"Nicht im Sinne des Gesetzes"

19. Januar 2019 10:26; Akt: 19.01.2019 11:04 Print

Wirbel um Sonja Klima als neue Hofreitschul-Chefin

Nach der umstrittenen Bestellung von Sonja Klima als Nachfolgerin von Elisabeth Gürtler, trat der Beirat geschlossen zurück. In der "ZIB 2" verteidigt Michael Enzinger diesen Schritt.

ZIB 9:00 - Kapriolen um Lipizzaner (Quelle: APA/ORF)

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Die Kapriolen um die Bestellung von Sonja Klima als neue Chefin der Spanischen Hofreitschule dauern an. Nachdem Donnerstag-Abend die Ex-Gattin von Ex-Kanzler Viktor Klima (SPÖ) in dieser Position bestätigt wurde, zog der Fachbeirat Konsequenzen und trat geschlossen zurück – "Heute" berichtete.

Denn: Klima war nur die Zweitgereihte unter den drei Bewerbern, galt aber als Wunschkandidatin der Regierung. Währenddessen erachtete der Beirat unter den Bewerbern nur den Bereiter und administrativen Leiter der Reitbahn, Herwig Radnetter, für die Position als geeignet. In der "ZiB 2" am Freitagabend verteidigte Beiratsmitglied und Präsident der Wiener Rechtsanwaltskammer Michael Enzinger diesen drastischen Schritt(siehe Video oben).

"Nicht im Sinne des Gesetzes"

"Es gab eine öffentliche Ausschreibungen", erklärt Enzinger im ORF-Studio nüchtern. Diese solle "sicherstellen, dass der Bestqualifizierte für eine Funktion ausgewählt wird. Wenn man sich dann nicht an die Beurteilung des Gremiums hält, dann ist hier nicht im Sinne des Gesetzes vorgegangen worden".

Im Ö1-Mittagsjournal am Freitag schwangen noch die Emotionen mit. Man sei über den "übelsten Postenschacher" verärgert, hatte Enzinger da die Vorgänge noch bezeichnet. Und auch in einem Interview mit der "Presse" wählte der Rechtsanwaltskammer-Präsident drastische Worte: "Die Entscheidung des Aufsichtsrates ist maßgeblich vom Ministerium dirigiert worden. Das ist eine politische Intervention, für die sich der Fachbeirat nicht hergibt."

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Posten am 19.01.2019 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Schacherei

    Ein postenschacher der übelsten Art! Sowas hat ja bei Rot und schwarz schon seit Jahrzehnten Tradition..

  • Dean am 19.01.2019 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Postenschacher....

    gabs vor Türkis/Blau nicht. Diese niederträchtige Art der Besetzung ist neu. (Sarkasmus off). Echt jetzt, das regt noch auf.... Die ganze Welt ist doch korrupt. (Es gilt die Unschuldsvermutung)

    einklappen einklappen
  • Isnetso? am 19.01.2019 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Postenschacher?..

    ..So etwas gibt es doch nicht bei uns :-)

Die neuesten Leser-Kommentare

  • jj.wischer am 21.01.2019 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    ist doch wie immer

    die frage nach einer qualifikation zu stellen ist auch hier völlig unnötig. hauptsache sie kommt aus dem nahbereich eines politikers, auch wenns ein ex ist.

  • Nil am 21.01.2019 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und Selbstachtung

    Wenn diese Frau nur ein Funken Verstand oder Selbstachtung hat nimmt sie diesen Posten der eh unnötig ist und nur Geld kostet nicht an. Aber wahrscheinlich ist sie nur Geldgeil, egal was Hauptsache Geld kommt rein.

  • Alex am 21.01.2019 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Also eines kann ich nicht verstehen ..

    .., denn "Postenschacher" heisst ja einem EIGENEN Parteimitglied einen "Versorgungsposten" zukommen zu lassen. Frau Klima ist nun eindeutig ROT, weder Schwarz und auch nicht blau .. Hmmm, also irgendwer versucht uns für dumm zu verkaufen. Nur wer?

  • Censorship am 21.01.2019 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Der permanente Kampf um den Futtertrog

    Niemand braucht diesen Job, außer die Günstlinge. Nun regen sich jene auf, die nicht dran kamen... De facto könnte man die SHRS auch durch überbezahlte Beamte leiten lassen... Die Berufung Gürtlers, war ja auch nicht frei von Kritik...

  • Nil am 20.01.2019 23:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie bekommt was sie will egal wie

    Dies Frau wird viele verborgene Fähigkeiten besitzen die sie beim Bewerbungsgespräch geschickt eingesetzt hat.