"Würde gleich handeln"

05. Januar 2019 09:04; Akt: 05.01.2019 09:49 Print

Politiker will Strafe von Grapsch-Opfer bezahlen

Eine junge Schweizerin wurde in Wien begrapscht und brach dem Verdächtigen die Nase. Ein Politiker aus ihrer Heimat will eine etwaige Geldstrafe begleichen.

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Eine 21-jährige Schweizerin fackelte in der Silversternacht nicht lange, als ihr ein Afghane auf dem Wiener Rathausplatz an den Po fasste: Die Frau aus Genf schlug reflexartig zu und brach dem 20-Jährigen dabei das Nasenbein.

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Dem Angreifer droht nun eine Strafe wegen sexueller Belästigung. Doch auch das Opfer könnte sich wegen dem Faustschlag vor Gericht verantworten müssen, wie Star-Anwalt Rudi Mayer erklärt. Beide wurden angezeigt.

"Wie soll sich eine Person denn sonst wehren?"

Zum Vorfall äußerte sich jetzt auch der Schweizer Politiker Christoph Blocher von der Schweizerischen Volkspartei (SVP). "Sollte die Frau bestraft werden, dann zahle ich ihr gerne die Buße", sagte er in der Online-Sendung "Teleblocher". "Wie soll sich denn so eine Person sonst wehren, wenn sie nicht mal das tun kann."

Er würde in einer ähnlichen Situation, zum Beispiel wenn ihm jemand das Geldbörsel klauen wollte, genau gleich reagieren, fügt Blocher an. "Natürlich kann man dann immer noch sagen, es sei unverhältnismäßig – aber naja, gut."

Auch Jungfreisinnige wollen zahlen

Aber nicht nur Christoph Blocher ist dazu bereit, eine allfällige Strafzahlung zu übernehmen: Auch die Jungfreisinnigen (liberale Jungpartei) der Stadt Zürich würden unterstützen. "Wir begrüßen und unterstützen ihre Zivilcourage und haben uns daher dazu entschieden, der Frau anzubieten, eine allfällige Buße zu übernehmen", schreibt Vize-Präsidentin Jessica Brestel in einer Mail an "20 Minuten".

"Wir möchten ein Zeichen setzen, dass sich Frauen auch in Zukunft trauen, sich bei sexueller Belästigung zu wehren und nicht aus Angst wegen einer Strafanzeige auf eine Reaktion verzichten."

Wie man sich effektiv gegen Angreifer wehrt – Polizeiausbildner Bernd Leitenberger zeigt es im "Heute"-Video:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • katja am 02.01.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich!

    na endlich wehrt sich einmal eine frau gegen diese sexualtäter - die anzeige, die die frau erhalten hat, ist schlichtweg eine provokation!

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  • Hannah am 02.01.2019 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde sie hat alles richtig gemacht

    Bravo. Findet sich ein Promi-Anwalt der diese mutige Frau verteidigt?

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  • Bertl72 am 02.01.2019 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Körperverletzung vs. Notwehr

    Sollen sich die Frauen wirklich alles gefallen lassen. Meines Erachtens ist es reine Notwehr. Was soll noch weiter passieren bis sich eine Frau wehren darf OHNE gleiche eine Anzeige zu erhalten. In welcher Welt leben wir schon?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kirsten am 08.01.2019 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig gemacht

    Finde das hat sie richtig gemacht

  • Ignaz Gartngschirrl am 06.01.2019 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gerechtfertigt

    Red Nose Day mal anders...gefällt mir!

  • Peter Völlenklee am 06.01.2019 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die Frau hat sich nur verteidigt

    Es ist unerhört, die Frau hatte vollkommen recht, man müsste ihr einen Glückwunsch aussprechen. Den Mann gehört ein Denkzettel verpasst. Er wird sich in Zukunft überlegen wie man sich einer Frau gegenüber verhalten sollte. Sie hat sich nur verteidigt.

  • Reinhard am 06.01.2019 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizerin

    Absolut richtig reagiert, Anzeige vom Opfer ist eher proformhalber. Jeder hat das Recht sich zu wehren, keine Abwehr ist überzogen, denn jeder empfindet in seiner Angst anders.

  • Hilfe am 06.01.2019 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Regenbogenparade

    Eine Schweitzerin zeig wo es lang geht WO ist die Frauen Power in Ö.....?