Dönmez über Rauswurf

03. September 2018 20:06; Akt: 03.09.2018 23:00 Print

"Deutscher Präsident hat bei Kurz interveniert"

Der bald wilde Abgeordnete Efgani Dönmez ist der Meinung, dass der deutsche Präsident persönlich seinen Rauswurf aus dem ÖVP-Klub forderte.

Efgani Dönmez (Bild: picturedesk.com/APA)

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Efgani Dönmez will nach seinem Rauswurf aus dem ÖVP-Parlamentsklub nicht zurücktreten, sondern als wilder Abgeordneter im Parlament bleiben.

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Steinmeier soll interveniert haben
Dass er nach heftiger Kritik auf Twitter und vonseiten der SPÖ auch von seiner eigenen Partei für den Tweet gegen Sawsan Chebli verurteilt wurde, kann Dönmez sogar verstehen.

Er ist der Meinung, dass Kurz gar keine andere Wahl gehabt habe, als ihn aus dem Parlamentsklub zu werfen. "Es wurde Druck auf Kanzler Kurz gemacht. Und zwar vom deutschen Bundespräsidenten selbst", sagt Dönmez gegenüber "Heute".

Frank-Walter Steinmeier höchstpersönlich soll seinen Rauswurf gefordert haben, weil Chebli in seiner Zeit als Außenminister seine stellvertretende Sprecherin war.

So nicht korrekt, sagt BKA
Das ist zumindest die Meinung von Efgani Dönmez. Aus dem Umfeld von Sebastian Kurz heißt es, dass diese Darstellung so nicht korrekt ist.

"Schau dir ihre Knie an"
Zum Verhängnis wurde Dönmez ein vermeintlich sexistischer Tweet, den er über die deutsche SPD-Politikerin Sawsan Chebli schrieb. Wie konnte sie jemals Staatssekretärin werden?, fragte ein Blogger auf Twitter. "Schau dir mal ihre Knie an, vielleicht findet du da eine Antwort :)", antwortete Dönmez.

Dönmez will das aber gar nicht sexistisch gemeint haben, sondern bezieht die Aussage auf die Einstellung der deutschen "Sozis" gegenüber den "Islamisten", denen sie den roten Teppich ausrollen würden.

"Keine Einzige, die schlecht über mich redet"
Als Beweis, dass ihm Sexismus fern liegt, erzählte Dönmez von seinem bisherigen Arbeitsumfeld. Er habe 12 Jahre lang an der FH mit zwei Drittel Frauen zusammengearbeitet. Auch in seinem derzeitigen Berufsumfeld bei der ÖVP habe er zumeist mit Frauen zu tun. Und: "Sie werden dort keine Einzige finden, die schlecht über mich redet", sagte er gegenüber "Heute".

Schlecht reden tut Dönmez aber über Sawsan Chebli: "Man muss sich nur ansehen, was diese Frau schon alles gearbeitet hat. Sie ist früher schon mit anti-israelischen, anti-semitischen Aussagen aufgefallen." Nur in diesem Kontext sei sein Tweet zu verstehen, bekräftigte er nochmals.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Armin am 03.09.2018 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist an der Aussage sexistisch?

    Außer man interpretiert das wissentlich rein, weil man glaubt, dass das so sein muss...

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  • Mama Renate am 03.09.2018 21:02 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbeschädigung von Kurz

    Die ÖVP zeigt vor der evtl. vorgezogenen Wiener Wahl, dass sie bereit ist ihren Islamkritiker zu opfern,ohne mit der Wimper zu zucken. Damit hat Kurz seine eigenen Knie beschädigt.

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  • katja am 03.09.2018 21:17 Report Diesen Beitrag melden

    war nicht anders zu erwarten!

    ja, kurz ist beinhart, er hat efgani blos für die wählerstimmen gebraucht! ich, als frau finde an dem satz nichts sexistisches!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • KG am 05.09.2018 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    RS

    Jetzt verdient er noch ein bisserl mehr, darf in der letzten Reihe seinen Kasperl spielen......alles in Ordnung.....

  • HENRY2018 am 04.09.2018 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Steinmeier - ein SOZI

    Ganz schlechte Reaktion von Kurz, auf Zuruf von dem Steinmeier so zu reagieren. Als nächstes fordern die Piefke noch die Außenministerin wegen ihres Knixes abzusetzen. Der (Steinmeier) soll sich um sein eigenes Elend im Land kümmern. Da hat er genug zu melden. Wo lebt der denn?

    • Tina am 04.09.2018 19:31 Report Diesen Beitrag melden

      @Henry 2018

      Unsere Regierung mischt sich auch überall ein. ( Strache/Spanien)! Die Kneissl gehört abgesetzt!

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  • KrawuziKapuzi am 04.09.2018 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    der typ wird nicht mehr lange

    "wilder abgeordneter" sein, die neos oder blauen werden ihm schon ein platzerl anbieten um seine stimme im plenum zu bekommen. ist halt ein wetterhahn der gute, das hat man schon bei seinem abgang von den grünen gesehen. ganz sicher finden wir den bald auf einer andern liste, freiwillig räumt der sein bestens bezahltes plenumsesserl nicht. seine fadenscheinige erklärung wie er die aussage bzgl. fr. chebli gemeint hat, ist mehr als scheinheilig und fragwürdig.

  • Habakuk am 04.09.2018 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Steinmeier!

    Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass Österreich NICHT angeschlossen ist. Bitte diese Nachricht auch Frau Merkel zu überbringen.

    • 10 am 04.09.2018 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      ma

      euer Chef wollte das ja immer . und in dumbo muss man was sagen . der kann sonst nur schweigen und mit seinen Ohren wackeln.

    einklappen einklappen
  • Heinz am 04.09.2018 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht muss der Dönmez

    sehr oft niederknien um den Herrn Kurz doch noch zu überzeugen dass er doch noch was wert ist