Wiener Linien

10. März 2019 09:56; Akt: 10.03.2019 10:28 Print

So häufig behindern Falschparker die Öffis

Die Wiener Linien haben die Zahlen jener Autofahrer ermittelt, die im Vorjahr durch Falschparken die Öffis behinderten.

Im Jahr 2018 gab es rund 700 Fälle von Blockierungen durch Falschparker weniger, als im Jahr davor. (Bild: Wiener Linien)

Im Jahr 2018 gab es rund 700 Fälle von Blockierungen durch Falschparker weniger, als im Jahr davor. (Bild: Wiener Linien)

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"Rund 2.300 Mal wurden Bus und Bim im Vorjahr von falsch geparkten Fahrzeugen blockiert. Das bedeutet, dass die Öffis rund sechs Mal täglich durch Falschparker an der Weiterfahrt gehindert wurden", heißt es in einer heutigen Aussendung der Wiener Linien. Im Jahr 2018 wurden rund 700 Falschparker weniger gezählt als im Jahr davor.

Falschparken kostet Zeit und Nerven

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"Falsch geparkte Autos sind nicht nur für die Wiener Linien ein ganz besonderes Ärgernis, sondern vor allem für die Fahrgäste. Es kann bis zu 40 Minuten dauern, bis Bus und Bim weiterfahren können. Für die Fahrgäste bedeutet das: "Bitte warten".

Beim Parken auf Bus- und Schienenstraßen gilt für Autofahrer generell, dass die Betonplatten, auf denen die Gleise liegen, stets frei bleiben müssen. Außerdem sollte man die Seitenspiegel einklappen.

Werden Öffis blockiert, wird es teuer: "Neben einer Verwaltungsstrafe sind auch die Kosten für den Feuerwehreinsatz oder Abschleppdienst zu tragen, sowie die Überstunden des notwendigen Personals." Das kann mitunter mehrere hundert Euro kosten.

Maßnahmen gegen Falschparker

Die Wiener Linien versuchen, gemeinsam mit den Bezirken, bekannte Falschparker-Hotspots zu entschärfen. Das geschieht in erster Linie über Halte- und Parkverbote. "Die bisherige Erfahrung zeigt, dass der Wegfall von wenigen Stellplätzen hunderte Öffi-Nutzer noch pünktlicher an ihr Ziel bringt", erklären die Wiener Linien.

Im Vorjahr wurden beispielsweise einige Parkplätze in der Blindengasse in Josefstadt durch Fahrradabstellplätze und Sperrlinien ersetzt. Dadurch war die Straßenbahnlinie 5 nur noch 13 Mal blockiert, statt wie 2017 18 Mal.

Auch Gehsteigverbreiterungen versprechen große Erfolge: Seit Anfang 2017 gibt es in der Kreuzgasse in Währing zwischen Klostergasse und Lacknergasse etwa 25 Parkplätze weniger. In diesem Abschnitt kam es vor der Maßnahme insgesamt 51 Mal zu Blockierungen der Straßenbahnlinien 9 und 42. 2017 kam es zu lediglich acht Blockierungen.

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(rfr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • susi suvi am 10.03.2019 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SUV

    Die Strafen sind viel zu niedrig für diese asozialen Falschparker.

  • Karl Max am 10.03.2019 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Falschparker

    Wien hat doch ein riesen Finanzdefizit. Wo ist also das Problem? Ordentliche Strafen für Verkehrsbehinderer und schon löst sich das Problem von selber.

  • Sebastian Fels am 10.03.2019 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Parkraumwirtschaft

    Es dauert auch seine Zeit, damit umzugehen, dass immer mehr Parkplätze vernichtet werden. Ohne Alternativen zu bilden. Alles kann mit Fahrrad und Öffis nicht transportiert werden. Was natürlich die Falschparker nicht rechtfertigt.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • KRF-S am 10.03.2019 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Falschparker

    Die Linie 37 darf auch ruhig erwähnt werden, da sie ebenfalls wie die Linien 9 und 42 zu den am meisten betroffenen Linien zählen! Hotspots der Linie 37: Döblinger Hauptstraße und Hohe Warte! Dauer der Behinderungen meistens 5 bis 30 Minuten, selten auch sogar eine Stunde (Mit Feuerwehreinsatz)!

  • Herr Karl am 10.03.2019 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Assiverhalten einbremsen

    Strafen in Bezug auf das Einkommen setzen. Punkt!

    • Vorstadtmama am 11.03.2019 13:46 Report Diesen Beitrag melden

      Geht nach hinten los...

      Die meisten Falschparker sind Lieferanten und die schuldigen Fahrer sind in der Regel bitterarm.

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  • Sebastian Fels am 10.03.2019 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Parkraumwirtschaft

    Es dauert auch seine Zeit, damit umzugehen, dass immer mehr Parkplätze vernichtet werden. Ohne Alternativen zu bilden. Alles kann mit Fahrrad und Öffis nicht transportiert werden. Was natürlich die Falschparker nicht rechtfertigt.

    • Citycar am 10.03.2019 23:12 Report Diesen Beitrag melden

      Wozu braucht man in einer Stadt...

      ...ein eigenes Auto? Gerade in Wien gibt es ein gut ausgebautes Öffi-Netz, und Radfahren oder mal ein paar Schrittezu Fuß sind Gesund! Und sollte man doch mal Ein Auto brauchen, empfehle ich Carsharing... Auch die Anwohner werden es zu danken wissen, denn nicht nur der Lärm wird weniger, auch die Luftverschmutzung nimmt ab!

    • Vorstadtmama am 11.03.2019 13:48 Report Diesen Beitrag melden

      Ist ja meist nicht das eigene Auto

      das der Lieferant auf die Schienen stellt. Weil er ja nur "kurz" laden muss. Wenn ich mich recht erinnere, war vor etwa 30 Jahren das Stehen in 2. Spur für etwa 10 Minuten legal.

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  • Karl Max am 10.03.2019 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Falschparker

    Wien hat doch ein riesen Finanzdefizit. Wo ist also das Problem? Ordentliche Strafen für Verkehrsbehinderer und schon löst sich das Problem von selber.

  • Peter am 10.03.2019 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wr. Linien Fahrer sind auch nicht so unschuldig

    Es ist aber auch eine Tatsache dass viele Öffi-Lenker nur so tun als würden sie nicht vorbei kommen. Obwohl es sich, knapp aber doch, ausgeht. Sowas habe ich schon sehr oft beobachtet. Vor kurzem im ersten Bezirk. Ein Bus will links in eine Gasse abbiegen. Kommt angeblich nicht um die Kurve. Blockiert erst mal alles hinter sich. Aber neben dem Bus sind LKWs, Sattelzüge vorbeigefahren. Der Busfahrer hat einfach die Kurve falsch gefahren, bestand aber darauf dass ein geparktes Auto ihn hindert. Sowas sehe ich fast täglich. Bitte hier mal Verbesserungen vornehmen.

    • Max Steuerzahler am 10.03.2019 14:20 Report Diesen Beitrag melden

      Nachdenksta was schreibta

      Sicher auch nur ein Wichtigtuer , denn wenn er hinter ihm alle blockiert kommt ja KEINER vorbei -Punkt-

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