wenn es darum geht die Kinder vor Tod zu schützen sind die psychischkranke Eltern schuldig..

  • Susan V. am 24.05.2019 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon traurig,

    dass Einrichtungen, wie die Volksanwaltschaft oft erst tätig werden, wenn es zu spät ist. Wo war denn der Voljsanwalt, vor dieser Tragödie? Der erschütternde Fall bringt es wieder einmal ans Tageslicht. Menschen, die dringend Hilfe benötigen werden auch in der schönen Alpenrepublik mit ihren Problemen größtenteils alleine gelassen. Hilfe gibt es leider oft nur in der Theorie oder in einer anderen Form, als sie benötigt würde. Hier herrscht jedenfalls Verbesserungsbedarf. Man muss sich nur einmal nach staatlicher Unterstützung erkundigen, um schon bald zu erkennen, dass hier "viel Lärm um Nichts" gemacht wird. In der Regel bekommt keiner die Hilfe, die er tatsächlich benötigen würde. Das beginnt schon bei Pflegebedürftigen, die eine Heimhilfe brauchen. Sie können sich nicht aussuchen, für wieviele Stunden die Hilfe tatsächlich gebraucht wird, sondern müssen sich damit abfinden, sie kürzer oder länger beschäftigen zu müssen, als benötigt.

  • zachaeus am 24.05.2019 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Unsere liebe Volksanwaltschaft

    ermittelt. Ich habe vor Jahren eine Beschwerde über eine Bezirkshauptmannschaft mit beigefügter, schriftlicher Dokumentation gerichtet. Nach gut 2 Jahren sollte ich zurückrufen (geht nicht, nur schriftlich!) um das "unter den Tisch kehren" zur Kenntnis zu nehmen. Das war's.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • AlShishani am 25.05.2019 00:57 Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Wenn es darum geht von Eltern ihre Kinder wegzunehmen ist das Jugendamt immer da,wenn es darum geht die Kinder vor Tod zu schützen sind die psychischkranke Eltern schuldig..

  • Bruno Bär am 24.05.2019 18:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reine Übertreibung

    Das kann nicht die Aufgabe der Volksanwaltschaft sein, was sich in den eigenen 4 Wänden abspielt. Reine Wichtigmacherei

  • zachaeus am 24.05.2019 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Unsere liebe Volksanwaltschaft

    ermittelt. Ich habe vor Jahren eine Beschwerde über eine Bezirkshauptmannschaft mit beigefügter, schriftlicher Dokumentation gerichtet. Nach gut 2 Jahren sollte ich zurückrufen (geht nicht, nur schriftlich!) um das "unter den Tisch kehren" zur Kenntnis zu nehmen. Das war's.

  • Sue am 24.05.2019 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es darf nicht sein...

    Es ist gut, dass sich hier die Volksanwaltschaft einschaltet. Hier haben die Behörden Wiens konplett versagt. Wo war die Sachwalterschaft usw. Man kümmert sich ja nur mehr noch über schreiende, beschwerende, im Extremfall Messerattacken und Bombendrohungen, In- und Ausländer auf den Ämtern. Auch wenn viel eingespart wurde im Personal, ich arbeite selbst auf einer Sozialabteilung in NÖ, habe persönlich zwei Bombendrohungen mit Evakierung bereits miterlebt, eine gewisse Betreuung von gefährdeten Familien muss gewährleistet sein

  • Susan V. am 24.05.2019 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon traurig,

    dass Einrichtungen, wie die Volksanwaltschaft oft erst tätig werden, wenn es zu spät ist. Wo war denn der Voljsanwalt, vor dieser Tragödie? Der erschütternde Fall bringt es wieder einmal ans Tageslicht. Menschen, die dringend Hilfe benötigen werden auch in der schönen Alpenrepublik mit ihren Problemen größtenteils alleine gelassen. Hilfe gibt es leider oft nur in der Theorie oder in einer anderen Form, als sie benötigt würde. Hier herrscht jedenfalls Verbesserungsbedarf. Man muss sich nur einmal nach staatlicher Unterstützung erkundigen, um schon bald zu erkennen, dass hier "viel Lärm um Nichts" gemacht wird. In der Regel bekommt keiner die Hilfe, die er tatsächlich benötigen würde. Das beginnt schon bei Pflegebedürftigen, die eine Heimhilfe brauchen. Sie können sich nicht aussuchen, für wieviele Stunden die Hilfe tatsächlich gebraucht wird, sondern müssen sich damit abfinden, sie kürzer oder länger beschäftigen zu müssen, als benötigt.