Mehr Sicherheit in Öffis

31. Mai 2018 11:03; Akt: 31.05.2018 11:04 Print

"Wiener Linien"-Securitys ab Juni mit Bodycams

Das Sicherheits-Team der Wiener Linien soll mit Bodycams ausgestattet werden – "Heute" berichtete. Im Juni startet eine zweimonatige Testphase.

Die Wiener Öffis sollen die sichersten Orte der Stadt bleiben, befinden Neo-Bürgermeister Michael Ludwig und Öffi-Stadträtin Ulli Sima (beide SPÖ). Die Ausstattung der Wiener Linien-Security mit Bodycams soll dabei helfen. (v.l.n.r. Stadträtin Ullia Sima, Wiener Linien-Mitarbeiterin, Bürgermeister Michael Ludwig, Wiener Linien-Mitarbeiter). (c) PID/Martin Votava (Bild: zVg)

Die Wiener Öffis sollen die sichersten Orte der Stadt bleiben, befinden Neo-Bürgermeister Michael Ludwig und Öffi-Stadträtin Ulli Sima (beide SPÖ). Die Ausstattung der Wiener Linien-Security mit Bodycams soll dabei helfen. (v.l.n.r. Stadträtin Ullia Sima, Wiener Linien-Mitarbeiterin, Bürgermeister Michael Ludwig, Wiener Linien-Mitarbeiter). (c) PID/Martin Votava (Bild: zVg)

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Wie "Heute" exklusiv berichtetet, plant der neue Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) eine Sicherheitsoffensive in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese ist Teil von Ludwigs Vorstoß, für ganz Wien eine Hausordnung zu erarbeiten, an die sich alle halten sollen.

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Damit die bereits bestehende Hausordnung im Bereich der Wiener Linien eingehalten wird, werden die Mitarbeiter des Wiener Linien-Sicherheitsdienstes bis Ende des Jahres mit Bodycams ausgestattet. Gemeinsam mit Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) machte sich der Stadtchef nun ein erstes Bild von den Geräten im Einsatz.

"Die Wiener Öffis zählen zu den sichersten Orten Wiens. Damit dies auch so bleibt, setzen die Wiener Linien eine Vielzahl von Maßnahmen", betonte Sima. So sei letztes Jahr ein Sicherheits-Team aufgebaut worden, seit August zeigten die derzeit rund 60 Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts Präsenz im Öffi-Netz und sorgten dafür, dass die Hausordnung eingehalten werde.

Bodycams für 120 Mitarbeiter bis Ende 2019

Bis Ende 2019 sollen rund 120 Sicherheits-Mitarbeiter gut sichtbar für die Fahrgäste unterwegs sein. Diese Mitarbeiter sollen nun mit Bodycams ausgestattet werden. Zum Einsatz kommen sollen die Kameras bereits Ende des Jahres. Davor wird getestet: Mit Juni startet ein rund zweimonatiger Probebetrieb.

"Die Sicherheit der Fahrgäste hat Priorität und die vielen gesetzten Maßnahmen der Wiener Linien tragen entscheidend dazu bei, dass sich die Fahrgäste wohl fühlen. Die Sicherheitsteams in den Wiener Linien werden laufend aufgestockt und bestens ausgerüstet, wie in Kürze mit Bodycams, die auch schon bei ÖBB und Polizei erfolgreich im Einsatz sind", betonte Bürgermeister Ludwig.

Öffis sollen sicherste Orte bleiben

Für Öffi-Stadträtin Sima sind die Sicherheitsteams ein Erfolgsmodell, das bei den Fahrgästen sehr gut ankommt: "Damit die Öffis auch künftig die sichersten Orte der Stadt bleiben, investieren wir laufend in die Sicherheit und arbeiten natürlich eng mit der Polizei zusammen. Die Bodycams wirken sowohl präventiv abschreckend als auch deeskalierend und die Aufnahmen erfüllen eine wichtige Dokumentationsfunktion", so Sima.

Zur Herstellersuche startete eine mehrstufige Ausschreibung. Zeitgleich testen die Wiener Linien die unterschiedlichen Modelle hinsichtlich Handhabung, Aufnahmequalität und Auswertung. Die Erfahrungswerte aus dem Testbetrieb fließen dann in die Entscheidungsfindung ein. Im August soll die Ausschreibung abgeschlossen sein und die Bestellung erfolgen.

Hausordnung in den Wiener Linien

Seit dem Start des Sicherheitsdienstes der Wiener Linien haben Mitarbeiter rund 10.000 Fahrgäste angesprochen – in rund der Hälfte der Fälle, weil die Hausordnung nicht eingehalten wurde.

Abseits der Hausordnung wurde das richtige und sichere Verhalten im Zusammenhang mit den Öffis angesprochen. Etwa, dass der Transport von Fahrrädern auf der Rolltreppe aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt ist. Am häufigsten machten die Sicherheitsteam-Mitarbeiter auf das Verbot von Fahren am Bahnsteig mit Fahrrädern, Scootern, Skateboards usw. aufmerksam, gefolgt von Hunden ohne Maulkorb oder Leine sowie Betteln. Weitere Themen waren der verbotene Konsum von Alkohol oder Zigaretten sowie Lärmen.

Videoüberwachung wird ausgebaut

Neben dem Wiener Linien-Sicherheitsteam soll auch die Videoüberwachung in den Stationen und Fahrzeugen für mehr Sicherheit in den Öffis sorgen. Aktuell liefern rund 12.500 Kameras im ganzen Wiener Linien-Netz Bilder, die im Fall der Fälle von der Polizei ausgewertet werden können. Dies würde immer wieder einen wichtigen Beitrag zur hohen Aufklärungsquote beitragen, heißt es.

In allen 109 U-Bahnstationen und im Großteil der Züge gibt es bereits Videoüberwachung. Nun soll die Anzahl der Videokameras weiter erhöht werden. Heuer werden insgesamt rund 900.000 Euro für rund 1.600 neue Kameras investiert.

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(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erik am 31.05.2018 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Fein

    Feine Sache !!! wer nichts böses tut - braucht auch nichts befürchten !!! ganz einfache Rechnung !

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  • Rudolf am 31.05.2018 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Öbb

    ich hoffe auch die Bundesbahnen ziehen in den Schnellbahnzügen mit Securitys nach !!! nicht zumutbar so manche Linie in Niederösterreich !! 2

  • Sandra am 31.05.2018 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    einsam

    bitte auch auf Schnellbahnhöfen ebenfalls Securitys !! stehe oft alleine am Bahnhof nach der Arbeit ! Null Sicherheitsgefühl !!!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 31.05.2018 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Deptslave

    Und was ist mit der EU - Datenschutz Verordnung , ich muss doch vorher fragen ob die Abgebildeten Personen einverstanden sind, gefilmt zu werden?

    • Fred von Jupiter am 31.05.2018 17:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Max Mustermann

      Filmen ist erlaubt, nur die Veröffentlichung bedarf der Zustimmung. Im Zuge von Fahndungen wegen Straftaten braucht die Exekutive keine Erlaubnis des Übeltäters.

    • Korbi am 31.05.2018 18:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Max Mustermann

      Nein. Nicht wenn es eine gesetzliche Grundlage oder ein Vertrag mit dem aufnehmenden (verkehrsverbund) besteht, der die Aufnahme beinhaltet

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  • Markus am 31.05.2018 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Wiener Linien

    Gut geschulte Mitarbeiter mit Pfefferspray und Schlagstock wären mir lieber, wenn meine Frau in den Abendstunden heim fahren muss! Lieber hinter dicken Schutzwesten und Bodycams verstecken! Außerdem sollte man lieber die Polizei aufstocken - die greifen nämlich ein, wenn was passiert!

    • Fred von Jupiter am 31.05.2018 18:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Markus

      Für die Aufstockung der Polizei ist Kickl zuständig, aber der führt nur eine große Lippe, ist sonst aber untätig.

    • milchmädchen am 31.05.2018 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fred von Jupiter

      Die Aufstockung hätte schon vor 3 Jahren passieren sollen.

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  • Herta am 31.05.2018 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit

    Frau Landeshauptfrau Leitner / bitte bei der Schnellbahn in NÖ gleich ein Beispiel nehmen ! Dankeschön

  • Rorschach am 31.05.2018 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Und Ulli hat die Hand drauf

    Wie immer. Einfach grossartig!

    • Paul am 31.05.2018 17:44 Report Diesen Beitrag melden

      Wann arbeitet die eigentlich

      Die lässt ja so gut wie keinen Foto-Termin aus. Andererseits, dann kann sie auch weniger Schaden anrichten.

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  • Erik am 31.05.2018 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Fein

    Feine Sache !!! wer nichts böses tut - braucht auch nichts befürchten !!! ganz einfache Rechnung !

    • Korbi am 31.05.2018 16:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Erik

      auch wenn man nicht's macht, kann man auf den Aufnahmen erscheinen. Das ist das bedenkliche

    • Marlene am 31.05.2018 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Korbi

      so interessant sind Sie nicht! Wen interessiert das denn? Ist doch egal, wenn man nichts angestellt hat!

    • Korbi am 31.05.2018 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marlene

      da nicht bekannt ist, wo die Daten gespeichert werden, wie lange die speicherdauer ist oder wer alles die Aufnahmen sieht, ist es schon bedenklich. oder möchten sie, dass ich ihnen mit einer Kamera hinter ihnen herlaufe und alles aufnehm? sie tun ja nichts, da kann ich sie ja aufnehmen, oder?

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