Unterschrift gefälscht

09. Februar 2019 09:48; Akt: 09.02.2019 10:23 Print

Falscher Kanye West ergaunert 900.000 Dollar

Der deutsche Modedesigner Philipp Plein buchte Ye und überwies ihm einen Vorschuss. Das Geld landete bei einem Betrüger.

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Bei der New York Fashion Week (8. bis 16. Februar) sind nicht nur Haute Couture und Laufstegschönheiten gefragt. Für ein passendes Rahmenprogramm greifen die Veranstalter mitunter tief ins Börserl. So auch Philipp Plein, der bei seiner Show am 11. Februar keinen Geringeren als Kanye West auftreten lassen wollte.

Der Gig schien unter Dach und Fach. Plein hatte mit einem (vermeintlichen) Sprecher des Hip-Hop-Stars verhandelt, West selbst den Vertrag bereits unterzeichnet und dafür laut "TMZ" eine Anzahlung von 900.000 Dollar (circa 795.000 Euro) erhalten.

Der Rapper wusste allerdings gar nichts davon. Ein Betrüger, der angeblich aus dem Umfeld von Kanyes Plattenfirma G.O.O.D. Music stammt, soll die Unterschrift des Stars gefälscht und die Gage eingestreift haben. Der Schwindel flog auf, als Kanyes Frau Kim Kardashian einem Fan via Twitter versicherte, dass ihr Gatte keinen Fashion-Show-Auftritt plane:

Irrtum und Missbrauch

Philipp Plein bestätigte den Betrug am Abend des 8. Februar (via "Bild"): "Wir hatten uns sehr darauf gefreut, mit ihm zusammenzuarbeiten, aber leider hatte eine Person vorgetäuscht, ein Teil seines Management-Teams zu sein und handelte ohne Wissen von Kanye. Er missbrauchte dabei die ehemalige Freundschaft zu ihm. Leider waren auch wir von diesem Irrtum betroffen."

"Wir haben uns vor Kurzem mit dem offiziellen Team von Kanye abgestimmt und veröffentlichen gemeinsam diese Erklärung, um klarzustellen, dass kein Fehlverhalten auf unserer Seite vorliegt. Wir hoffen, dass wir in Zukunft mit Kanye West zusammenarbeiten können, und freuen uns auf unsere 20-Jahre-Jubiläums-Show am kommenden Montagabend."

Laut "Bild" waren die 900.000 Dollar die gesamte vereinbarte Gage, nicht nur ein Vorschuss. Plein überwies einen Teil der Summe und soll das Geld inzwischen bereits wiederhaben.

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(lfd)

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